10 beliebte Diät-Tipps im Check | EAT SMARTER
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Abnehm-Irrtümer

10 beliebte Diät-Tipps im Check

Beliebte Diät-Tipps im EAT SMARTER-Check Beliebte Diät-Tipps im EAT SMARTER-Check

Unsinnige Diät-Tipps gibt es wie Sand am Meer. Vieles, was als Geheimtipp oder Patentrezept fürs effektive Abnehmen gehandelt wird, bringt in der Praxis überhaupt nichts. Der Körper quält sich, der Kopf kämpft gegen ein dauerndes Hungergefühl, nur die Anzeige auf der Waage ändert sich nicht. Spätestens jetzt ist klar: Man ist mal wieder einem der vielen Diät-Irrtümer aufgesessen. EAT SMARTER nennt zehn beliebte Diät-Tipps und erklärt, was von ihnen zu halten ist. Nämlich wenig bis gar nichts.

Unsinnige Diät-Tipps: Ananas essen macht schlank

Gehört zu den beliebtesten Diät-Tipps und eigentlich in die Kategorie Extrem-Diät: der hartnäckige Mythos von der Ananas. Angeblich sorgen spezielle Enzyme in der Exoten-Frucht dafür, dass aufgenommenes Fett nicht verwertet wird. Mit anderen Worten: Man soll wieder mal nach Herzenslust reinhauen können und trotzdem dünn bleiben. Außerdem soll die Wunder-Frucht Ananas Entzündungen vorbeugen und den Blutdurchfluss verbessern. In Wahrheit verliert man bei einer Ananas-Orgie in erster Linie Wasser, und die „speziellen Enzyme“ werden während der Verdauung aufgespalten und sind somit wirkungslos.

Unsinnige Diät-Tipps: FDH funktioniert am besten

FdH ("Friss die Hälfte") ist in der Theorie goldrichtig – bodenständig, praktisch, immer einsatzbereit und ohne überkandidelten wissenschaftlichen Überbau. Kein Rezept ist einfacher. Der Haken: Die meisten machen bei dieser Regel die Rechnung ohne den Wirt, den eigenen Appetit. Der lässt sich nämlich von dem guten Vorsatz nicht beeindrucken. Oder schaffen Sie es, vom Eis nur eine halbe Kugel zu essen oder das halbe Steak zurückgehen zu lassen? Eben. Und in der Praxis scheitert diese Philosophie oft schon an den gängigen Portionsgrößen.

Unsinnige Diät-Tipps: Mit Low Carb, Atkins & Co. kann nichts schiefgehen

Low Carb ist eine jener Märchen-Diäten, die einem einreden wollen, man kann soviel mampfen wie man will und bleibt trotzdem dünn. Die Diät-Tipps rund um Diätpläne wie Low Carb oder die gefürchtete Atkins-Diät sind nicht nur praktizierte Mangelernährung und gelebte Genussfeindlichkeit, sondern insgesamt ein Trugschluss. Die Mathematik des Abnehmens: Abgerechnet wird am Schluss, und dabei ist es ganz egal, ob die Kalorien aus Kohlenhydraten, Eiweißen oder Fetten stammen. Tatsächlich muss der Körper einfach mehr Kalorien verbrennen, als er aufnimmt.

Unsinnige Diät-Tipps: Wer abends isst, wird schneller dick

Gehört zu den Diät-Tipps, die man langsam satt hat. Die Mär vom späten Hüftgold kann man nicht mehr hören. Und was ist mit den Südländern? Die tafeln oft erst mitten in der Nacht und haben statistisch dennoch keinen höheren Body Mass Index als die Bevölkerung in anderen Ländern. Etliche Vergleichsstudien belegen: In Wahrheit kommt es nicht auf die Uhrzeit an, sondern darauf, was und wie viel man über den Tag zu sich nimmt. Nach 18 Uhr darf man also getrost noch essen, wenn man darauf achtet, dass die Gesamtbilanz stimmt.

Unsinnige Diät-Tipps: Obst essen macht schlank

Ja, aber nur wenn Sie dafür andere Snacks und Mahlzeiten weglassen. Bananen, Äpfel & Co. sind zwar gesund, bringen durch den Fruchtzucker aber auch Kalorien mit, die bei einem übermäßigen Verzehr am Ende schwerer wiegen als man glaubt. Das Wort Fruchtzucker impliziert ja allein schon, dass Obst Energie in sich birgt. Aber es ist auf jeden Fall gesund.

Unsinnige Diät-Tipps: Nur noch Light-Produkte kaufen

Papier ist geduldig, und Werbung muss verkaufen. Ein Blick auf die Verpackung und der Vergleicht zum „heavy“-Pendant offenbart oft Schummelei, denn statt Fett verwendet der Hersteller einfach mehr Zucker als Geschmacksträger.

Unsinnige Diät-Tipps: Viel Wasser trinken

Dieser Tipp gehört zu den ganz beliebten Diät-Tipps! Zwar ist es richtig, dass die Zufuhr von Wasser oder ungesüßten Getränken zu jeder wirkungsvollen Diät dazugehört. Aber das viele Trinken allein bewirkt noch nichts: Um hier wenigstens einen kleinen Erfolg zu haben, müssten Sie noch viele Liter mehr herunterschlucken, und das eiskalt. Denn dann muss der Organismus die kalte Flüssigkeit auf Körpertemperatur erwärmen und dabei Kalorien verbrennen – Ihr Kreislauf wird sich bedanken. Da gibt es wesentlich effektivere Wege, die Verbrennung zu fördern, etwa durch einen Dauerlauf.

Unsinnige Diät-Tipps: Auf Butter verzichten und stattdessen Margarine nehmen

Viele glauben immer noch, dass in Margarine der Fettgehalt geringer ist – von wegen. Er ist nahezu identisch. Anders stellt es sich dagegen bei Halbfettmargarine dar – wie der Name schon sagt ist nur halb so viel Fett in ihr enthalten. Dafür wird diese mit künstlichen Inhaltsstoffen aufgepeppt, hat also zwar weniger Kalorien, ist aber nicht unbedingt gesund. Besser: Butter und Margarine ganz vom Frühstückstisch verbannen und etwa durch Joghurt oder körnigen Frischkäse (unter 5 Prozent Fett) ersetzen.

Unsinnige Diät-Tipps: Fasten hilft am schnellsten

Gerade bei Menschen, die schon mit vielen Diät-Tipps und Vorsätzen gescheitert sind, ist die Versuchung groß: einfach mal gar nichts mehr zu essen. Das Fasten bringt die Kilos aber nur vorübergehend zum Purzeln – bis der Körper sich an den Mangel gewöhnt hat. Denn der schaltete dann quasi in den Sparmodus und verringert seinen Energiebedarf. Und wenn viele nach dem Fasten wieder ordentlich zulangen, arbeitet er noch auf Sparflamme und wandelt die überschüssigen Kalorien in Fettpolster um. Ergebnis: ein Jo-Jo-Effekt wie aus dem Lehrbuch.

Unsinnige Diät-Tipps: Viele über den Tag verteilte Mahlzeiten machen schlank

In Wirklichkeit sorgen die Snacks dafür, dass unser Blutzuckerspiegel dauerhaft oben bleibt und wir so den gefürchteten kleinen Hunger verspüren, der uns im Büro und unterwegs immer wieder zum Naschen verleitet. Wer richtig abnehmen will, sollte stattdessen auf Großmutters Tradition vertrauen. Da kamen drei Mahlzeiten am Tag auf den Tisch – basta!

Unsinnige Diät-Tipps: Statt Cola Fruchtsäfte trinken

Wer sich Multivitaminsaft literweise einflößt, sollte sich nicht wundern, wenn die Waage ausschlägt. Viele Fruchtsäfte enthalten auch jede Menge Fruchtzucker. Der gilt zwar als etwas gesünder als der weiße Industrie-Zucker, macht aber genauso dick. Wer die Cola also zu Gunsten eines unverdünnten Fruchtsaftes stehen lässt, betreibt Augenwischerei, zumindest was die Kalorien angeht.

Unsinnige Diät-Tipps: Wer Sport treibt, braucht auf die Ernährung nicht zu achten

Generell hilft Sport bei jeder Diät. Man sollte aber darauf achten, dass einem im Bewegungseifer die Maßstäbe nicht verloren gehen. Wer eine halbe Stunde joggt, trainiert dabei je nach Körpergewicht etwa 250 bis 300 Kalorien ab – ein danach schnell verdrücktes Snickers zum Beispiel bringt aber 288 Kalorien gleich wieder zurück. Und jeder weiß, dass Bewegung an der frischen Luft hungrig macht. Also: Gerade wer aktiv ist, sollte auch auf die Ernährung achten – dann macht der Sport mehr Spaß, und das Idealgewicht ist leichter zu halten.

Diät-Rezepte

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Ich kämpfe seit Jahren damit, mein Gweicht zu halten. Nach meiner Schwangerschaft habe ich noch mehr abgenommen und meine Brust hat sich vollends verabschiedet. Keiner der aufgesuchten Ärzte konnte mir helfen. Bei einer dreiwöchigen Kur habe ich nur drei Kilo zugenommen, diese sind nun aber schon lange wieder weg. was halten von?
 
Liebes Eat-Smarter-Team, das Märchen vom Low Carb ist für mich persönlich die Zauberformel fürs Abnehmen und Gewichthalten geworden. LC-Anhänger wissen, dass es trotzdem ein ausgewogenes Essverhalten benötigt und Fette und Fleisch nicht ohne Ende gegessen werden dürfen. Das Verbannen bzw. die drastische Reduktion von Kohlehydraten ist aber für mich der Schlüssel zum Glück. Sobald man ausreichend Rezepte ohne Reis, Nudeln und Kartoffeln gefunden hat, kann man sehr abwechslungsreich und genussvoll essen (und zwar nicht nur Salat ;-) ). Um es in Zahlen zu sagen: -10 kg und ich fühle mich rundum wohl :-) Viele Grüße Das Huskyauge
 
Na mal sehen ob die Redaktion endlich mal mein Kommentar durchlässt. Ich frage mich schon ob Ihr was gegen mich habt... ;) Feiner Unsinn, korrekt zusammengetragen. Essen ist schön, essen macht Spaß. Einfach mal auf Qualität achten anstatt Quantität. Der Trend tagsüber eher Kohlenhydrate, Abends besser eiweislastig ist glaube ich kein Unsinn. Fasten ist dahingehend Unsinn, dass die eigenen Muskeln verzehrt werden, bevor es an die Fettreserven geht. Ganz harter Weg. Es geht auch viel entspannter!
 
Liebe Leser, liebes Eat-Smarter Team, die Einschätzung, dass Fasten nur noch dicker macht stimmt nicht so ganz. Natürlich reagiert der Körper mit einem JoJo-Effekt, wenn man nach dem Fasten unreflektiert wieder zu "Fressen" anfängt, aber wer verzichtet denn über teilweise Wochen auf Essen, um dann wieder weiter zu machen, wo man vorher war? Ich habe selbst dieses Jahr zum ersten Mal für ingesamt 14 Tage gefasten. Dabei habe ich mich vorher gut eingelesen und auch einen Arzt konsultiert. Fazit war, dass es schwer war und eine Zeit voller schwieriger Entbehrungen, die ich garantiert nicht gemacht hätte, wenn ich es nicht ernst nehmen würde mit meinem Gewicht. Ich habe viel über Ernährung gelernt in dieser Zeit, weil ich besonders Bücher gelesen habe, die einmal über das aufklären, was unsere Nahrungsmittel, die uns die Industrie so auftischt, so drin ist. Das Ende des Fastens habe ich dazu genutzt die neuen Erkenntnisse umzusetzen und meinen Körper wieder LANGSAM an Nahrung zu gewöhnen. D.h. konkret, dass ich mit 400 kcal mit dem Abfasten begonnen habe und mich Tag für Tag an 100 weitere kcal in der Gesamtbilanz herangewagt. Bis ich bei meinem gewohnten Wert von 1600 kcal am Tag (ich sitze hauptsächlich und treibe nur am Wochenende Sport) angelangt bin. Während des Abfastens habe ich weder Fleisch noch Fisch gegessen, um meine Verdauung nicht zu überfordern, die erst wieder angeregt werden musste. Heute, ca. 2 Monate nach dem letzten Fastentag, wiege ich sogar ein paar 100 g weniger als am letzten Fastentag (1. Fastentag 71 kg, 14. Fastentag 65,5 kg, heute 65,2 kg). Ich kann entsprechend keinen JoJo-Effekt verzeichnen. Ich esse keine Lebenmittel mehr, dessen Inhaltstoffe nicht in der Natur vorkommen bzw. solche die bis zum Abwinken von der Lebenmittelindustrie bearbeitet worden. Ab und zu gibt es ein Stück kuchen, also auch kein Totalverzicht. Also man kann nicht alles nur schwarz und weiß sehen. Ganz falsch ist eure Annahme nicht, aber Fasten ist eben mehr als nur "Hungern"! Herzlichste Grüße und vielen Dank für all eure fantastischen Rezepte, die mir den neuen Koch-Alltag versüßen! Nadine