Milch-Diät - Wie sinnvoll ist sie? | EAT SMARTER
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Leichter abnehmen

Wie sinnvoll ist die Milch-Diät?

Viele Leute schwören auf die Milch-Diät. Viele Leute schwören auf die Milch-Diät.

Milch macht müde Männer munter – so zumindest heißt es im Volksmund. Darüber hinaus existieren zahlreiche Mythen und Theorien um das Kalzium-haltige Getränk. Manch einer versucht mit Hilfe einer Milch-Diät sogar abzunehmen. Eine kluge Idee? EAT SMARTER klärt auf.

Sie schmeckt längst nicht jedem. Und doch gehört sie zu jenen Produkten, die aus dem Kühlschrank kaum wegzudenken sind. Milch stellt ohne jeden Zweifel einen wichtigen Kalzium-Lieferanten dar. Für viele Menschen ist das Getränk allerdings auch ein probates Mittel, um unliebsame Pfunde zu verlieren. Wie das angesichts der fettigen und kalorienhaltigen Eigenschaften der Milch funktionieren soll? Diese Frage haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Wissenschaftler gestellt und die sogenannte Milch-Diät unter die Lupe genommen.

Viele Experten sind von der Milch-Diät überzeugt

Das Ergebnis verschiedener, internationaler Studien lautet: Einige Inhaltsstoffe der Milch scheinen während einer Diät tatsächlich beim Abnehmen zu helfen. Laut einer irischen Studie konnten Erwachsene, die rund zwei Gläser Vollmilch am Tag konsumierten, dadurch viel Kalzium zu sich genommen hatten und nach sechs Monaten hohe Vitamin-D-Werte im Blut aufwiesen, innerhalb von zwei Jahren deutlich mehr abnehmen als Studienteilnehmer, die weder Milch noch Milchprodukte zu sich nahmen.

Milch-Diät: Kalzium und Vitamin D sind entscheidend für den Erfolg

Ähnliche Erkenntnisse liefert eine wissenschaftliche Untersuchung in den USA. Forscher des Ernährungsinstituts an der University of Tennessee fanden heraus, dass Kalzium den Fettabbau in den Zellen unterstützt und die Zellen daran hindert, Fett zu speichern. Je mehr Kalzium sich in einer Fettzelle befinde, so die These der Wissenschaftler, umso aktiver verbrenne die Zelle das Fett und unterstütze die Gewichtsreduktion.

Probanden der Milch-Diät verloren binnen 24 Wochen 11 kg

Die übergewichtigen Probanden der Studie, die die energiereduzierte Milch-Diät testeten, nahmen täglich rund drei bis vier Portionen an Milchprodukten zu sich. Binnen 24 Wochen verloren die Milch-Diät-Probanden durchschnittlich rund 11 Kilogramm – wesentlich mehr als die Testpersonen in Vergleichsgruppen, die eine allgemeine Standarddiät (6,6 kg) bzw. eine Supplementierungs-Diät mit einem Kalziumpräperat (8,6 kg) ausprobierten.

Die Milch-Diät hilft dabei, Fett zu verbrennen

Die Erklärung der US-Forscher für das Studienergebnis basierte abermals auf den für die Gewichtsreduktion entscheidenden Milch-Inhaltsstoffen Kalzium und Vitamin D: Das Kalzium sorge für einen Anstieg der Körperwärme, und die sogenannte Thermogenese kurbele den Stoffwechsel an und veranlasse den Körper dazu, Fett zu verbrennen, so die Wissenschaftler um Dr. Michael Zemel.

Milchtrinker sind schlanker als Abstinenzler des Getränks

Epidemiologische Studien in verschiedenen Ländern mit über 1000 Teilnehmern haben darüber hinaus gezeigt, dass Milchtrinker schlanker sind als Milchabstinenzler – und das unabhängig vom Fettgehalt der Milch.

Die Milch-Diät fungiert vor allem unterstützend

Für Fans der Milch-Diät bedeutet dies, dass sie täglich mindestens zwei Gläser des weißen Getränks zu sich nehmen und darüber hinaus kalorienbewusst essen sollten: wenig Kohlenhydrate, dafür reichlich Obst und Gemüse sowie Eiweiß – kombiniert mit verschiedenen Milchprodukten. Wer zudem auch noch Sport treibt und sich genügend bewegt, scheint hervorragende Voraussetzungen für eine effektive Gewichtsabnahme zu schaffen. (jad)

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Die Fettpolster am Körper wachsen manchmal schneller als uns lieb ist. Es gibt nur ein Mittel, um die überschüssige Energie wieder los zu werden: Mehr Bewegung.
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Gelten diese Zusammenhänge nur für die Milch oder auch für Milchprodukte wie Quark oder Käse, die ja mehr Eiweiß, dafür aber weniger Kohlenhydrate enthalten. Oder erhöht der höhere Salz- und Phosphorgehalt die Calciumausscheidung, wie behauptet wird?
 
Hallo erstmal, ich weiß jetzt gar nicht ob Sie es wussten, aber: Der Kalziumanteil in der Milch ist nicht abhängig vom Fettgehalt. Eine Buttermilch mit weniger als 1% Fett hat 109 mg Kalzium pro 100ml, 1,5%ige Milch ca.120 mg. Dagegen hat Käse, je magerer er ist, umso mehr Kalzium. 100g Käse enthalten über 1000 mg Kalzium. Da muss man also schon einen Liter Milch trinken, allerdings nimmt man mit dem Käse wieder Fett zu sich, das jedoch durch das Milchkalzium an der Einlagerung behindert wird. Die Probanden erhielten 1500 mg Kalzium pro Tag. Wichtig für jemanden, der Gewicht und somit Fett reduzieren möchte, ist erst einmal die Aussage, dass Milchkalzium die Diät unterstützt. Besser als Kalzium aus Mineralwasser, Gemüse oder Fleisch. Dann besagt die Studie, dass das Milchkalzium den Fettabbau, vornehmlich um die Hüften, unterstützt. Die Probanden ohne Kalziumzufuhr verloren 0,63cm und die mit Milchkalziumzufuhr 3,8cm um die Hüften. Die Harvard Universität hat tatsächlich eine Studie mit über 78000 Testpersonen veröffentlicht, in der gezeigt wurde, dass die Knochendichte, trotz regelmäßiger Einnahme von Milchprodukten nicht zunahm und in Ländern, in denen wenig bis keine Milchprodukte verzehrt werden, war die Osteoporosehäufigkeit eher geringer. Fachleute sind sich darüber einig, dass dies an der Aufnahmefähigkeit des Körpers liegt, Kalzium in den Knochen zu bringen. Vitamin D spielt hier eine wichtige Rolle und das benötigte Tageslicht. Da wir immer mehr zu Stubenhockern werden, Sport oft nur vor dem Fernseher stattfindet, kann unser Körper in der Hinsicht offensichtlich wenig mit der angebotenen Menge an Kalzium etwas anfangen. Also wäre die beste Diät eine solche, in der viel Mineralwasser, Obst, Gemüse, Reis und mäßig Geflügelfleisch vorhanden wäre. Über den Tag verteilt 1/2 -1 Liter Buttermilch oder fettarme Milch portionsweise trinken, noch besser wäre Molke. Und wenigstens 1 mal am Tag oder wenigstens 3 mal pro Woche, 30-60 min. leichten Ausdauersport an der frischen Luft. Und das wäre eine Diät, die eigentlich schon eine normale Ernährung darstellen würde, wie sie für uns Menschen auch gesund wäre. Aber das wird von Ernährungwissenschaftlern schon lange gefordert. McDonalds & Co. haben Milliardenumsätze gemacht. Drei mal am Tag Fastfood zu konsumieren und dann zu glauben, man müsste nur etwas spezielles essen oder trinken und würde die Kalorien schnell wieder loswerden; das funktioniert so halt nicht.
 
Das Thema Übersäuerung ist Quatsch. Unser Körpergleicht den PH-Wert u.A. über das Blut, die Lunge und die Nieren ständig an... Ich lass mir den Milchgenuss nicht verderben :)
 
So ein Schmarrn! Habe Ihr wieder zu große Milchseen, die abgebaut werden sollen? Die meisten Leser haben es Gott sei Dank schon begriffen. Als Ergänzung noch: Milch übersäuert unseren Organismus und was über dieses geschieht - einfach mal recherchieren! Lasst Euch bloß nicht so einen Blödsinn erzählen!!!
 
Komisch, ich habe 15 kg abgenommen, seitdem ich keine Kuhmuttermilch mehr trinke?! Das ist ja eine komische Studie!!!

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