Macht Schlankheitswahn die Knochen lahm? | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
Macht Schlankheitswahn die Knochen lahm?Durchschnittliche Bewertung: 41520

Macht Schlankheitswahn die Knochen lahm?

Dann kann durchaus sein! Wer allzu oft "auf Diät" ist und geizig jede Kalorie abzählt, tut seinen Knochen keinen Gefallen. Das gilt vor allem für junge Mädchen und für Frauen ab dem 40. Lebensjahr. Sind sie so dünn, dass ihnen die normalen weiblichen Rundungen fehlen, bleiben auch die Hormone aus, die den Knochen schützen. Dazu kommt:

Wer insgesamt zu wenig isst, nimmt zu wenig von den Nährstoffen auf, die das Skelett braucht, um den Körper zu tragen. Calciumreiche Kost mit vielen Milchprodukten steigert die Knochendichte. Denn Knochenbälkchen werden nur schwach, wenn der Organismus das Calcium herauslöst, weil er es für andere Zwecke im Körper benötigt. Die Vitamine C, D und K (aus Obst, Fisch und Gemüse) unterstützen die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung. Auch Mineralstoffe wie Magnesium, Fluor und Zink sind für gesunde Knochen wichtig. Oft wird gesagt, eine stark verringerte Knochendichte (Osteoporose) sei vor allem ein Problem westlicher Industrieländer. Der Grund: Wir äßen zu viele (!) Milchprodukte, die für Erwachsene gar nicht gesund seien. Asiaten dagegen, die Käse oder Milch nicht mögen, hätten bessere Knochen. Irrtum! Mit einer großen Studie in China zeigten Forscher, dass in den Regionen des riesigen Landes, in denen viel Milch verzehrt wird, die Knochendichte bedeutend höher ist als in den Regionen, in denen die Menschen keine Milch zu sich nehmen. Je mehr Calcium konsumiert wurde, desto stärken waren die Knochen – vor allem wenn das Calcium aus Milchprodukten stammte. Denn für den Körper ist nicht nur der Gehalt eines Lebensmittels wichtig, sondern auch dessen Verfügbarkeit. Die hängt aber davon ab, wie gut das Calcium, das wir zu uns nehmen, vom Körper verwertet und im Knochen eingelagert wird. Milch liefert praktischerweise eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die dem Körper helfen, den knochenstärkenden Mineralstoff aufzunehmen. Dazu gehören Milchsäure, der Eiweißstoff Leucin, Lactose (Milchzucker) und das zur Nutzung des Calciums unentbehrliche Vitamin D. Experten sprechen bei Milch, Käse und Joghurt von einer besonders hohen Bioverfügbarkeit, weil 25 bis 45 Prozent des enthaltenen Calciums dem Körper zugute kommen. Fazit: Die leicht löslichen Calciumsalze der Milch verwertet der Körper besser als die schwerer verdaulichen aus pflanzlichen Lebensmitteln.
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