Träumst Du noch oder machst Du schon? | EAT SMARTER
8
0
Drucken
0
Der Profi-Coach
Träumst Du noch oder machst Du schon?Durchschnittliche Bewertung: 4.8158
23. Januar 2015

Träumst Du noch oder machst Du schon?

Träumst du noch

Im letzten Blog ging es um die Kunst der sanften Veränderung und wie wir unsere guten Vorsätze fürs Neue Jahr in kleinen Schritten angehen können. Heute möchte ich Ihnen aufzeigen, was geschehen kann, wenn Sie das Wagnis eingehen, auch größere Träume anzugehen.

Investition ins Ich

Wenn wir uns selbst die Zeit und den Raum schenken, in unsere Träume zu investieren, investieren wir damit in die Essenz unseres wahren Ichs. Oberflächlich betrachtet sieht es so aus, als würden sich die meisten von uns einfach nur fragen, was wir für uns selbst wollen – tatsächlich aber wird die Investition in uns selbst immer auch für unsere Mitmenschen eine große Auswirkung haben. Denn ob wir träumen oder frustriert sind, ob wir glücklich oder traurig sind, niemals sind wir das alleine, sondern immer im Miteinander.

Der viel zitierte Ausspruch „Lebe Deinen Traum“ mag etwas abgedroschen klingen, dennoch sehe ich tagtäglich Menschen in meiner Praxis, die ihr Leben völlig ohne Inspiration leben, sie leben ein Leben, das sie nicht lieben. Wenn Sie einmal im Hamsterrad der uninspirierten Arbeit, die lediglich das Einkommen sichert, gefangen sind, wie könnte Ihnen da der Ausstieg gelingen, um etwas zu beginnen, das Sie spüren lässt, dass Sie leben, und dass Sie etwas beitragen wollen in dieser Welt?

Keine Ausreden

In wirtschaftlich turbulenten Zeiten haben viele von uns Geldsorgen. Wir haben keine Ahnung, wie wir unsere Familie gut versorgen oder gar ein eigenes Business starten können – obwohl wir es so gerne täten. Aber wissen Sie was? Es ist bewiesen, dass, ob die Zeiten nun gut oder schlecht sind, es keinen Unterschied macht hinsichtlich dessen, was wir wollen oder was wir denken, dass wir brauchen, um unseren Träumen zu folgen. Diese Ausrede gilt also nicht. Es sind nicht die äußeren Umstände, die uns davon abhalten, endlich das zu tun, was wir wirklich wollen.

Um unsere Träume wahr zu machen, müssen wir nur unsere Talente, unser Geld und unsere Zeit so wirksam einsetzen, dass sie uns zu unserem eigenen und zum Wohle aller gereichen. Klingt zu einfach? Zu schön, um wahr zu sein? Stellvertretend für viele andere Geschichten meiner Klienten möchte ich Ihnen die von Yasmin erzählen. Yasmin ist eine Start-up-Innenarchitektin und ein ganz wunderbares Beispiel dafür, wie man sich als noch am Anfang stehender Unternehmer mit wenig Mitteln am besten darauf konzentriert, was man bereits hat, was schon da ist – und nicht darauf, was fehlt – um seine Träume zu verwirklichen.

Wissen, was man will – und wie man es bekommt

Yasmin stand Zeit Ihres Lebens mit Computern auf Kriegsfuß – bis jenes Smartphone mit dem Logo des angebissenen Apfels in ihr Leben kam. Für viele Jahre war sie immer von ihrem Ehemann abhängig, wenn es in irgendeiner Form um digitale Angelegenheiten ging. Das hatte auch oft zu Streit zwischen den beiden geführt, da ihr Mann ihr vorwarf, dass sie nicht genügend Interesse zeige und sie sich nicht zeitgemäß verhalte.

Doch Yasmin lernte schließlich, was sie lernen wollte. Was sie nicht wollte, war sich mit unnötiger Technik herumschlagen müssen, was sie sehr wohl wollte, war Erfolg haben. Yasmin wollte eine Medienplattform, um anderen Menschen zu zeigen, wie ein kreatives Leben gelingt. Doch eine teure Ausrüstung, ein Kameramann, ein Redakteur oder Techniker, alles das war nicht im Budget. Sponsoren waren ebenfalls keine in Sicht. Sollte der Traum sterben?

„Eines Morgens wachten wir auf, und mein Mann sagte zu mir, ‚Du brauchst einen Vlog.’ ‚Ich habe schon einen Blog.’ sagte ich. ‚Einen Vlog,’ sagte mein Mann. ‚Stell Videos ins Netz über das, was Du tust. Dafür brauchst Du keine Kameracrew oder Sponsoren. Alles was Du brauchst ist eine Flipkamera. Das Material kannst Du selbst bearbeiten.’ Dazu muss ich sagen, dass mein Mann meine technischen Fähigkeiten ganz weit unten einstuft. Dass er mir diesen Vorschlag machte, verstand ich so, dass er wirklich an mich glaubt. Und dass er mich liebt. Carl überzeugte mich davon, dass vloggen einfach sei – und was soll ich sagen – er hatte Recht. Es ist sogar noch einfacher als ich dachte. In allerkürzester Zeit hatte ich meinen ersten Kurzfilm produziert. Ich kann jetzt filmen, schneiden, bearbeiten und produzieren. Wer hätte das gedacht. Mittlerweile sind meine Kurzvideos so bekannt, dass ein lokaler Sender auf mich aufmerksam wurde, der mit mir zusammen arbeiten möchte.“

Mit dem arbeiten, was schon da ist

Yasmin hat begonnen, mit dem zu arbeiten, was bereits da war. Sie war entschlossen, ihr Business mit den vorhandenen Mitteln voranzutreiben – auch abseits der sogenannten „gängigen“ Wege. Da sie sich keine teure Kameraausrüstung und das dazugehörige Personal leisten konnte, besorgte sie sich eine Kamera, die sie auf sich selbst richten kann. Was sie nie gedacht hätte: Der rohe, unfertig wirkende Stil ihrer Aufnahmen wird von ihren Zuschauern als künstlerisch und cool empfunden und erfreut sich großer Beliebtheit. Was sie zunächst für eine Einschränkung gehalten hat, stellt sich als ein großes Plus heraus!

Ein weiterer Effekt besteht in den zahlreichen Kontakten, die nun entstehen, wenn Yasmin mit ihrer Kamera unterwegs ist. Als sie eines Tages vor einem Laden stand, um sich selbst aufzunehmen, kam ein Mann vorbei, der ihr spontan anbot, sie zu filmen. Er fragte nicht, was Yasmin da tat, er hatte lediglich gesehen, dass sie Spaß hatte und wollte daran Teil haben. Diese Erfahrungen macht sie nun ganz oft. „Meine ursprünglichen Beschränkungen geben dem Projekt so viel Spaß und Freude,“ sagt sie.

Nach meiner Beobachtung werden wir gerade dann besonders kreativ, wenn uns nicht alles das zur Verfügung steht, von dem wir glauben, dass wir es brauchen. Deshalb meine heutige Einladung: Schauen Sie sich doch mal um, was Sie bereits schon alles haben, und lassen Sie sich von Ihren Träumen dazu inspirieren, Ihre Wünsche in Ihre Wirklichkeit zu holen. Seien Sie dabei realistisch. Erwarten Sie Wunder.

Herzlichst,

Ihr Uwe Pettenberg

Für noch mehr Träume und deren Verwirklichung: http://www.ichselbstag.de

Ähnliche Artikel
Macht grüner Tee schön?
Grüner Tee ist gesund. Erfahren Sie hier, ob grüner Tee auch schön macht.
Schreiben Sie einen Kommentar