Clever Fasten | EAT SMARTER
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Der Profi-Coach
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20. Februar 2015

Clever Fasten

Clever fasten

Nun ist die Faschingszeit auch schon wieder vorbei, die Schokoosterhasen stehen in den Regalen bereit – und viele von uns beginnen nun bis Ostern zu fasten.

Ich selbst verzichte seit vielen Jahren in dieser Zeit für einige Wochen, manchmal länger, manchmal kürzer, auf Alkohol, Zucker und Weißmehl. In einer kürzlich veröffentlichten Studie stellte sich heraus, dass von allen Personen, die nach Fasching fasten, die Mehrheit für eine Weile auf Alkohol verzichtet, dicht gefolgt vom Verzicht auf Süßes und Fleisch und immer mehr Menschen entscheiden sich, für eine Weile vegan zu leben.

Es gibt viele Gründe fürs Fasten. Vielleicht sehnen Sie sich einfach nach einer Erneuerung für Körper und Seele. Oder Sie haben seit Weihnachten zugenommen. Vielleicht fühlen Sie sich schlapp oder Sie entschließen sich aus spirituellen Gründen für einer Fastenkur. Warum auch immer Sie vorhaben, zu fasten, hier sind ein paar Tipps, die es Ihnen leichter machen werden, durchzuhalten:

1) Bereiten Sie sich mental vor

Bevor Sie anfangen, überlegen Sie, warum Sie fasten wollen. Was wollen Sie erreichen? Es ist wichtig, dass Sie Ihren Geist entsprechend ausgerichtet haben, sonst werden Sie bald wieder aufgeben.

2) Legen Sie sich die entsprechenden Vorräte zu bzw. sortieren Sie aus, was ab jetzt für eine Weile tabu ist

Kaufen Sie alles ein, was Sie brauchen, bevor Sie loslegen. Wenn Sie am ersten Tag nicht alles beisammen haben, was Sie brauchen, ist die Versuchung groß, etwas anderes zu essen. Wenn Sie z.B. auf Süßes verzichten wollen, verschenken Sie am Besten alles, was noch an Vorräten da ist.

3) Trinken Sie Wasser

Trinken Sie mindestens drei Liter hochwertiges, stilles Wasser jeden Tag während Ihrer Fastenzeit, um den Körper dabei zu unterstützen, Schlacken und Giftstoffe, auszuschwemmen. Es wird Ihnen auch helfen, Ihr Energielevel zu halten. Zu wenig Flüssigkeit kann dazu führen, dass Sie sich müde und hungrig fühlen.

4) Gehen Sie es leicht an

Mäßige Bewegung wie z.B. Nordic Walking tut gut, aber übertreiben Sie es nicht. Während einer Fastenkur verrichtet Ihr Körper Schwerstarbeit, um Giftstoffe loszuwerden und um Ihre Vitalität wieder herzustellen. Während all diese wichtige Vorgänge in Ihrem Körper vorgehen, sollten Sie ihm die Ruhe gönnen, die er braucht. Machen Sie mehr Pausen. Vermeiden Sie anstrengende Arbeiten. Gehen Sie viel spazieren und sorgen Sie dafür, dass Sie viel frische Luft und Sonne abbekommen. Gehen Sie früh ins Bett, denn während wir schlafen, werden stark heilende Hormone ausgeschüttet. Vielleicht mögen Sie vorher noch ein entspannendes Bad nehmen, ein gutes Buch lesen oder schöne Musik hören.

5) Machen Sie sich Ihren ganz persönlichen Plan

Viele Menschen denken, fasten bedeutet, dass man nur noch Wasser trinken darf. Manchmal nimmt das sogar höchst bedenkliche Ausmaße an, wenn sie nach biblischem Vorbild weder essen noch trinken! Das ist absolut nicht empfehlenswert, im Gegenteil, dadurch können Sie richtig krank werden. Deshalb, wie bereits eingangs erwähnt, gibt es viele Möglichkeiten zu fasten, indem Sie einfach eine Weile verzichten – nichts anderes bedeutet es – und zwar auf das, was für Sie ganz persönlich und individuell am meisten Sinn ergibt.

Wenn Sie eine reine Wasserfastenkur machen möchten, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt. Wenn Sie eine Saftkur planen, sollten Sie darauf achten, den Schwerpunkt auf Gemüsesäfte zu legen, da Obstsäfte zu viel (Frucht-)Zucker haben, dieser beeinflusst Ihren Blutzuckerspiegel auf negative Weise und kann Sie müde machen. Darüber hinaus eignen sich hier sehr gut das derzeit so beliebte Kokoswasser und natürlich Kräutertees in allen Varianten. Wenn Sie eine Weile vegan leben wollen, überlegen Sie, ob und wie das mit Ihrer Familie kompatibel ist und wie Sie vorgehen möchten, wenn Sie z.B. eingeladen werden.

6) Stellen Sie es clever an

Vielleicht sind Sie derzeit in einem Zustand, in dem eine Wasser- oder Saftkur nicht sinnvoll ist. Holen Sie sich medizinischen Rat – aber bedenken Sie, dass nicht jeder Arzt ein Fasten- oder Ernährungsexperte ist. Auch sollten Sie genau überprüfen, was für Sie passend ist, wenn Sie Medikamente nehmen, wenn Sie schwanger sind oder derzeit stillen, wenn Sie Untergewicht haben oder in irgendeiner Form gesundheitlich beeinträchtigt. Eine Gemüsesaftkur kann zum Beispiel den Blutdruck ganz schnell senken – das kann für den einen gut sein, für den anderen weniger. Kinder sollten übrigens gar nicht fasten und ältere Menschen nur nach sorgfältigem Abwägen.

7) Legen Sie fest, wie lange die Fastenkur gehen soll.

Von drei Tagen bis zu vier Wochen, je nachdem, macht alles Sinn, was für Sie Sinn macht. Nehmen wir an, Sie haben sich entschieden für eine Weile auf Alkohol und Fleisch zu verzichten, dann könnten Sie das durchaus sogar bis Ostern durchhalten. Eine Saftkur würde sich für ein verlängertes Wochenende eignen. Oder Sie verzichten für die nächsten vier Wochen auf Süßes.

8) Achten Sie auf die Zeichen

Wenn Ihr Körper Giftstoffe los wird, kann es sein, dass Sie das in Form von Müdigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit oder schlechtem Atem (dagegen hilft übrigens das Kauen von Petersilie) spüren. Dies sind allesamt gute Zeichen, die anzeigen, dass Ihr Körper alles ausschwemmt, was Sie ansonsten krank machen könnte. Hören Sie mit dem Fasten nicht auf, wenn Sie diese Symptome an sich feststellen, sie sollten sich bald bessern.

9) Meditieren Sie

Beim Fasten kommen Sie sich selbst näher. Das können Sie mit kleinen Meditationen unterstützen. Es gibt zahlreiche geführte Mediationen im Web, oder vielleicht mögen Sie sich einfach nur einmal am Tag für kurze Zeit an einen schönen Ort zurückziehen, wo Sie ungestört sind und in sich hineinhören.

10) Beenden Sie es sanft

Die Art und Weise wie Sie Ihre Fastenzeit beenden ist fast so wichtig wie Sie sie begonnen haben. Je nachdem wie Sie gefastet haben, nehmen Sie das, worauf Sie verzichtet haben erst in kleinen Dosen wieder zu sich. Seien Sie achtsam, um nicht Magenkrämpfe oder Schlimmeres zu bekommen. Ich habe einmal nach einer relativ langen Fastenzeit festgestellt, dass mir Süßes überhaupt nicht mehr geschmeckt hat und ich den Geschmack als sehr künstlich empfunden habe. Es kann also auch sein, dass sich Ihr Geschmacksempfinden verändert bzw. sensibilisiert wird – stellen Sie sich auf schöne Veränderungen ein!

Ob Sie nun aber derzeit fasten oder nicht - in jedem Fall wünsche ich Ihnen, dass Sie sich wohlfühlen!

Herzlichst,

Ihr Uwe Pettenberg

Mehr Möglichkeiten, um sich noch wohler zu fühlen finden Sie hier:

www.ichselbstag.de

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