Erhöht Übergewicht das Krebsrisiko? | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
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Erhöht Übergewicht das Krebsrisiko?

Krebsrisiko durch Übergewicht

Ja, leider. Das größte Risiko tragen Frauen. Denn die Übeltäter sind nicht etwa die viel gescholtenen Speckrollen am Bauch, sondern die typisch weiblichen Polster am Po, an den Hüften und in den Brüsten. Sie bilden weiter Östrogene, wenn die Eierstöcke längst aufgegeben haben. Je üppiger die Polster, desto mehr Hormone kommen in Umlauf.

Wissenschaftliche Studien zeigen immer wieder, dass dicke Frauen nach den Wechseljahren öfter Brustkrebs bekommen als schlanke. Noch deutlicher ist der Zusammenhang zwischen Übergewicht und dem Krebs der Gebärmutterschleimhaut. Bei übergewichtigen Frauen ist das hormonempfindliche Gewebe über die normale Grenze der Wechseljahre hinaus dem Einfluss von Östrogenen ausgesetzt. Auch für Eierstockkrebs, der gefährlichsten aller weiblichen Krebserkrankungen mit einer geringen Überlebensrate von weniger als 40 Prozent, ist meist Übergewicht verantwortlich. Wissenschaftler des amerikanischen nationalen Krebsinstitutes beobachteten sieben Jahre lang knapp 100 000 Frauen zwischen 50 und 71 Jahren. Ihr Ergebnis: Übergewichtige Frauen besaßen ein 80 Prozent höheres Risiko zu erkranken als normalgewichtige. Vor allem nach dem Klimakterium steigert Körperfett die Östrogenproduktion. Das Sexualhormon fördert Wachstum; dabei unterscheidet es nicht zwischen gesunden und bereits beschädigten Zellen, die eigentlich dazu bestimmt sind, vom Körper abgebaut zu werden, und es wachsen mehr angeschlagene Zellen als üblich zu Tumoren heran. Je mehr Östrogen also im Umlauf ist, desto größer wird das Risiko. Als Vorbeugung empfehlen Experten allen Frauen, nach der Menopause verstärkt auf ihr Gewicht zu achten.
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Das kann durchaus passieren. Aber es sind keineswegs alle Frauen betroffen, die zu viel auf die Waage bringen. Deshalb existiert auch keine Kilogrenze für eine gesunde Schwangerschaft. Allein die Veranlagung für einen gestörten Zuckerstoffwechsel (Diabetes) und übermäßiges Fett um die Taille zählen.
Ja, das kann durchaus geschehen. Ärzte sprechen ganz uncharmant von einer Mastfettleber, wenn die größte Drüse des Körpers durch Übergewicht von Fettgewebe durchzogen ist. Eine übermäßig kohlenhydrat- und fettreiche Ernährung führt eben nicht nur zu Fettpolstern an Bauch und Schenkeln, sondern belastet bei einigen Menschen auch dieses mit 1500 bis 2000 Gramm größte Stoffwechselorgan des Körpers.
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