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Sophia Thiel

Warum reagiere ich nervös, wenn ich hungrig bin?

Wahrscheinlich schwimmt dann zu wenig vom "Glückshormon" Serotonin in Ihrem Blut. Ruft das Gehirn nach Kohlenhydraten, weil ihm der Energievorrat ausgeht, ist mit manchen Zeitgenossen nicht mehr gut Kirschen essen. Je nach Temperament schwankt die Laune von weinerlich bis aggressiv.

Mütter kennen das. Werden ihre Kinder zänkisch und quengelig, sind sie entweder hungrig oder müde. Die Ursache liegt in der Wirkung des Nervenbotenstoffs Serotonin auf das Gehirn. Das bestätigte eine Gruppe von Neurobiologen von der Universität Cambridge kürzlich. Die Forscher fanden heraus, dass Menschen in Entscheidungssituationen aggressiver reagieren, wenn ihr Serotoninspiegel abfällt. Der Botenstoff Serotonin fungiert als Dirigent im großen Orchester der Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter). Er beeinflusst alle anderen. Ein zu niedriger Spiegel kann Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Heißhungeranfälle und Wut erzeugen. Wie viele wichtige Funktionen Serotonin insgesamt besitzt, weiß man noch nicht. Doch dass der Stoff eine zentrale Rolle für Lebensfreude, Kraft und Ruhe spielt, ist bereits erwiesen. Ein guter Grund also, sich regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten zu gönnen, damit die Stimmung stabil bleibt. Wer Prüfungen, schwierige Verhandlungen oder andere Herausforderungen auf seinem Terminplan stehen hat, isst am besten etwa eine Stunde vorher eine leichte Mahlzeit. Ideal: eine kleine Portion gesunde Kohlenhydrate aus Vollkorn oder Hülsenfrüchten. Sie halten den Blutzucker lange stabil und sorgen damit für einen ausgeglichenen Serotoninspiegel.
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