Wie Sie beim Sport Ihr Fett verlieren | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
Wie Sie beim Sport Ihr Fett verlierenDurchschnittliche Bewertung: 3.81542

Das optimale Training

Wie Sie beim Sport Ihr Fett verlieren

Wer regelmäßig läuft, verbraucht Fett. Doch gibt es wirklich das optimale Training für einen effektiven Fettverbrauch? Zwischen Fettverbrennungspuls und Nachbrenneffekt: EAT SMARTER erklärt, wie der Körper beim Sport an seine Energie kommt.

Die gängige Meinung

Die Methode ist auch unter dem Begriff „Fettverbrennungspuls“ bekannt: Wer beim Sport Fett verlieren möchte, sollte mindestens 30 bis 40 Minuten am Stück laufen. Der Puls sollte circa 110 bis 130 Schläge pro Minute haben. Die Erklärung: Wenn der Körper moderat gefordert ist, zieht er seine Energie hauptsächlich aus dem Fettspeicher. Denn den Glykogenspeicher – die zweite große Energiereserve des Körpers – zapft der Körper nur unter extremen Belastungen an. Beim Puls von 130, so die Vorstellung, trainiert der Körper sozusagen im Fettverbrennungspuls.

Was daran stimmt

In der Tat zieht der Körper bei mäßiger Belastung seine Energie hauptsächlich aus dem Fettpolster. Läuft der Mensch mit einem Puls von circa 120 Schlägen pro Minute, bezieht er etwa 60 Prozent seiner Energie aus dem Fettspeicher. Die restlichen 40 Prozent gewinnt der Körper aus Kohlenhydraten. Der Körper verbraucht in dieser Situation ungefähr 8 Kilokalorien pro Minute, davon stammen 5 Kilokalorien aus dem Fettspeicher. Dabei gilt: Fett verbrennt der Körper von Beginn an und nicht erst nach einer halben Stunde.

Warum man anders noch mehr Fett verbrennen kann

Allerdings gilt auch: Wenn wir uns beim Sport stärker anstrengen, dann verbrauchen wir auch mehr Kalorien. Und darauf kommt es letztendlich an, wenn wir Gewicht verlieren wollen. Trainieren wir bei einem Puls von 150 liegt der Energieanteil aus dem Fett zwar nur bei 40 Prozent, aber letztendlich verbrennen wir mehr Kalorien aus dem Fett. Der Grund: Bei dem intensiveren Training werden insgesamt 16 Kilokalorien verbraucht, 7 Kilokalorien stammen aus dem Fettspeicher. Ein intensiveres Training kann den Kalorienbrauch erheblich steigern. Joggt ein 75-Kilo-Mann eine halbe Stunde mit 8 km/h, verbraucht er etwa 300 Kalorien. Läuft er dieselbe Zeit mit 12 km/h, sind es dagegen schon 470 Kalorien. Damit wird letztendlich auch mehr Fett verbraucht. Außerdem kommt es nach intensiven Einheiten zum sogenannten Nachbrenneffekt: Nach dem Training verbraucht der Körper auch im Ruhezustand mehr Energie. Und diese zieht er sich hauptsächlich aus den Fettzellen.

Was am Ende bleibt

Die Idee, bei einem Puls von 120 im so genannten Fettverbrennungsplus zu trainieren, ist so nicht ganz richtig. Selbst Hochleistungssportler trainieren mehrere Stunden am Tag, um das Fettstoffwechselsystem gezielt anzusprechen. Hobbysportler können dies aus Zeitgründen eigentlich nicht erreichen.

Natürlich sollte man als Hobbysportler aber jetzt auch nicht jede Trainingseinheit an der Belastungsgrenze absolvieren. Denn ein dauerhaftes Maximal-Training blockiert manchmal sogar die Fettverbrennung. Auf der anderen Seite muss man jetzt auch nicht jede Einheit bei einem Puls von 120 absolvieren, wenn man sich bei einem schnelleren Tempo wohler fühlt. Anfänger sollten generell mit einem moderaten Tempo einsteigen. Wer schon etwas besser in Form ist, kann seinen Kalorienverbrauch von Zeit zu Zeit aber durchaus durch ein intensiveres Training erhöhen. Am besten ist es, wenn man das Ausdauertraining dann noch mit Kraftübungen kombiniert. Denn dadurch erhöhen Sie den Anteil Ihrer Muskulatur im Körper – und verbrauchen zusätzlich Körperfett.

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Das habe ich mir schon immer gedacht...ich habe als Radbote gearbeitet und dabei 10 Kg abgenommen...das meiste Fett habe ich in den Stress Situationen (schnell Sprinten über den Durchschnitt fahren) verbraucht. Das ist auch logisch denn der Mensch ist ein Evolutionstier...was die meisten Experten sagen was sich von der Evolutionstheorie (und der perfekten menschlichen Maschine) entfernt ist also Schwachsinn (z.B. Diäten, bestimmte Übungen, bestimmten Puls, Blatt-Ernährung, usw.)
 
mein Ruhepuls liegt bei c a54 Schlägen,ktiege ihn bei Belastung nur auf ca 80 Schläge,
 
Ich hatte mehr erwartet! Es stimmt einfach nicht, was hier beschrieben wurde!! Wenn man bei zuviel Training in einen anaeroben Bereich kommt sieht es ganz anders aus mit der Fettverbrennung - ich war in einer Kur und die Experten dort haben erklärt, dass es ein relativ enges "Leistungsfenster" gibt in dem Fett verbrannt wird. Wird zuwenig trainiert, reicht es nicht - wird zuviel trainiert wird auch nicht genügend Fett abgebaut - das sind etwas komplzierte Stoffwechselverhältnisse, als hier beschrieben!! Deswegen wird bzw. bei einer sporttherapeutischen Übungssituation eine kleine Menge Blut abgenommen - vorher und nachher - es geht dabei auch um die Blutzuckerwerte. Wenn zu hart trainiert wird besteht die Gefahr, dass man zusehr in den anaeroben/sauren Bereich kommt, was einem guten Fettabbau dann entgegen steht. Ich hoffe, dass liest jemand von der Redaktion, bevor weitere falsche Infos weitergegeben werden.
 
Das, lieber Markus, ist falsch. Was sind Ihre Quellen?
 
was Fettverbrennung und Grillkohle gemeinsam haben: Um die Verbrennung anzufeuern braucht man einen Anzünder, beim Fett Kohlenhydrate (im Höllenfeuer der Kohlenhydrate schmilzt das Fett) und wenn es etwas brennt, braucht man Sauerstoff-beim Grill pustet man und beim Körperfett muß man sich mal bewegen, um Sauerstoff ins Blut zu bekommen(nach dem Essen sllst du 1000 Schritte tun).

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