Lass es Liebe sein | EAT SMARTER
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Der Profi-Coach
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26. Dezember 2014

Lass es Liebe sein

Die richtige Entscheidung zu treffen, ist nicht immer einfach. © Marco2811 Die richtige Entscheidung zu treffen, ist nicht immer einfach. © Marco2811

Der Wunsch, Kind zu sein und zu bleiben, begleitet uns Menschen ein Leben lang. Im Geschäftsleben haben die Modelle Erfolg, die sich spielerisch umsetzen lassen, die Spaß versprechen. Und die leicht verständlich sind. In der Politik finden Machtspiele statt, die an Szenen im Sandkasten erinnern. Im Privatleben haben die Beziehungen Erfolg, die Mutter-, Vater- und Kind-Beziehungen leben lassen.

Nimm mich, wie ich bin.

Liebe mich, wie ich bin.

Alles fließt ...

Wir alle wissen, wie ein Computer funktioniert. Bei aller Komplexität eines Rechenwerkes erster Güte liegt einem solchen Gerät eine einfache, physikalische Arbeitsweise zugrunde. Jeder Rechner auf dieser Erde kennt nur zwei physikalische Zustände, die ihn zu Höchstleistungen bringen, und zwar entweder fließen oder still stehen. 0 oder 1.

Das Leben ist ebenso konzipiert. Sonst hätten wir Menschen den Computer so nicht erfinden können. Leben ist pure Energie, die entweder fließt oder eben stockt, bis zum finalen Stillstand, dem Tod. Lebensenergiefluss ist Liebe. Energiestau ist im weitesten Sinne Angst. Und durch Angst entstehen Druck und Mangel.

Wir alle kennen den Zustand: „Wow, heute klappt wirklich einmal alles – es fließt!“ aber auch „Mist, seit ich heute morgen aufgestanden bin, läuft alles schief!“ Entweder wir sind im Fluss und gehen mit der Energie oder wir haben Schwierigkeiten den richtigen Weg zu, dann besteht ein Energiestau. Beides gehört zu unserem Leben. Es kann nicht immer alles klappen. Es kann immer nur perfekt laufen. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Idee dahinter ist, dass ich alles wahrnehmen, verstehen und fühlen kann, was es mit mir selbst zu tun hat, um wieder in den Energiefluss zu kommen. Ähnlich wie ein Kahn, der auf dem Fluss schwimmt und einfach auch einmal ins Trudeln kommt, am Ufer hängen bleibt oder gar einmal strandet. Wird der Kahn wieder ins Wasser gesetzt, wird er weiterschwimmen. Vielleicht muss vorher ein Loch im Rumpf gekittet, Ballast abgeworfen oder ein anderes Tempo angegangen werden. Wir haben es in der Hand.

... und manchmal ist auch Stillstand

Wenn ich also meiner Lebensenergie nicht entspreche, entstehen Probleme und möglicherweise auch Krankheiten. Beides ein Zeichen, dass der „Besitzer“ von Problemen und Krankheiten von seinem eigentlichen Weg abgekommen ist, sein Kahn ist ins Trudeln gekommen. Es ist eine Warnung „Kümmere dich um dich!“ „Achte dich, nimm dich ernst!“ „Möglicherweise ist jetzt eine Richtungskorrektur nötig, wenn es auch schwer fallen mag!“

Denn gerade wenn es uns schlecht geht, mag man sich nur ungern um „Richtungskorrekturen“ bemühen. Ganz im Gegenteil, geht es uns schlecht, suchen wir Sicherheit, indem wir das tun, was wir kennen. Das, was uns am leichtesten fällt. Eine Richtungsänderung, hin zu einer positiven Erkenntnis, wird sozusagen erschwert. Doch ich bleibe dabei – gerade jetzt, wenn es Ihnen nicht gut gehen sollte, haben Sie die besten Chancen zu lernen. Es ist die beste Gelegenheit in sich zu gehen, mit sich selbst in Kontakt zu kommen und einen neuen Weg auszumachen. Die Chance ist nie günstiger!

Das Gesetz der Polarität: Zu allem gibt es zwei Seiten

Warum ist das so? Liebe und Angst. Die eine gäbe es nicht ohne die andere, sie treten aber nie gleichzeitig auf! So bin ich entweder in der Liebe und dann aber nicht in der Angst. Oder ich bin in der Angst und all den verwandten Facetten der Angst, wie Traurigkeit, Schmerz, Unlust. Dann spüre ich das Fehlen von Liebe und Vertrauen. Die einfache Erkenntnis dahinter: Wenn es fließt, dann stockt es nicht. Stockt etwas, kann es nicht fließen. Das ist das natürliche Gesetz der Polarität.

Gott erhält den Bestand der Welt durch dauernden Wechsel:
der Tag wird zur Nacht, der Frühling zum Sommer, der Sommer zum Herbst,
der Winter zum Frühling, und ein Tag gleicht niemals in allem dem anderen,
es gibt neblige Tage, regnerische, trockene, windige, eine Abwechslung, die dem All eine große Schönheit verleiht. Ebenso ist es mit dem Menschen, der - wie die Alten sagen - ein Abbild der Welt im Kleinsten ist.

Franz von Sales

Das Gesetz der Polarität besagt, dass ich das eine nur tun kann, wenn ich das andere lasse! Nie kann ich an zwei Orten gleichzeitig sein. Nie das eine und gleichzeitig das andere tun. Wenn ich es dennoch versuche, wird mir weder das eine noch das andere gut gelingen. Der welterfahrenen Powerfrau im Beruf wird es nicht gelingen, gleichzeitig zwei Kinder zu betreuen. Tue ich eines nach dem anderen dann ja. Möchte ich beides, werde ich womöglich eher neurotisch als glücklich, weil ich keinem von beidem wirklich entsprechen kann. Betrachten wir zum Beispiel den Handwerker, der auf zwei Baustellen gleichzeitig sein möchte. Rafft er sich nicht auf, Termine ordentlich zu klären, wird er immer im Stress sein und doch keine zufriedenen Kunden haben.

Alles ist eins

Das Gesetz besagt, dass alles was ist, zwei Pole hat ... in Wirklichkeit aber eins ist. Die scheinbaren Gegensätze sind ihrem Wesen nach identisch, sie unterscheiden sich lediglich in ihrem Ausdruck. Alles auf dieser Welt hat immer zwei Seiten – wie die sprichwörtliche Medaille mit ihren beiden Seiten. Darin liegt eine große Chance. Denn wenn ich das eine tue, bleibe ich das andere „schuldig“ – gleichzeitig kann ich es aber wandeln, sozusagen transformieren, indem ich die Münze einfach drehe. Ich kann im Dunkeln ein Licht anschalten, ich kann lächeln, anstatt grimmig zu blicken. Ich muss lediglich meinen „Standort“ oder meinen Blickwinkel verändern, um wohler zu stehen und zu meinem „Wohlstand“ zu kommen.

Dies kann tatsächlich räumlich passieren – ich suche mir einen neuen Standort und Blickwinkel. In dem  Kinoerfolg „Der Club der toten Dichter“ hat der außergewöhnliche Lehrer seine Schüler gebeten, sich auf den Tisch zu stellen, um die Hefte aus einem neuen Blickwinkel zu sehen, eben von weit oben! Eine Veränderung meines Blickwinkels kann aber auch in meinem Inneren passieren. Sobald ich die Schwingung meiner Energie verändere, verändert sich auch die Energie meiner Umwelt. Denn nach dem Gesetz der Resonanz stoßen wir dann auch durch unsere Energieveränderung, Veränderungen im Außen an. Wir „wecken“ Neues im anderen, in dem wir etwas in uns aufwecken! Wir werden zum Medikament für uns selbst! Ist das nicht wunderbar? Alle Macht liegt einzig in uns. Es sind nicht die anderen, die schwierig sind, wir selbst sind in unserer Polarität gefangen und werden durch andere ebenfalls an unser Veränderungspotenzial erinnert.

Denn der Sinn des Lebens ist Evolution. Ist Entwicklung. Ist den Weg des Heils gehen. Schicksal leben. Das Wort Schicksal findet seinen Ursprung im Niederdeutschen um das 16. Jahrhundert und bedeutet im übertragenen Sinne  „zum Heil geschickt“ – wussten Sie das? So ist der Sinn des Lebens darin begründet, Erfahrungen zu machen, aus denen Erkenntnisse erwachsen. Tenor: „Das entdecke ich und ziehe daraus einen Nutzen für meine Leben!“ Es gilt Aufgaben zu sehen und die Aufgabe des Lebens zu meistern. So sind Sie selbst auch Ihres Hauptaufgabe. Das Leben wird zum Spiel und Sie sind der Held in Ihrer Welt.

Aber die Liebe ist die größte unter ihnen

An dieser Stelle möchte ich Ihnen heute etwas mitgeben, das immer funktioniert, wenn es gerade einmal nicht fließt. Ich nenne es auch die „Notfall-Apotheke für die Seele“. Wenn Sie einmal wirklich nicht wissen, wie es weitergehen soll, wenn Sie verzweifelt sind oder einfach eine Entscheidung treffen müssen ... dann fragen Sie sich:

Was würde die Liebe jetzt tun?

Sie werden in jedem Fall eine Antwort bekommen, und das allerschönste daran ist, die Antwort wird von Herzen kommen. Auf diese Weise werden Sie nie egoistisch entscheiden, sondern immer zu Ihrem eigenen und gleichzeitig zum Wohle anderer.

Dazu möchte ich Ihnen noch folgende Geschichte erzählen: Vor ein paar Jahren stand für meine Frau Nina ein neues Auto an. Jahrelang hatten wir Peugeot gefahren, da ein Freund von uns bei Peugeot gearbeitet hatte und uns über die Zeit immer Full Service in jeder Hinsicht geboten hatte. Er kümmerte sich um die Inspektionen, holte den Wagen ab und stellte ihn uns auch wieder vor die Tür. Wenn der Vertrag auslief, sorgte er für ein Nachfolger-Auto und wir mussten uns wirklich um nichts kümmern. Das Modell, das Nina damals kurz vor Ende des Leasingvertrags fuhr, war ein echtes Raumwunder, in dem sie sich allerdings recht verloren fühlte, da sie eher klein und zierlich ist. „Ich komme mir vor, als würde ich einen Bus fahren“, sagte sie oft. So bestand der Wunsch, dass wir uns nach etwas Passenderem umschauten, und wir landeten bei der Konkurrenz. Mit Kind und Kegel standen wir in einem VW Verkaufsraum und waren unmittelbar von einem der Wagen dort sehr angetan. Doch meine Frau zögerte. „Was sagen wir nur Anton, wenn wir nun nicht mehr die Autos bei ihm leasen?“ machte sie sich Sorgen. Ich überlegte ebenfalls kurz. „Was würde die Liebe jetzt tun?“ fragte ich dann. „Den da kaufen“, kam es wie aus der Pistole geschossen von Nina, während sie auf das Auto zeigte, das wir alle auf Anhieb gewollt hatten. Gesagt, getan, innerhalb einer halben Stunde hatten wir den Vertrag unterschrieben und konnten das Auto mitnehmen. „Aber mit Anton musst Du sprechen,“ sagte Nina. Das tat ich dann auch. Am nächsten Tag rief ich ihn an. „Du musst jetzt ganz stark sein, Anton,“ sagte ich, „wir fahren nicht mehr Peugeot, wir haben jetzt einen Familien-Van von VW.“ Kurze Stille am anderen Ende, dann kam ein fröhliches Lachen. „Das trifft sich gut,“ hörte ich Anton sagen, „ich habe letzte Woche zu VW gewechselt.“

In diesem Sinne! Folgen Sie Ihrem Herzen und lassen Sie die Liebe sprechen!

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest & ein Frohes Neues Jahr,

Ihr Uwe Pettenberg

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