Makrobiotik: schlank mit Yin und Yang? | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
Makrobiotik: schlank mit Yin und Yang?Durchschnittliche Bewertung: 51517

Stardiät-Check

Makrobiotik: schlank mit Yin und Yang?

Makrobiotik: schlank mit Yin und Yang? Makrobiotik: schlank mit Yin und Yang?

Viele Stars scheinen in Dauer-Topform zu sein. Doch gute Gene allein reichen dafür nicht. Die EAT SMARTER-Redaktion wollte wissen, wie alltagstauglich die Diäten der Promis sind - und wagte den einwöchigen Selbsttest. Dazu fragten wir bei der Verbraucherzentrale Hamburg nach: Wie beurteilen die Ernährungsexperten die Abnehmprogramme der VIPs? In Teil 1 unserer Serie "Stardiät-Check": Makrobiotik.

Makrobiotik ist keine klassische Diät, sondern viel mehr eine Lebensweise. Bei der Makrobiotik werden Lebensmittel in Yin und Yang eingeteilt. Laut Theorie garantiert nur ein Gleichgewicht der beiden Richtungen ein glückliches Leben. Konkret bedeutet das beim Thema Makrobiotik: jeden Tag Reis und Miso, viel Getreide, viel Blatt- und Wurzelgemüse, dafür keine Milchprodukte, kein Fleisch und keine Nachtschattengewächse. Auch für die Zubereitung der Gerichte gibt es strenge Vorschriften. Weitere Infos unter www.inform24.de/makrobiotik.html.

 

 

Makrobiotik: "Jeden Tag Reis – das nervt!"


Makrobiotik – das soll Madonnas Erfolgsrezept für ihr jugendliches Aussehen und ihre Topfigur sein. Das will ich sofort ausprobieren! Ich sehe mich vor meinem inneren Auge schon drei Kilo leichter und fünf Jahre jünger. Die Einschränkungen der Makrobiotik Diät schüchtern mich nicht ein: Ich bin bereits Vegetarierin und Reis mag ich auch. Außerdem darf ich so viel essen, wie ich möchte. Eigentlich müsste die Woche ein Klacks werden. Doch ganz so einfach ist es nicht mit der Makrobiotik: Meine Hauptmahlzeit esse ich nun immer abends, da die makrobiotischen Gerichte frisch zubereitet werden müssen. Mikrowellen „zerstreuen die Energie“. Das nervt ein bisschen, tagsüber habe ich Hunger. Es sind mir auch zu viele Regeln bei der makrobiotik: Die Makrobiotik schreibt nämlich auch vor, wie man Gemüse schneiden soll oder aus welchem Material Kochtöpfe sein müssen. Das ist mir zu kompliziert. Schon nach drei Tagen Reis, Tofu und Algen sehne ich mich nach Käse, Kartoffeln und Nudeln. Nur wer viel Zeit oder Hilfe in der Küche hat, dem könnte die makrobiotische Lebensweise gefallen. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich in zehn Jahren wohl älter
als Madonna aussehen werde.

(bor)

Verbraucherschützerin Silke Schwartau zu Makrobiotik:
„Die überwiegend vegane Kostform hat einen sehr geringen Gehalt an lebensnotwendigen Nährstoffen. Gerade bei Vitamin B12, D und Calcium kann es zu einem Mangel kommen. Für Kinder ist die makrobiotische Ernährung ungeeignet. Das Verbot von Nachtschattengewächsen und die Einschränkung von Obst und Flüssigkeit ist aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht unsinnig und vor allem überflüssig.“

 

 

 

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Sorry, aber diesen Artikel kann ich leider nur als recht schwach recherchiert kommentieren. Eine Verbraucherschützerin als Expertin kommentieren zu lassen? In allen Ehren aber diese B12, D und Calcium Pauschalisierungen gehören auf keine proffesionelle Plattform mehr! Vitamin B12 sollte bei veganer Ernährungsform regelmäßig getestet werden. Bei geringen Werten kann diese zugeführt werden. Das gilt allerdings für alle Ernährungsformen! Selbes gilt für Vitamin D, dieses wird hauptsächlich durch die Sonneneinstrahlung auf der Haut gebildet. Einen Vitamin D Mangel haben 90 % der Deutschen, also raus an die Sonne und im Winter testen lassen. Dafür muß nichts tierisches gegessen werden! Und das Calcium Thema bei Mangel aufzuführen könnte auch von meiner Mutter kommen! Milch ist gut für die Knochen..... Bei gut informierten Veganern, Makrobioten usw. Ist Calcium sichergestellt durch Sesam, grünes Gemüse, Algen und notfalls mit angereicherter Sojamilch. Mich würde interessieren welche lebenswichtigen Nährstoffe sich in vollwertiger veganer Kost nicht befindet? Meinen sie es fehlen gesättigte Fette, Hormone, Antibiotika, Zucker.....? Bei der Einschränkungen von Obst und Kartoffeln gebe ich allerdings recht, dass ist aus meiner Sicht auch nicht nachzuvollziehen. Bitte weniger Angstmacherei, mehr Toleranz neuer Ernährungsformen gegenüber und gut recherchierte Informationen, kann die Welt besser machen und die Menschen gesünder! Vielen Dank!