Kaffeetrinken mit gutem Gewissen – geht das? | EAT SMARTER
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Die Getränkeprüferin
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14. November 2014

Kaffeetrinken mit gutem Gewissen – geht das?

Kaffeetrinken mit gutem Gewissen

Kaffee zum Frühstück gehört einfach dazu. Auch bei der Arbeit im Büro ist vielerorts das Bohnengetränk kaum wegzudenken. Bei Ihnen auch? Vermutlich. Denn im Durchschnitt trinkt hierzulande jeder gut 150 Liter Kaffee im Jahr. Das macht in etwa einen halben Liter pro Tag. Doch immer mehr Deutsche achten darauf, was für ein Produkt sie in ihre Tassen füllen. Sie wollen ihren Kaffee guten Gewissens genießen können. Wussten Sie beispielsweise, dass seit einiger Zeit im Hamburger Rathaus bei Sitzungen und Veranstaltungen ausschließlich fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt wird?

Wo kommen die Bohnen her? Unter welchen Bedingungen wurden sie angebaut? Kamen womöglich umweltschädliche Pflanzenschutzmittel zum Einsatz? Und werden die Arbeiter auf den Plantagen ausreichend bezahlt? All diese Fragen werden für viele Konsumenten immer wichtiger. Orientierung beim Einkauf geben hier entsprechende Gütesiegel. Kaffeetrinken mit gutem GewissenFür Kaffee sind das beispielsweise das bekannte Bio-Siegel sowie die Label von Fairtrade und der Rainforest Alliance. Aber auch das rote Signet von „UTZ Certified“ findet sich immer häufiger auf den Verpackungen – auch von namhaften Herstellern.

Wir vom Prüfinstitut SGS sind eine zugelassene Zertifizierungsstelle für „UTZ Certified“. Dabei handelt es sich um ein Nachhaltigkeitsprogramm für Kaffee, Kakao und Tee. UTZ bedeutet in der Maya-Sprache Quiché „gut“ – das bezieht sich auf Geschmack, Qualität und Preis. Ein solches Zertifikat steht dafür, dass die Produkte unter Achtung von Mensch und Umwelt hergestellt werden. Mit dem Kauf von UTZ-zertifiziertem Kaffee unterstützen Verbraucher die Landwirte in Brasilien, Indonesien oder Mexiko in vielerlei Hinsicht. 

Kaffeetrinken mit gutem Gewissen

Es geht darum, vor Ort bessere Anbaumethoden zu entwickeln, Arbeitsbedingungen zu verbessern und besser für Kinder und die Umwelt zu sorgen.

Kaffee-, Kakao- und Teeprodukte kommen nicht mühelos an das UTZ-Siegel. Als unabhängiger Zertifizierer prüfen und kontrollieren wir als SGS regelmäßig mit unseren Mitarbeitern in den Anbauländern, dass die Bauern alle Anforderungen der „UTZ Certified“-Normen erfüllen. Diese berücksichtigen die Qualität von Anbaumethoden und Management in der Landwirtschaft, stehen für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen, untersagen Kinderarbeit und fördern die Schonung der Umwelt.

 

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Guido Eggers ist Diplom-Braumeister und kennt die Getränkebranche seit Jahrzehnten. Als Getränke-Experte beim renommierten Lebensmittellabor SGS Institut Fresenius, das zum weltweit führenden Warenprüfkonzern SGS gehört, testen er und sein Team täglich, ob Mineralwasser, Bier, Wein oder Softdrinks das halten, was sie versprechen. Dass diese Getränke, ihre Verpackungen und auch die Herstellungsprozesse einwandfrei sind, interessiert vor allem Hersteller und Händler, die die SGS zum Beispiel mit Produktprüfungen auf Schadstoffe und Nährwerte oder mit Lieferantenkontrollen und dem Qualitätsmanagement beauftragen.

Mehr über die Dienstleistungen der SGS erfahren Sie auf www.sgsgroup.de und www.sgs-institut-fresenius.de.

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