Hilft langsames Essen? | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
Hilft langsames Essen?Durchschnittliche Bewertung: 51518

Hilft langsames Essen?

Ja, man wird besser satt, wenn man sich Zeit lässt. Das ahnten schon unsere Eltern und Großeltern, als sie uns als Kinder ermahnten, nicht so zu schlingen. Moderne Menschen, die viel unterwegs sind, kennen oft keine regelmäßigen Mahlzeiten. Viele sind daran gewöhnt, schnell irgendetwas im Stehen zu essen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet.

Was genau auf dem Teller liegt, ist in der gewohnten Hektik fast egal. Hauptsache, das Essen stillt den Hunger. Doch schnell nebenher essen und dabei schlank und gesund bleiben, das gelingt nur den vier oder fünf Prozent Glückseligen, die von der Natur mit einem besonders günstigen Stoffwechsel beschenkt wurden und sich viel bewegen. Alle Übrigen essen zu viel, wenn sie sich nicht die Zeit lassen, wahrzunehmen, was auf dem Teller liegt. Essen wir dagegen in Ruhe und mit Hingabe, leuchten im Gehirn die Belohnungszentren auf und der Kopf signalisiert rechtzeitig: Es ist genug. Die Signale stammen von sättigenden Hormonen wie Peptid YY und Peptid-1. Sie werden im Darm ausgeschüttet und sagen dem Kopf, wann mit dem Essen Schluss sein soll. Vorgänge wie diese brauchen einfach Zeit. Eine gute Verzögerungstaktik, bis der Kopf reagiert: Jeden noch so kleinen Snack nicht sofort in den Mund stecken, sondern erst auf einen Teller legen, erst einmal anschauen, was da Gutes vor einem liegt. Im Lauf der Zeit gewöhnt man sich daran, auch kleine Portionen am gedeckten Tisch in Ruhe zu genießen. Der erste Bissen ist dabei fast immer der köstlichste. Es lohnt, sich einen Moment auf den Wohlgeschmack und das angenehme Gefühl, das Ihr Lieblingsessen hinterlässt, zu konzentrieren. Legen Sie das Besteck ab und überlegen Sie nach jedem Happen, ob der nächste den Genuss noch steigern kann. Wenn nicht, einfach aufhören.
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Ja. Wer gern joggt, hat es leichter beim Abnehmen als andere, und regelmäßiges Laufen hilft später auch dabei, das erreichte Gewicht zu halten. Der Kalorienverbrauch ist dabei sehr hoch, im Vergleich zum Radfahren, Inlineskaten und Nordic-Walken verbraucht man im Schnitt etwa 20 Prozent mehr Kalorien.
Ja, oft tritt die Wirkung sogar verblüffend schnell ein. Vor allem wenn der anfallartige Wolfshunger stark an spezielle Situationen gebunden ist oder man die Kontrolle nur bei ganz bestimmten Speisen verliert, können bereits wenige Sitzungen positive Veränderungen bewirken.
Vielleicht. Immerhin klingt die Möglichkeit verlockend, einfach das Abendessen wegzulassen und so auf simple Art ärgerliche Pfunde loszuwerden. Schließlich muss man beim Dinner-Cancelling keine Kalorien zählen und darf essen, was man will.
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