Kürbismuffins mit Chai-Gewürzen | EAT SMARTER
14
0
Drucken
0
Gesünder backen Blog
Saftige Kürbismuffins mit Chai-GewürzenDurchschnittliche Bewertung: 4.91514
12. Oktober 2014

Saftige Kürbismuffins mit Chai-Gewürzen

Endlich ist wieder Kürbiszeit! Ähnlich wie Möhren oder Zucchini macht sich die Gemüsesorte nicht nur in pikanten Gerichten gut, sondern auch in süßem Gebäck. So wie in meinen saftigen Kürbismuffins, die durch Chai-Gewürze eine leckere herbstliche Note bekommen.

Mit Halloween kann ich ehrlich gesagt nur wenig anfangen. Ich muss weder Würstchen essen, die nach abgehackten Fingern aussehen, noch bin ich scharf darauf, dass vor unserer Haustür Kinder stehen, die „trick oder treat“ rufen. Was ich hingegen mag, sind die vielen Kürbisgerichte, die rund um Halloween Hochsaison haben: Kürbissuppe, Pumpkin Pie, Kürbisbrot und Co.

Weil ich zudem ein riesiger Zimtfan bin, habe ich mich an eine herbstliche Kombination der beiden Zutaten gemacht. Seitdem kommen die Kürbismuffins mit wärmenden Chai-Gewürzen regelmäßig bei uns auf den Tisch – mit oder ohne Halloween-Anlass. 

Das Besondere: Durch Kürbispüree im Teig werden die Muffins besonders saftig. Der Vollrohrzucker sorgt für ein tolles malzig-karamelliges Aroma (zur Not geht auch brauner Zucker, der im Gegensatz zu Vollrohrzucker allerdings raffiniert und ohne Mineralstoffe ist). Und die Chai-Gewürze peppen das Gebäck noch weiter auf.

Chai bedeutet übersetzt übrigens „Tee“ und ist so etwas wie das Nationalgetränk der Inder. Jede Familie hat dafür ihr eigenes Rezept. Hauptbestandteil des Masala Chai sind neben schwarzem Tee, Milch und einem Süßungsmittel wie Honig viele wärmende Gewürze – allen voran unter anderem Zimt, Kardamon, Fenchel und Nelken.

Für die Muffins kann man bereits fertig gemischte Chai-Gewürze verwenden oder aber einen eigenen Mix zusammenstellen. Ich mache immer letzteres, da ich den Geschmack von Anis nicht mag, der in vielen Mischungen enthalten ist. Meine Chai-Variante für die Kürbismuffins beinhaltet vor allem gemahlenen Zimt, dazu etwas gemahlenen Ingwer, gemahlene Nelken und ein klein wenig Pfeffer. Die Muffins erinnern so ein bisschen an Gewürzkuchen, sind aber dennoch kein weihnachtliches Gebäck. 

In den USA, der Hochburg des Halloween-Kults, wird für Kürbiskuchen meist Kürbispüree aus der Dose verwendet. Natürlich kann man dieses aber auch einfach selber machen. Dafür Hokkaido-Kürbis-Stückchen weich kochen und dann pürieren. Das Mus abwiegen und abgekühlt direkt für die Muffins verwenden. Guten Appetit – mit oder ohne Halloweenfeier!

Rezept: Chai-Kürbismuffins

Zutaten für 12 Muffins

  • 2 Eier
  • 180 g Vollrohrzucker
  • 250 g Kürbispüree aus Hokkaido
  • 120 ml neutrales Öl
  • 50 ml Milch
  • 250 g Mehl
  • 4 TL Chai-Gewürzmischung
  • 0.5 TL Salz
  • 0.5 TL Natron
  • 1 TL Backpulver


Zubereitung

  1. Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Eier mit dem Zucker verrühren. Zunächst Kürbispüree unterrühren, dann Öl und Milch dazugeben.
  2. In einer zweiten Schüssel Mehl, Gewürzmix, Salz, Natron und Backpulver mischen. Die feuchten zu den trockenen Zutaten geben und kurz, aber gründlich unterrühren.
  3. Teig in 12 Papier- oder Silikonförmchen füllen und die Muffins etwa eine halbe Stunde lang backen. 

Kathrin Runge
www.backenmachtgluecklich.de

Buchtipp 
Kathrin Runge hat Ihr erstes Buch veröffentlicht – jetzt im Handel und ein toller Tipp für die Vorweihnachtszeit!

Die kleine Weihnachtsküche
Kreativer Genuss in der Weihnachtszeit
blv Buchverlag – 14,99 EUR
ISBN: 978-3-8354-1290-3

Ähnliche Artikel
Acrylamid in Weihnachtsplätzchen
Lebkuchen, Spekulatius und Co. enthalten oft besonders viel Acrylamid – ein Stoff, der seit Jahren im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Die Gefahr lauert auch in selbstgemachtem Weihnachtsgebäck. Doch mit fünf einfachen Tipps können Sie Acrylamid beim Backen verringern.
Es klingt erst einmal ziemlich schräg: Schokoladenkuchen mit Sauerkraut, Zitronenmuffins mit Pastinake, Brownies mit Roter Bete. Aber Sie werden es sicher nicht bereuen, wenn Sie Kuchen mit Gemüse testen! Das Gebäck wird nicht nur gesünder, sondern auch besonders saftig und aromatisch.
Im Supermarkt, beim Bäcker oder im Backshop um die Ecke: Frisches Brot ist heute überall, jederzeit und billig erhältlich. Trotzdem lohnt es sich mehr denn je, Brot selber zu backen. 10 Tipps, mit denen auch Anfänger gleich loslegen können.
Schreiben Sie einen Kommentar