Nach der Diät: keine Chance für den Jojo-Effekt | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
Nach der Diät: keine Chance für den Jojo-EffektDurchschnittliche Bewertung: 41511

Nur so halten Sie das Wunschgewicht

Nach der Diät: keine Chance für den Jojo-Effekt

Der Jojo-Effekt macht jeden Diät-Erfolg zunichte. Die mühsam abgespeckten Pfunde sind nach kurzer Zeit wieder drauf. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, welche Lebensmittel man essen sollte, um den Effekt zu verhindern.

Das ist ärgerlich: Gerade hat man sich noch über das verlorene Gewicht gefreut, schon sind die Kilos wieder am Körper. Der Jojo-Effekt tritt besonders häufig nach Radikal-Diäten auf, in denen der Körper weniger Energie als gewohnt bekommt. In einer der größten europäischen Diät-Studien suchten Wissenschaftler nun nach Lebensmitteln, mit denen das Gewicht nach einer Diät gehalten werden kann.

Die Ergebnisse der „Diogenes-Studie“ sind im „New England Journal of Medicine“ erschienen. Über 600 Versuchspersonen machten mit. Sie hatten zuvor mit einer Reduktionsdiät abgenommen, nun sollten sie acht Wochen lang kontrolliert essen. Die Forscher teilten die Menschen in fünf verschiedene Gruppen ein. Zwei Gruppen aßen Nahrung mit besonders viel Eiweiß, zwei bekamen einen Ernährungsplan mit besonders wenig Eiweiß. Von den Gruppen mit dem proteinreichen Speiseplan bekam jeweils eine Gruppe Lebensmittel mit einem hohen oder niedrigem Glykämischen Index (GI). Ebenso war es bei den Gruppen, die wenig Eiweiß bekamen. Lebensmittel mit einem niedrigen GI sorgen für einen ausbalancierten Blutzuckerspiegel und ein langes Sättigungsgefühl. Dazu gehören zum Beispiel Vollkornprodukte und Gemüse. Die fünfte Gruppe diente als Kontrollgruppe.

Die Ergebnisse waren eindeutig: Am besten Schnitt die Gruppe ab, deren Ernährungsplan aus besonders viel Eiweiß und Lebensmitteln mit einem niedrigen GI bestand. Der Ernährungsplan der Siegergruppe bestand zu einem Viertel aus Proteinen. Sie stammten aus magerem Fisch, Fleisch, Milchprodukten, aber auch aus Hülsenfrüchten und Soja. Aus diesem Grund raten die Forscher nun, die Empfehlungen für die tägliche Aufnahme von Eiweiß zu ändern. Diese liegt laut EU-Richtlinien derzeit bei zehn Prozent. Die Siegerdiät hatte auch die niedrigste Abrecherquote. Das spricht für eine gewisse Zufriedenheit mit dem Angebot. Stress macht nämlich hungrig. Erst kürzlich fanden US-Forscher heraus, dass der Verzicht auf Essen das Gehirn umprogrammiert und den Stresshormonspiegel ansteigen lässt.

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Interessantes Ergebnis - leider vermisse ich eine Übersicht der Lebensmittel mit niedrigem GI auf eurer Homepage.