Leichte Frühlingsküche: Lust auf gesunden Genuss | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
Leichte Frühlingsküche: Lust auf gesunden GenussDurchschnittliche Bewertung: 3.9157

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Leichte Frühlingsküche: Lust auf gesunden Genuss

Leichte Frühlingsküche

Morgens zwitschern die Vögel, draußen zeigt sich das erste Grün an den Bäumen, überall blüht es. Da kriegt man richtig Lust auf leichte Genüsse! Und genau das macht den Frühling zum perfekten Zeitpunkt für den Start in eine gesündere Art zu essen.

Das nennt man gutes Timing: Gerade dann, wenn die Frühjahrssonne auf die von deftiger Winterkost zurückgebliebenen Spuren scheint und wir uns schlanker wünschen, machen duftende Kräuter, junges Gemüse, zartes Lamm und feiner Fisch den scheinbaren Verzicht besonders leicht.

Leichte Frühlingsküche nach dem Biorhythmus

Leichtigkeit in jeder Hinsicht und die Lust am Genuss – das sind für Dr. Susanne Klaus die Schlüssel zum Erfolg: „Wer sich permanent zu einem Verzicht zwingt, fühlt sich gestresst und hält Diäten oder eine gesündere Ernährung meist nicht lange durch“, erklärt die Professorin für Ernährung und Energiestoffwechsel an der Universität Potsdam.

Hungern ist also nicht der beste Weg zur Bikini-Figur. Eine viel bessere Idee: Nutzen Sie die jetzt von Natur aus große Lust auf leichte Frühlingsküche und essen Sie nach Ihren ganz persönlichen Bedürfnissen statt nach starren Diätplänen. Im Auge behalten können Sie dabei die gute alte Regel, von der die Potsdamer Energiestoffwechsel-Expertin durchaus etwas hält: „Morgens muss man nicht essen wie ein König, aber das Frühstück gibt natürlich Energie für den Tag und ist darum wichtig. Auch das üppige Mittagessen als Hauptmahlzeit und am Abend eine eher leichte Kost machen im Prinzip Sinn“.

Sie essen lieber abends richtig, bekommen morgens höchstens einen Smoothie runter und mögen mittags am liebsten einen leichten Snack? Ist auch kein Problem, beruhigt Dr. Susanne Klaus: „Frühaufsteher haben eben einen anderen Rhythmus als Nachteulen, und entsprechend unterschiedlich läuft auch ihre innere Stoffwechseluhr“, sagt die Wissenschaftlerin. „Allzu strenge Ernährungsregeln, die persönliche Bedürfnisse und Umstände nicht berücksichtigen, bringen darum wenig. “

Leichte Frühlingsküche ganz entspannt

Zucker macht dick, Fett macht fett, Eiweiß macht schlank, Kohlenhydrate machen moppelig – kein Tag vergeht ohne neue Alarmmeldung für alle, die gern abnehmen oder ihr Gewicht halten möchten. Wer sich nach allen richtet, der kommt schnell ins Schleudern! Doch wir können uns entspannen, denn in aller Regel sind die vermeintlichen Weisheiten höchstens Halbwahrheiten.

Beispiel Zucker: „Es ist ja keine Frage, dass zu viel Süßes für Übergewicht sorgt“, meint Susanne Klaus. „Trotzdem braucht der Körper eine gewisse Menge an Zucker. Für unser Gehirn beispielsweise ist er der einzige Energiespender.“ Zucker essen müssen wir zwar nicht, denn er steckt auch von Natur aus in vielen Lebensmitteln – auf diese zu verzichten, um Zucker total zu meiden, wäre aber fatal.

Ganz ähnlich sieht es auch mit fast schon zur neuen Diät-Religion gehypten Regel aus, speziell abends nur noch Proteine zu essen. „Für einen Magen und einen ruhigen Schlaf sind allzu eiweißreiche Abendmahlzeiten absolut nicht förderlich“, stellt die Potsdamer Professorin klar, „denn die Verdauung von Eiweiß belastet das Verdauungssystem erheblich. Eine Kombination mit Kohlenhydraten aus Vollkorn – alles natürlich im richtigen Maß – tut darum der Gesundheit wohler und der Figur nicht weh.“

Leichte Frühlingsküche – abends nie?

Apropos Abendmahlzeiten – ist es vielleicht doch besser, ganz darauf zu verzichten und dem Kult des Dinner Canceling zu huldigen? Kommt ganz drauf an, meint Dr. Susanne Klaus. „Das kann man natürlich machen, besonders empfehlen würde ich es aber nicht. Wer sich damit wohlfühlt und nicht darunter leidet, für den mag es eine super Methode sein, sein Gewicht im Griff zu behalten. Für alle anderen wird dieser Trend allerdings leicht zu einer Falle.“

Denn eins ist klar: Wenn wir ab 17 oder 18 Uhr nichts mehr essen, knurrt den meisten spätestens nachts der Magen so laut, dass sie zum Kühlschrank schleichen. Wer auch dabei hart bleibt, schlägt dann womöglich beim Frühstück umso mehr zu, weil er einfach ausgehungert ist. In jedem Fall war am Ende der ganze Frust umsonst. Besser als hungrig ins Bett zu steigen: Essen Sie sich abends auf leichte Art und spätestens zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen satt.

Die Ernährungs- und Stoffwechselexpertin aus Potsdam hält ohnehin etwas ganz anderes als feste Uhrzeiten oder angebliche Allround-Wahrheiten für wirklich wichtig: „Essen soll Freude machen, uns Energie geben und gesund erhalten! Letzten Endes kommt es nur darauf an, dass man in jeder Hinsicht ausgewogen genießt und darauf achtet, dass insgesamt die tägliche Nährstoffbilanz stimmt.“

(koe)

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ein sehr guter Artikel, der von den Diäten, die auf Dauer nichts bringen, hin zu einer gesunden und dauerhaften Ernährungsumstellung bewegen.