Sommer, Sonne, glücklich sein | EAT SMARTER
4
0
Drucken
0
Der Profi-Coach
Sommer, Sonne, glücklich seinDurchschnittliche Bewertung: 5154
10. Juli 2015

Sommer, Sonne, glücklich sein

Wenn uns die ersten Sonnenstrahlen wärmen, fühlt sich das Leben auf einmal viel leichter an. Profi-Coach Uwe Pettenberg verrät Ihnen 10 Strategien, wie Sie die sommerliche Unbeschwertheit in allen Lebenslagen bewahren können.

Jeden Sommer passiert es: Sobald die Sonne eine Weile am Stück scheint, geht es uns auf einmal wunderbar, wir fühlen uns sorglos und unbekümmert, energiegeladener, aktiver, kreativer – und wir sind glücklich! Ohne besonderen äußeren Anlass, wie es scheint, wenn man einmal davon absieht, dass unser Körper jetzt über Haut und Augen mehr Licht aufnimmt und unser Körper dadurch Glückshormone ausschüttet. Und auch ohne eigenes Zutun: Wir sind besser gelaunt, offener und freundlicher mit unseren Mitmenschen, zufriedener mit unserem Leben... und leider, leider können wir dieses Gefühl in den seltensten Fällen in die Schlechtwettertage, in den Herbst und Winter transportieren. 

Da es mir fern liegt, Sie im schönsten Hochsommer bereits an den Winter zu erinnern, habe ich heute ein paar Tipps für Sie, wie sie das Glücklichsein dauerhaft in Ihr Leben einladen können.

1. Fangen Sie mir den Basics an. Bevor Sie das hehre Ziel angehen, jeden Tag eine halbe Stunde zu meditieren, beginnen Sie lieber damit, für ausreichend Schlaf und eine gesunde Ernährung zu sorgen. Es mag banal klingen, aber ist wissenschaftlich erwiesen, dass diese beiden Faktoren viel zu Ihrem Glück und Ihrer Zufriedenheit beitragen.

2. Bewegen Sie sich. Bewegung setzt Energie und Glücksgefühle frei. Bewegung und Sport sind mit die verlässlichsten Stimmungsaufheller. Selbst ein lediglich zehn-minütiger Spaziergang macht den Tag schöner. Finden Sie eine Bewegungsform, die Ihnen Spaß macht, und das Glück ist Ihnen garantiert.

3. Pflegen Sie einen freundschaftlichen Umgang mit Ihrer Wut. Das ist durchaus ernst gemeint. Naturgemäß habe ich als Coach in erster Linie mit den Gefühlen meiner Klienten zu tun und hier ganz besonders auch oft mit Wut. Und während es sicher in einem bestimmten Setting  Sinn macht, Wut auszuleben, so hat es sich im Alltag doch eher bewährt – wenn es sich um kleinere Ärgernisse handelt – nonchalant darüber hinwegzusehen. Sehr oft verschwindet der Ärger dann wie von selbst.

4. Tun Sie so, als ob es schon so wäre. Gefühle folgen Taten. Manchmal, wenn ich mich schlecht fühle, tue ich einfach so, als wäre ich bereits bester Laune und dann fühle ich mich oft schon viel besser. Wenn ich mich über jemanden geärgert habe, bedenke ich ihn mit einer Aufmerksamkeit und dann beruhigen sich meine Emotionen. Diese Strategie ist unschlagbar.

5. Machen Sie sich klar, dass Scheitern glücklich macht. (Siehe hierzu auch meinen Blogbeitrag auf dieser Seite zu diesem Thema). Herausforderungen und Neues sind Schlüsselfaktoren für das Glücklichsein. Unser Gehirn wird von Überraschung stimuliert, und wenn Sie mit einer unerwarteten Situation erfolgreich umgegangen sind, wird Ihnen das eine ungeheure Befriedigung verschaffen. Menschen, die Neues tun, eine neue Sportart erlernen, unbekannte Länder bereisen, sind glücklicher als solche, die bei ihren gewohnten Dingen bleiben, die sie schon gut können. Ich erinnere mich selbst immer wieder daran, den Spaß am Scheitern nicht zu verlieren und mir ein neues, herausforderndes Ziel zu stecken.

6. Verzichten Sie darauf, „sich etwas zu gönnen“, wenn Sie der Blues erwischt. Was auf den ersten Blick als Belohnung daherkommt, erweist sich meist auf den zweiten sogar noch als Traurigkeitsverstärker. Die neue Jeans, die Flasche Wein, die Zigarette, der halbe Liter Eiscreme... oft ist es besser, einfach nur innezuhalten und uns zu fragen, ob uns das nun wirklich glücklicher machen wird.

7. Kaufen Sie ein bisschen Glück. Zu unseren Grundbedürfnissen gehören das Gefühl, geliebt zu werden, das Gefühl von Sicherheit und das Gefühl, gut zu sein, in dem was wir tun. Außerdem wollen wir zu einem gewissen Grad die Kontrolle haben. Geld erfüllt all dies nicht notwendigerweise – aber es kann helfen. Spenden macht zum Beispiel ausgesprochen glücklich. Ein Kind – oder vielleicht auch mehrere - in einem Land zu unterstützen, in dem die Chancen gering sind, eine gute Ausbildung zu bekommen, geschweige denn ein Dach über dem Kopf und ausreichend zu essen zu haben, kann ganz ungemein glücklich machen – und dankbar. Dankbarkeit ist wahrscheinlich sogar der Schlüssel zum Glück.

8. Es muss nicht immer das Beste sein. Es gibt im Wesentlichen zwei Arten wie wir uns entscheiden. Die einen treffen ihre Entscheidung, wenn ihre Kriterien erfüllt sind. Wenn sie das Möbelstück oder den Wein gefunden haben, der ihren Ansprüchen genügt, sind sie zufrieden. Die anderen möchten die bestmögliche Entscheidung treffen. Selbst wenn sie das Auto oder die Designertasche gefunden haben, die ihren Kriterien entsprechen, können sie keine Entscheidung treffen, bevor sie nicht jede Möglichkeit untersucht haben. Die ersteren sind in der Regel die glücklicheren Menschen. Letztere verschwenden häufig viel Zeit und Energie, um zu einer Entscheidung zu gelangen und können dann oft trotzdem schwer mit dieser leben. Manchmal sollte gut wirklich gut genug sein.

9. Verkneifen Sie sich Nörgeleien. Vielleicht haben Sie das ja auch schon beobachtet: In aller Regel bringt uns Nörgeln überhaupt nicht weiter, im Gegenteil, es macht die Sache meist noch schlimmer. Wie wäre es, wenn Sie sich ganz entspannt vornehmen, es ab sofort einfach sein zu lassen? Sie können es ja als Experiment betrachten und einfach nur mal versuchsweise schauen, was passiert, wenn Sie nicht mehr nörgeln. Die sehr erfolgreiche Alternative zum Nörgeln sind übrigens klare, liebevolle Ansagen hinsichtlich dessen, was Sie tatsächlich wollen.

10. Werden Sie aktiv. Viele Menschen denken, dass Glücklichsein eine angeborene, innere Eigenschaft oder Begabung sei. Nach dem Motto: Der eine hat’s, der andere nicht. Zwar stimmt es, dass unsere genetische Disposition eine große Rolle spielt, doch immerhin circa 40 Prozent Ihres Glückslevels bestimmen Sie selbst. Nehmen Sie sich Zeit zu reflektieren und unternehmen Sie bewusst Schritte, um Ihr Leben glücklicher zu gestalten: es funktioniert wirklich. Und es ist so einfach – wenn wir es nur glauben können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen glücklichen Sommer!

Herzlichst

Ihr Uwe Pettenberg

Ähnliche Artikel
Junge malt mit bunter Kreide danke und eine Familie auf den Asphalt
Schreiben Sie auf, was Sie glücklich macht!
Warum Loslassen so wichtig ist
Junge Familie sitzt auf einem Steg und hat die Füße im Wasser
Kleine Auszeiten sind wichtiger als der Traumurlaub
Schreiben Sie einen Kommentar