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Der Profi-Coach
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12. Dezember 2014

Folgen Sie Ihrem Herzen

Herz

Der Weg in die eigene Kraft ist ein Weg des immerwährenden Lernens. Denn das Leben ist eine Geschichte mit offenem Ausgang.

Es geht in unserem Leben nicht darum, einen Zustand zu erreichen, in dem wir alles unter Kontrolle erhalten. Unser Ziel sollte es vielmehr sein, in einem gesunden Wachstumsprozess zu bleiben. Es geht alleine um das Tun und nicht um das besonders gute Tun. Wer sich nicht die Zeit nimmt, diesen Wachstumsprozess anzunehmen, zu durchleben und damit bereit ist seine eigene „Lebenssoftware“ zu überprüfen, läuft Gefahr den für uns Menschen so wichtigen Kontakt in der Begegnung mit anderen zu verlieren.

Ich möchte Sie deshalb an dieser Stelle bitten, dass Sie nicht nur Informationen sammeln, um Ihre eigene Wahrheit oder die Wahrheit über die anderen zu bestätigen, sondern auch Lust zur eigenen Veränderung annehmen. Denn wir neigen dazu, unser Bewusstsein mit Informationen zu füttern damit wir das bestätigen können, was wir bestätigt wissen wollen, um Recht zu haben. Wenn Sie es quasi nur mir überlassen, diese Zeilen zu schreiben und sich nicht wirklich auf eine oder mehrere meiner gemachten Erfahrungen einlassen wollen, dann geben Sie die Verantwortung nach wie vor an andere ab und produzieren weiterhin Gedanken der Ohnmacht. Das führt Sie weiterhin in eine Endlosschleife der Abhängigkeit und der Unzufriedenheit.

Spielerisch Ordnung schaffen

Heute möchte ich Ihnen „Arbeitsideen“ anbieten, mit denen Sie die Möglichkeit haben, Ordnung in Ihr System zu bringen und gewissermaßen einen Hausputz ihrer Seele vorzunehmen. Sie können nun neue Positionen beziehen und sie in einen für Sie persönlichen Wohl-Stand versetzen, ähnlich wie bei einer Fußballmannschaft: Dort ist es von großer Tragweite, dass jeder Spieler weiß, welche Position er einnimmt und welche Position jeder andere Spieler hat, damit man gemeinsam erfolgreich wirken kann.

Zufriedenheit ist also eine bewusste Entscheidung im Miteinander. Eine Ent-Scheidung von früheren Dingen und alten Glaubenssätzen. Sie wird nicht durch plattes „Wunsch-Erfüllungsdenken“ erreicht, sondern ist erst einmal eine geistige Haltung, die dann den Seelenfrieden durch neue Seelenbilder schafft. Wichtig zu verstehen ist auch, dass nicht immer alles in Gänze „verstanden“ werden muss. Begreifen wir das Leben als Wandel und akzeptieren auch negative Gefühle, die oftmals erst die Voraussetzung für unser Glück schaffen, bekommt unser Leben Stabilität.

Zu begreifen, dass unser Verhalten von der Konsequenz bestimmt wird und die zu erwartende Konsequenz eng verbunden ist mit unserer geprägten Lebenseinstellung, ist dabei der erste große Schritt. Denn diese Einstellung ist letztlich die Quelle unserer Gedanken, und die Gedanken, die wir uns in Verbindung mit unseren Mitmenschen machen, erzeugen bestimmte Gefühle in uns.

Heute sind Sie erwachsen und können frei entscheiden

Als erwachsener Mensch können Sie heute ganz bewusst entscheiden, ob Sie sich für Ihre „zweite Entbindung“ entscheiden oder weiterhin in der „Verpflichtung“ der ersten Entbindung verharren wollen. Was ist damit gemeint? Als Sie auf die Welt kamen, wurden Sie von Ihrer Mutter entbunden. Das war Ihre erste Entbindung. Heute, als erwachsener Mensch, können Sie frei entscheiden, ob Sie sich aus den alten Verstrickungen und Mustern lösen wollen und unabhängig von den Glaubenssätzen Ihrer Mutter, Ihres Vaters, Ihre eigenen Überzeugungen, Ihr eigenes Leben, leben wollen.

Dieser Entschluss setzt natürlich voraus, dass Sie die komfortablen Ge-wohn-heiten, in denen Sie bereits wohnen, auch verlassen! Denn unsere geschaffenen Komfortzonen fühlen sich erst einmal sehr vertraut und sicher an. Der Druck des Handelns ist weit weg und wir vermeiden in dieser Zone auch Schmerz und Anstrengung und umgehen die Angst vor Unsicherheit. Grundsätzlich ist die Komfortzone behaglich, wenn man sie immer wieder einmal ganz bewusst aufsucht. Sie wird nur dann zum Problem, wenn wir aus Bequemlichkeit notwendiges Handeln unterlassen.

Wie zielstrebig und konsequent Sie diese Zone verlassen, hängt nicht zuletzt auch von der Ausprägung Ihres eigenen Energiemusters ab (die ich in den vergangenen Blogs beschrieben habe). Doch für uns alle gilt: Wenn wir etwas Neues dazu gewinnen wollen, müssen wir Risiken eingehen die sich möglicherweise in unangenehmen Gefühlen bis zu Schmerz äußern können. Das Bewusstwerden über genau diese Tatsache, ist bereits die erste Hürde, die Sie ganz unbewusst nehmen, wenn Sie jetzt darüber Klarheit gewonnen haben.

Wenn Sie Ihre Komfortzone verlassen werden Sie vom „Opfer“ zum „Täter“

Ich komme ursprünglich aus der Werbung und ich habe dort gelernt, es dem Konsumenten so leicht wie möglich zu machen. Dies war der Erfolg für meine Kunden und somit für uns als Werbeagentur. Doch die Mentalität, nichts tun zu müssen, weil alles selbstverständlich ohne Anstrengung geht, verleitet uns eben dazu, in unserer Komfortzone zu verharren: Das „Schlank im Schlaf!“, „Wir machen alles für Sie!“ – Schlaraffenland ist nur Illusion und gaukelt uns vor, nichts tun zu müssen! Und weil wir auch heute nahezu alles haben können, aber erst morgen bezahlen müssen und dies auch noch zu 0,0 Prozent Zinsen, werden wir in der Komfortzone weiterhin gewogen, aber eigentlich ordentlich verschaukelt. Denn der Preis ist nicht heiß sondern hoch: Wir werden träger und träger und warten ab, ob nicht doch jemand vorbeikommt, der uns diesmal hilft. Doch was uns bei materiellen Dingen manches Mal befriedigen mag, lässt unsere Seele kalt!

So scheint uns dann auch der Schmerz der Veränderung innerhalb unserer Komfortzone mit zunehmendem Verlauf unseres Lebens immer unerträglicher. Doch wenn wir beginnen uns langsam darüber klar zu werden, was wir überhaupt wollen, um zu erkennen, auf was ich eventuell verzichten muss, gehe ich ganz automatisch auf den Schmerz zu – und damit nimmt er ab.

Soweit die schlechte Nachricht, hier kommt die gute: Wenn Sie sich entscheiden, aus der Komfortzone herauszukommen, setzen Sie jede Menge Tatkraft frei, denn Sie werden zum „Täter“. Damit wird es Ihnen ganz automatisch möglich sein, eine Opferrolle oder Ihre Opferhaltung aufzugeben. Dies ist nicht nur sehr heilsam, sondern auch sehr erbaulich, weil Sie ganz aktiv beginnen, Ihren Ohnmachtsspeicher zu leeren!

Im folgenden stelle ich Ihnen eine Methode vor, die ich Z.E.S.T. nenne. Diese Vorgehensweise beschert meinen Klienten, sowohl im Vier-Augen-Einzel-Training als auch in meinen Seminaren und Kursen größtmögliche Effizienz. Sie ist einfach und dabei sehr wirksam, weil spielerisch: Z wie Ziel, E wie Erlaubnis oder Entbindung, S wie Strategie und T wie Training.

Machen Sie sich also bereit für etwas, dass Ihnen bereits als Kind bekannt war, Sie als Erwachsener aber aufgegeben haben, weil Sie sich zu sehr angestrengt und angepasst haben: Sich etwas zu wünschen (Ziel), an sich selbst glauben (Erlaubnis der Entbindung), Ihrer Lust nachzugehen (Strategie), und es dann einfach zu machen (Training). Und ... wie sieht es aus? Können Sie es schon glauben?

Ziele: Träume mit Termin

Ein Ziel ist ein angestrebter Zustand, der in der Zukunft liegt und gegenüber dem Gegenwärtigen eine erstrebenswerte Veränderung mit sich bringt. Also anders ausgedrückt, Ziele sind Träume mit Termin. Und träumen sollten wir groß, ganz groß! Sprechen wir von einem Ziel in Zuordnung zu den individuellen Energiemustern, sind hier also die fördernden Lebensziele angesprochen, die wir noch nicht integriert haben, uns aber sehr gut stehen würden, weil wir dadurch ein großes Stück vollständiger und unabhängiger werden.

Hinter unseren großen, oftmals scheinbar unerreichbaren Zielen, die in der westlichen Welt meist materiell ausgelegt sind, verbergen sich in der Regel unsere tiefer liegenden und oftmals nicht mehr bekannten Werte,  die wir eigentlich gerne leben würden. Wünschen wir uns das große Segelboot mit dem wir die Welt umsegeln wollen, sehnen wir uns im täglichen Leben möglicherweise nach mehr Unabhängigkeit und Freiheit. Suchen wir den Geschwindigkeitskick bei einem Autorennen, steht vielleicht das Abenteuer und ein endlich spannendes Leben im Fokus. Wünschen wir uns den großen Garten mit vielen Blumen und Bäumen ist es vielleicht die Ruhe, die Bodenständigkeit und der Frieden, den wir suchen.

Grundsätzlich gilt aber, dass Ihre Ziele immer wieder in Augenschein genommen werden und präsent sein sollten. Ich vergleiche dies gerne mit einem Einkaufszettel, den wir zur Hand nehmen können, wenn wir einkaufen gehen. Gehen wir ohne Einkaufszettel los, dann haben wir zu 80 Prozent Waren im Einkaufswagen liegen, die wir nicht benötigen und vielleicht zu 20 Prozent die, die wir tatsächlich brauchen. Mit einem vorgeschriebenen „Einkaufszettel“ als Zielbild ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir überwiegend das im „Einkaufskorb“ haben, was wir wirklich benötigen. So wird jedes Ziel zweimal „gelebt“: Erst als Plan, also auf meinem „Lebens-Einkaufszettel“, der zum Beispiel eine schöne Collage sein könnte, und dann in der Umsetzung.

Wenn wir unsere ganz individuellen Ziele formulieren, ist es wichtig, dass wir ...

... in der Gegenwart formulieren, als wäre das Ziel bereits eingetreten.

... das End-Ergebnis formulieren, nicht den Weg dorthin!

... es positiv ausdrücken.

... uns das aufschreiben, was wir uns wünschen und nicht das, was wir nicht wollen.

Ihr Ziel sollte realistisch und stimmig sein. Beziehen Sie sich selbst in die Aussage mit ein. Beispiel: „Ich lebe frei und erlaube mir ab heute ...!“ Formulieren Sie konkret und knapp. Beziehen Sie Frieden und Dankbarkeit mit ein. Machen Sie sich ihr schriftliches Ziel täglich zugängig und verstecken es nicht! Begeben Sie sich gefühlt in das Wunschbild hinein!

Erlaubnis: Was darf ab jetzt sein?

Laut unserem Duden bedeutet Erlaubnis die Genehmigung, Zustimmung oder Bestätigung, dass jemand etwas tun darf. Eine besondere Bedeutung erlangt diese Erklärung, wenn wir bereit sind, zu akzeptieren, dass nur wir selbst uns die Erlaubnis der Entbindung von alten Mustern und überholten Überzeugungen (die nie unsere eigenen waren!) geben können.  Da wir unsere erste Entbindung, die physische Entbindung von unserer Mutter, unbewusst als Verpflichtung empfinden, fällt uns die Vorstellung, ohne die Erlaubnis anderer glücklich sein zu dürfen, besonders schwer. Wir können uns nicht vorstellen, dass Freiheit ohne Anstrengung und Verpflichtung sein kann.

Vergeben

Diese selbstauferlegte Verpflichtung äußert sich in der Regel dadurch, dass wir viel auf uns nehmen und glauben, vieles für andere „erledigen“ zu müssen. Dadurch belasten wir uns unnötig mit „Fremdmüll“ und leben nicht unseren Herzenswunsch, sondern passen uns an die Lebens-Ideen anderer an. Der erste Schritt, sich von Verpflichtungen zu entbinden, ist daher der Weg der Vergebung. Bitte verstehen Sie mich hier richtig! Ich ermutige Sie nicht, anderen zu vergeben. Der Weg in die Befreiung ist das gefühlte Bewusstsein, sich selbst zu vergeben. Sich selbst zu vergeben für das, was Sie sich ein Leben lang auferlegt und zugemutet haben, um anderen, allen voran Mutter und Vater der Kindheit, zu entsprechen.

Dankbar sein

Nehmen Sie sich doch mal die Zeit, Dinge aus Ihrem Leben aufzuzählen und aufzuschreiben, für die Sie wirklich dankbar sind. Und auch hier sind es wiederum nicht die ganz großen Dinge, die wir täglich für unser Heil glauben suchen zu müssen! Sondern bereits die Tatsache, dass Sie ein Dach über dem Kopf haben, eine nächste Mahlzeit sich problemlos leisten  können und frei sind, darüber zu entscheiden, welche Schritte Sie als nächstes tun werden, unterscheidet Sie von der Mehrzahl anderer Bewohner auf diesem Planeten!

Oder auch gerade bei Krankheiten, also der Abwesenheit von Gesundheit, ist diese Übung von elementarer Wichtigkeit. Sie müssen nichts weiter tun, als ihren Körper zu beobachten und dadurch mit ihm Kontakt aufzunehmen. Atmen Sie tief ein und machen Sie sich bewusst, dass alles ganz automatisch in Ihrem Körper funktioniert. Ihre Lunge atmet, Ihr Herz schlägt, Ihre Leber entgiftet, Ihr Magen verdaut und Ihr Darm zersetzt. All dies und noch viel mehr geschieht in Ihnen, während Sie diese Zeilen lesen: „Danke, lieber Körper!“.

Anerkennen und Lieben

Wir sehnen uns in unserer Kindheit nach Aufmerksamkeit, Wertschätzung, Lob und Liebe. Wir alle glauben unbewusst noch heute, diese Liebe müsse von Mutter und Vater der Kindheit kommen. Welche unermüdlichen Anstrengungen unternehmen wir in unserem Leben, um wahrgenommen zu werden? Wir arbeiten uns kaputt, um gesehen zu werden, helfen anderen, um gehört zu werden, verbiegen uns, um geliebt zu werden...

Aber die Wahrheit ist, Mutter und Vater können heute längst nichts mehr für Sie tun. Die Zeit ist gekommen, wahre Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, Ihre eigene Wahrheiten zu finden, um endlich Ihr eigenes Herz zu öffnen und auf sich selbst zu hören! Schenken Sie sich selbst mehr Aufmerksamkeit, beginnen Sie, sich mehr zu schätzen, sich dafür zu loben, was Sie im Leben bereits für sich erreicht haben. Dann beginnen Sie sich selbst lieben zu lernen, ohne egozentrisch zu werden. Dadurch sind Sie sich und Ihrer Umwelt ein Geschenk!

Lassen Sie es mich noch einmal aus einem anderen Blickwinkel formulieren: Wenn Sie weiterhin den Weg gehen, alles unter den Tisch zu kehren, aber insgeheim Mutter und Vater der Kindheit verurteilen oder gar klein machen, verurteilen Sie sich selbst. Denn es sind nur Ihre eigenen Wurzeln, die Sie schwächen oder eben stärken. Es ist nicht die Schuld von Mutter und Vater und es auch nicht Ihre Schuld, denn damals konnten sie nicht anders handeln. Heute haben sie die Wahlfreiheit, sich zu entscheiden, weiterhin Opfer der Umstände zu bleiben oder die Veränderung tatkräftig anzutreiben.

Wenn Sie an dieser Stelle Unterstützung suchen, um sich diesem Thema intensiv zu nähern, empfehle ich Ihnen meine Meditations-CD der Reise zu Mutter und Vater der Kindheit. Es ist leichter, geführt und angeleitet zu werden, wenn wir die Bedienungsanleitung für unser Leben endlich selbst umschreiben.

Strategie: Was ist die neue Idee? Der neue Leitgedanke?

Nun geht es darum, alte Gewohnheiten, in denen wir zu „wohnen“ begonnen haben, zu verändern. Ähnlich einem guten Marketing-Konzept muss ein tragfähiger Leitgedanke da sein, für den es sich zu „arbeiten“ lohnt.

Eine neue Strategie, ein neuer Leitgedanke könnte sei:

„Mutter, Vater ich lasse es jetzt bei Euch. Ich stehe nicht mehr zur Verfügung.“

„Ich habe es gut gemacht. Die Welt bewegt sich jetzt von alleine.“

„Es ist etwas Gutes daraus geworden. Ich bin einer von Euch.“

Training: Wie bleibe ich am Ball?

Nun gilt es, die neue Strategie umzusetzen und das neue Ziel in Ihr Leben zu integrieren. Am besten Sie führen ein kleines Trainingstagebuch, in dem Sie Ihre Erfahrungen niederschreiben. Wichtig dabei wird sein, mehr darüber zu erfahren, wie treu Sie Ihrem neuen Selbst bleiben oder wie weit Sie sich wieder Ihren Kindheitsmustern anpassen. Notieren Sie Ihre ehrlichen Empfindungen, um Ihre eigene Wahrnehmung zu schulen. Lassen Sie zu, wirklich neue Erfahrungen zu machen und sich ganz bewusst aus Ihrer eigenen Komfortzone zu bewegen.

Aufgrund unserer überragenden Intelligenz glauben wir oft von uns, wir müssten nur einfach etwas entscheiden, dann würde es sich schon von selbst umsetzen. Dass dem nicht so ist, erfahren wir jährlich wiederkehrend zur Jahreswende. Viele Menschen nehmen sich gerade zum Jahreswechsel vor, das eine oder andere zu verändern. In vielen Fällen schwören sich Raucher das Rauchen aufzuhören oder Übergewichtige mehr Sport zu treiben, eine Diät zu beginnen und so weiter. Und wir alle wissen, wie es in der Regel abläuft.

Denn unser Limbisches System, es ist der Teil in unserem Gehirn, der unter anderem für die Verarbeitung von Emotionen und unserem Triebverhalten steht, aber auch für die Ausschüttung von Endorphinen, bestimmt viel entscheidender darüber, was wir wirklich tun und lassen, als wir glauben. Es möchte uns die Sicherheit des Überlebens vermitteln und wiederholt deshalb Strategien und Trainingseinheiten, die zwar funktionieren, uns aber nicht unbedingt gut tun. Da jede Veränderung potentiell auch eine Gefahr der Unsicherheit in sich birgt, finden wir immer wieder gute Gründe, etwas nicht zu tun.

Ich stelle Ihnen nun eine Übung vor, die allen Energiemustern gut tut, die ich den vorigen Blogs beschrieben habe. Viele weitere (Trainings-) Übungen, individuell passend für jedes Energiemuster, finden Sie in meinem Buch „Ihr macht mich alle krank!“

Übung: Finden Sie einen Mentor

Suchen Sie sich einen Menschen, der genau das hat, was Sie gerne hätten, der genau so ist, wie Sie es gerne wären. Das könnte jemand sein, dem es besonders leicht fällt, mit Menschen umzugehen und sich in andere hineinzuversetzen. Oder jemand, der besonders gut Gefühle leben kann, diese auch anspricht und ihnen vertraut. Es könnte auch jemand sein, der mühelos seine sich gesetzten Ziele angeht, dabei ganz auf sich hört und sie dann konsequent umsetzt. Treffen Sie sich mit dieser Person und interviewen Sie sie eine Stunde lang, wie sie das macht. Dabei schreiben Sie nur mit, und später übertragen Sie das Gehörte auf Ihre Person und wählen aus, wie Sie selbst Ihre Ziele von nun an angehen.

Mit den heute ausgeführten Vorgehensweisen können Sie das Vertrauen in Ihr Leben intensivieren. Denn wenn Sie endlich das tun, was Sie sich wirklich wünschen und was Sie wirklich lieben, folgen Sie Ihrem Herzen. Und dies ist das größte Geschenk, das Sie sich und anderen machen können!

Ihr Uwe Pettenberg

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