Silke Kayadelen im Interview | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
Silke Kayadelen: „Ich habe mein Wohlfühlgewicht gefunden“Durchschnittliche Bewertung: 2.71525

TV-Fitness- und Abnehmexpertin

Silke Kayadelen: „Ich habe mein Wohlfühlgewicht gefunden“

Silke Kayadelen beim Training. © Skandika Fitness Silke Kayadelen beim Training. © Skandika Fitness

Sie weiß, wie es sich anfühlt, den eigenen Bauch zu hassen, die Beine abstoßend zu finden – schließlich kämpfte sich Fitness- und Abnehmcoach Silke Kayadelen selbst jahrelang durch extreme Gewichtsschwankungen. Doch jetzt hat sie ihr Wohlfühlgewicht erreicht und setzt sich nicht mehr unter Druck. Genau an diesen Punkt möchte sie ihre Kandidaten und Kunden bringen – bei EAT SMARTER verrät sie, wie.

„Wenn ich den Leuten den Druck nehmen kann, dann macht es meistens Klick“, erklärt die aus dem Fernsehen bekannte Fitness- und Abnehmexpertin Silke Kayadelen im EAT SMARTER Interview. Die 45-Jährige weiß, wovon Sie spricht, schließlich trug sie in ihren schwersten Phasen selbst Kleidergröße 44. Das negative Gefühl sich selbst gegenüber sei es, was das Abnehmen so schwer mache.

Übergewichtige Menschen reduzieren sich selbst oft nur noch auf ihr Gewicht – „deshalb sage ich ihnen zunächst, was toll an ihnen ist“, so Kayadelen. „Dann schauen wir gemeinsam, was nicht in Form ist, woran wir arbeiten können.“ Sie nehme die Menschen ernst, nehme sie an und fasse sie an. Etwas, das viele von ihnen kaum kennen würden.

Wohlfühlgewicht statt Schönheitsideale

Silke Kayadelen ärgert es, dass alle einem gängigen Schönheitsideal hinterhereifern sollen, das so wenig mit der Realität zu tun hat wie eine Folge „Sex and the City“. „Mein letztes Aha-Erlebnis hatte ich, als mir gesagt wurde, dass Kleidergröße 38/40 eigentlich etwas üppig fürs Fernsehen wäre. Das geht doch an der Realität der Zuschauer vorbei – die Mehrheit trägt doch nicht Größe 36!“ Dies sei falscher Körperkult – ihr Ziel sei es daher, ihren Kandidaten klar zu machen, dass jeder sein ganz eigenes Wohlfühlgewicht finden muss.

Natürlich gehören dazu eine Veränderung des Essverhaltens und auch Bewegung – doch keiner muss gleich zum salatblätterknabbernden Profisportler werden! Im Gegenteil: Das unrealistische – zu hoch gesteckte Ziele – eher demotivieren, weiß man heutzutage.

Im Fernsehen fällt Abnehmen leichter

Das Abnehmen vor einem Fernseh-Publikum ist etwas ganz anderes als daheim, weiß Silke Kayadelen. „Der Außendruck ist viel größer, das erhöht die Motivation durchzuhalten und macht es einfacher.“ Doch auch auf die Abnehmerfolge ihrer Privatkunden, die die Personaltrainerin in ihrem Sportzentrum in Essen betreut, machen sie stolz. So erzählt sie freudenstrahlend von Fatih Efe (39), der mit ihrer Hilfe und regelmäßigem Boxtraining 60 Kilogramm abgenommen hat! Früher musste er mit Atemmaske schlafen und konnte kaum mit seinen beiden Kindern spielen.

Damit ihre Abnehmkunden – ob mit oder ohne Fernsehpublikum – am Ball bleiben, setzt die Fitness- und Abnehmexpertin auf konstanten Austausch: „Ich bin mit allen noch in Kontakt, sie schicken mir Bilder über Whats App von ihren Erfolgen und bekommen Feedback.“ Überhaupt sei eine enge Bildung zwischen Coach und Abnehmwilligen das A und O. „Der Schlüssel zum Erfolg ist da sein'!", sagt Kayadelen. „Wen die Lust auf Schokokuchen überkommt, der überlegt sich das Zugreifen schnell zweimal, wenn er weiß, dass er mir hinterher davon berichten muss oder ich ihn zu einer zusätzlichen Sporteinheit nötige.“

Denn ohne Sport geht es nicht!

Sportmuffel werden es mit dem Abnehmen immer schwer haben. Es gibt zwar Menschen, die ohne Sport rank und schlank sind. Doch diese Menschen sind oft in ihrem Alltag sehr aktiv, arbeiten im Garten oder im Haus und essen vermutlich verhältnismäßig wenig. Für alle anderen gilt: Sport ist keinesfalls Mord und wer sagt, Sport mache keinen Spaß, der hat seine richtige Sportart nur noch nicht gefunden.

Abnehmen und fit werden mit Silke KayadelenDer Fitness-und Abnehmcoach ist überzeugt, dass Bewegung zum Alltag gehören und Spaß machen muss. Gerade für Zuhause ist sie deshalb Fan der Skandika Vibrational Kettlebells – denn die vibrierenden, bis zu 3,5 Kilo schweren Hanteln trainierten mehrere Muskelgruppen gleichzeitig und machten das Training so effektiver. Und im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, dass Ausdauertraining das Wichtigste zum Abnehmen sei, rät Silke Kayadelen zusätzlich zum Krafttraining. „Wir müssen unsere Muskeln trainieren, damit wir mehr Kalorien verbrennen – dazu müssen wir nicht aussehen wie Arnold Schwarzenegger!“ 

Ihre Lieblingsübung sind Liegestütze auf den vibrierenden Hanteln und der Kettlebell Swing. Wer sich die Fitnessgerät gerne einmal in Gebrauch angucken möchte, findet hier Videoclips und Fotos von Silke Kayadelen beim Training.

Außerdem gibt sie den Anstoß, ginge es beim Sporttreiben doch nicht nur ums Abnehmen, sondern auch darum, noch mit 60 fit zu sein und gesunde Knochen zu haben. Wenn das mal nicht Motivation genug ist!

 


Vibrational Kettlebells im Redaktionscheck

EAT SMARTER-Redakteurin Marina Leunig: „Ich kannte Kettlebells schon aus dem Fitnessstudio – dort trainiert jeder, vom Bodybuilder bis zur Pilates-Liebhaberin, mit den neuen Kugelhanteln. Allerdings hatte ich sie noch nie in der vibrierenden Varinate gesehen und war gespannt auf den Heimtest. Das Vibrieren ist angenehm, die Lautstärke in Ordnung. Die Hanteln lassen sich variabel von 1,5 bis 3 Kilo einstellen – gut für mich, denn 3 Kilo waren mir zunächst zu schwer. Der Kettlebell Swing oder das Seitheben machen Spaß und sind dank der Vibrationen auch ordentlich anstrengend. Weniger praktikabel finde ich die Hanteln – zumindest in der Stadtwohnung – für Liegestütz oder Dips. Ich fürchtete, dass die Vibration meinen Nachbarn die Tassen aus dem Schrank wirft. Ein Geheimtipp sind die Massagen mit der Kugelhantel.“


Buch-Tipp: Silke Kayadelen, „Abnehmen mit Spass!“, überarbeitete Version des Bestsellers „Ich coach Dich schlank“, inside partner, ISBN: 978-3-981-27493-6, 14,90 Euro

 

 

 

 

(leu)

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Hallo zusammen...mir hat der Bericht sehr geholfen..Weil ich immer dachte,ich sei zu dick...bei einer grösse von 1.77 cm wiege ich 64 kg...bin aber 52 Jahrw alt..und arbeite viel...ess relativ Gesund und doch fühle ich mich pummelig..Dank dieses Berichts,geht es mir nun besser und nutze auch wieder meine Sportmatte...Danke...und lasst euch von niemanden zwungen etwas zu tun,was ihr nicht wollt...und ihr euch unwohl fühlt...LG Marion Rathke
 
Genau den gleichen Gedanken hatte ich auch. Ich wäre froh, wenn ich Kleidergröße 44 tragen könnte und nicht 50/52. Selbst bei dem neuen Hype Felix Klemme, der mit "Steinzeiternährung" wirbt, gibt es in seinem Onlineshop nur T-Shirts bis XL, echt lachhaft!
 
Die Arme. Kleidergröße 44. Das ist ja wirklich, wirklich schlimm! Bei Gesamtgröße 1,30 oder wie? Tut mir leid, aber für Menschen, die wirklich übergewichtig sind, ist es ein Schlag ins Gesicht, wenn Kleidergröße 44 als dramatisch dargestellt wird. Da gehen wir wohl von Twiggi als Norm aus. Gesund ist das nicht.
 
Ganz meine Meinung. Da hat man gleich Komplexe, wenn man eine höhere Kleidergröße trägt. Aber diese Einstellung scheint Norm zu sein, denn Sportkleidung gibt es ja für größere Größen auch kaum noch.
 
auch ich habe probleme mit dem abnehmen egal was ich mache ich nehme kein gramm ab und zum sport habe ich nicht allzuviel zeit kannst du mir einen tipp geben wie ich es doch mal schaffe!!!! danke und liebe grüße petra