Die nervigsten Diät-Typen der Welt | EAT SMARTER
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Die nervigsten Diät-Typen der WeltDurchschnittliche Bewertung: 3156

Heimlich-Esser, Salat-Knabberer & Co.

Die nervigsten Diät-Typen der Welt

Sie wissen alles besser, zählen für uns die Kalorien mit oder nehmen uns den Spaß am guten Essen, weil sie nur an einem Salat-Blatt knabbern. Nervige Diät-Typen gibt es viele. EAT SMARTER verrät ihre Macken und sagt, wie Sie Besser-Essern und Futterneidern erfolgreich den Kampf ansagen.

Der Kalorienzähler

Der Kalorien-Zähler isst nichts einfach so. Jede Packung wird inspiziert, jede Praline dreimal hin und her gewendet bevor sie im Mund landet, jeder Koch nach Zutaten gefragt („Ist da Sahne in der Sauce?“). Während andere schon mit dem Essen fertig sind, überschlägt der Kalorien-Zähler noch den Energiegehalt der Mahlzeit, rechnet sie auf den Tag hoch, überlegt, ob er es heute noch ins Fitnessstudio schafft und was er gestern eigentlich so gegessen hat. Ganz nebenbei schafft er es noch, seine Mitmenschen darauf hinzuweisen, dass „der Bagel da locker 900 Kalorien hat“ und „Käse ja eigentlich viel dicker macht als Wurst.“
Gegen-Strategie: Der Kalorienzähler ist anstrengend. Er referiert ungefragt und macht uns ein schlechtes Gewissen. Da hilft nur: Ohren auf Durchzug. Oder die Antwort: „Sag mal, hast Du eigentlich zugenommen?“

Der Salat-Knabberer

„Ach, ich bin gar nicht soooo hungrig, ich nehme nur einen Salat!“ sagen sie gern. Die Salat-Knabberer können beim gemeinsamen Essen so manchem Gourmet gründlich den Spaß am Genuss verderben. Selbst im besten Restaurant springen sie nicht über ihren Kalorienschatten und ziehen Grünzeug („Als Dressing bitte nur etwas Essig und Öl!“) dem Beef Wellington vor. Zum Dessert gibt es einen Espresso. Die Variation französischer Käsesorten klingt zwar verlockend, genau so die Schoko-Tarte mit Mandel-Creme. Aber: „Ich vertrage Süßes einfach nicht so gut!“
Gegen-Strategie: Der Salat-Knabberer ist schnell durchschaut. Er achtet penibel auf Kalorien, gönnt sich selbst nichts und ergötzt sich stattdessen daran, was andere um ihn herum verputzen. Unsere Empfehlung: Einfach ignorieren und erst Recht genießen.

Der Diät-Missionar

Der Diät-Missionar ist nicht etwa Ernährungsexperte oder Fitnesstrainer. Aber er tut so und bombardiert ungefragt sein gesamtes Umfeld mit den neusten Trend-Tipps in Sachen Ernährung. Erst macht er die Atkins-Diät und erspart sich „diese furchtbar bösen Kohlenhydrate“, ein paar Wochen später sind für ihn Protein-Shakes das Nonplusultra und wieder einen Monat später hört er schon mittags auf zu essen, um seinen „Körper zu reinigen und den Stoffwechsel mal so richtig zu pushen“. Der Diät-Missionar macht alles mit und ändert ständig seine Meinung. Sein Problem: Er merkt, dass diese Crash-Diäten nichts bringen, sein größter Feind ist der Jojo-Effekt. Deshalb such er Mitstreiter, mit denen er sich nach dem Scheitern der Diät gemeinsam ärgern kann.
Gegen-Strategie: Zuhören, bewundernd nicken, versprechen, sich darüber auch mal genauer zu informieren, umdrehen, weggehen.

Der Futterneider

Der Futterneider ist auf Dauer-Diät und versäumt keine Gelegenheit, Freunde, Familie und Kollegen darüber zu informieren. Fragt man ihn, ob er auch eine Portion Spaghetti möchte, lautet die Antwort: „Du, ist lieb, aber ich will gerade abnehmen.“ Selbst Schuld, denkt sich der Pasta-Fan und kocht nur eine Portion. Während er isst, rutscht der Futterneider immer mehr in Tellernähe. Der Pasta-Fan guckt verdutzt, der Futterneider tut, als wäre nichts. „Darf ich mal probieren?“ platzt es dann aus ihm heraus und prompt hat er die Gabel in der Hand und die Nudeln im Mund, guckt verzückt und man merkt: er will mehr. Am Ende sitzt der Futterneider mit dem Teller vor sich am Tisch und man selbst schmiert sich ein Käsebrot.
Gegen-Strategie: Wer seine Pappenheimer kennt, kocht vorsichtshalber von vornherein eine Portion mit und alle sind am Ende satt und glücklich.

Der Besser-Esser

„Dir ist schon klar, was Du da gerade isst?“ Wenn Sie diesen Satz hören, haben Sie es mit einem Besser-Esser zu tun. Der Besser-Esser ist frustriert, denn er weiß zu viel. Über künstliche Aromen, Geschmacksverstärker und den emotionalen Zustand von Tieren in konventionellen Schlachtbetrieben. Bei seinen Recherchen ist ihm der Spaß am Essen gründlich vergangen. Und seinen Frust lässt er gern an denen aus, die das noch können, was er längst verlernt hat: genießen.
Gegen-Strategie: Seien Sie verständnisvoll aber bestimmt. Machen Sie dem Besser-Esser klar: Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern auch eine mitunter ganz schön leckere Grauzone.

Der Heimlich-Esser

Der Heimlich-Esser ist ein besonders cleverer Zeitgenosse. Gern weiht er Familie und Freunde in seine Pläne zur Ernährungsumstellung ein. Jeder weiß bescheid – jeder kann ihn kontrollieren. Der Heimlich-Esser erlaubt sich keine Fehler und zieht beim Familien-Essen auch tatsächlich durch, was er vorher versprochen hat. Die Kleinen essen Pizza – für Mama gibt es eine gedämpfte Gemüsepfanne. Lecker! Allerdings hat der Heimlich-Esser ein Problem: Er ist relativ undiszipliniert und liebt Essen. Schaut niemand mehr hin, findet man ihn später am Herd, wo er heimlich aus den offenen Töpfen nascht...
Gegen-Strategie: Entweder so tun, als wäre nichts und dem Heimlich-Esser seinen Erfolg gönnen. Oder beim nächsten Essen einen kleinen Zettel im Topf hinterlassen „Lügner kriegen dicke Beine ☺!“
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Find die Aufzählung sehr gelungen und muss gestehen, dass ich mich sogar in den meisten Typen wiedererkenne...^^ Der Autor/in ist ein echtes Genie!
 
Und welche Art von Diät bzw. Ernährungsumstellung sollte man dann durchführen, wenn eigentlich alles nervt?! Sind ja nun mal leider nicht alle mit einem schönen, schlanken Körper gesegnet... solche Art von Artikeln sind doch der letzte Schrott!!
 
Meiner Meinung nach sind Frauen mit Salat-Knabberer-Gen die ALLERSCHLIMMSTEN. Es geht doch nichts über Menschen, mit einem gesunden Appetit. :-)
 
Der Besserwisser nervt am meisten - boah, wie ich solche Typen (meisten Mädels) hasse!
 
Ihr habt noch einen vergessen: den Angeber - der nervt mit seinem Erfolg am meisten! ;)