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Die Getränkeprüferin
11. März 2014

Calcium, Chlorid und Co. – Was bedeuten die Angaben auf der Mineralwasserflasche?

Das meist etwas weiter zurückliegende Datum auf Mineralwasserflaschen bestätigt, dass regelmäßige Analysen seitdem keine Veränderungen des Wassers erbracht haben. Ein Hinweis auf beständige Qualität also. Das haben Sie bereits von mir erfahren. Nun finden Sie auf dem Etikett aber auch noch weitere Angaben, zum Beispiel Mengenangaben zum enthaltenen Calcium, Magnesium und Natrium oder zu anderen charakteristischen Inhaltsstoffen. Was es mit dieser sogenannten Deklaration und der chemischen Analyse der Inhaltsstoffe von Mineralwasser auf sich hat, erläutere ich Ihnen in diesem Blogeintrag.

Calcium, Chlorid & Co.

Der Blick auf das Etikett verrät, welche Mineralstoffe und Spurenelemente in einem Liter Mineralwasser stecken. Die chemische Analyse der Inhaltsstoffe muss von amtlich anerkannten Laboren durchgeführt und in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Bei SGS Institut Fresenius haben wir also einiges zu tun, wenn Sie einmal daran denken, dass es allein in Deutschland über 200 Mineralbrunnen und mehr als 500 verschiedene abgefüllte Mineralwässer im Handel gibt.

Die enthaltenen Bestandteile unterscheiden sich je nach Abfüllquelle, Marke oder Art des Mineralwassers. Welche Stoffe zum Beispiel natürliches Mineralwasser oder Tafelwasser (ja, es gibt hier Unterschiede – dazu an anderer Stelle mehr) enthalten dürfen, sind in der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung festgeschrieben. Das gilt auch für Inhaltsstoffe, die nicht oder nur bis zu einer gewissen Höchstmenge enthalten sein dürfen.

Bei natürlichem Mineralwasser muss das Etikett übrigens folgende Angaben enthalten: Quellname und Ort der Quellnutzung (wenn dieser sich nicht bereits aus dem Namen des Mineralwassers ergibt), Verkehrsbezeichnung, Kohlensäuredeklaration, Deklaration der charakteristischen Inhaltsstoffe sowie gegebenenfalls Hinweise auf Analyse und Analysedatum, Mindesthaltbarkeitsdatum, Füllmenge und Firmenname.

Zum Schluss ein kleiner Tipp von mir: Auf der Internetseite www.mineralienrechner.de/ können Sie den Mineralstoffgehalte verschiedener Wassermarken miteinander vergleichen.

 

Über den Autor dieses Beitrags

Guido Eggers ist Diplom-Braumeister und kennt die Getränkebranche seit Jahrzehnten. Als Getränke-Experte beim renommierten Lebensmittellabor SGS Institut Fresenius, das zum weltweit führenden Warenprüfkonzern SGS gehört, testen er und sein Team täglich, ob Mineralwasser, Bier, Wein oder Softdrinks das halten, was sie versprechen. Dass diese Getränke, ihre Verpackungen und auch die Herstellungsprozesse einwandfrei sind, interessiert vor allem Hersteller und Händler, die die SGS zum Beispiel mit Produktprüfungen auf Schadstoffe und Nährwerte oder mit Lieferantenkontrollen und dem Qualitätsmanagement beauftragen.

Mehr über die Dienstleistungen der SGS erfahren Sie auf www.sgsgroup.de und www.sgs-institut-fresenius.de.

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