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Gesünder backen Blog
Tipps zur Aufbewahrung: So bleiben Plätzchen lange leckerDurchschnittliche Bewertung: 5158
22. November 2015

Tipps zur Aufbewahrung: So bleiben Plätzchen lange lecker

© fotolia / iCreations.de © fotolia / iCreations.de

Im Advent werden Plätzchen oft in größeren Mengen gebacken, damit man bis Weihnachten eine große Auswahl hat. Knusprige Kekse sollen dabei nicht weich, Lebkuchen oder Makronen nicht steinhart werden. Aber wie lagert man Plätzchen am besten, damit sie lange lecker schmecken?

Ich werde immer mal wieder gefragt, wie lange die Plätzchen, Kekse, Stollen oder Lebkuchen haltbar sind, die ich auf meinem Blog zeige. Dann muss ich meistens sagen: So genau weiß ich das gar nicht – bei uns sind sie jedenfalls immer recht schnell aufgegessen. Wenn leckeres Gebäck gar nicht in Gefahr gerät, mit der Zeit unansehnlich oder fad zu werden, ist das natürlich ein sehr schönes Lob für Bäcker. Manchmal muss man Plätzchen und Co aber doch einige Wochen vorbereiten – und will dann natürlich, dass sie zum Beispiel auch zum Kaffeetrinken am dritten Advent noch gut schmecken.

  1. Damit weiche, saftige Plätzchen nicht innerhalb weniger Tage zu hart werden, knusprige mürbe Plätzchen nicht zu weich, gibt es einige Tipps, die man beim Aufbewahren beachten sollte. Sie reichen von der richtigen Ausstattung bis hin zur passenden Zimmertemperatur. Kaufen Sie sich spezielle Plätzchendosen aus Aluminium oder Blech. Wer viele Sorten backt, jeweils aber nur kleinere Mengen, sollte eher kleine Dosen verwenden; wer große Mengen an gleichen Plätzchen backt, kann auch gut große Dosen nehmen.
  2. Nach dem Backen müssen Plätzchen, Stollen oder Lebkuchen auf jeden Fall komplett abkühlen – und eventueller Schokoladenüberzug getrocknet sein. Erst dann dürfen sie verpackt werden.
  3. Bereiten Sie die Dosen und andere Behältnisse vor, indem Sie Boden und Rand mit Alufolie oder Backpapier auslegen. Ich persönlich verwende auch Backpapier, um Plätzchen-Lagen voneinander zu trennen. So bröselt weniger, als wenn man die Plätzchen einfach zigfach übereinander in eine Dose stapelt. Backpapier oder Alufolie als „Lagen-Trenner“ sind besonders wichtig, wenn Sie unterschiedliche Plätzchensorten in einer Dose aufheben wollen. So bleiben die jeweiligen Aromen am besten erhalten. Im Allgemeinen rate ich aber dazu, für jede Kekssorte eine andere Dose zu verwenden.
  4. Grundsätzlich mögen es sowohl weiche als auch knusprige Plätzchen eher kühl und trocken. Die Behältnisse sollten für beide luftdicht verschließbar sein. Auch wenn einem der Kühlschrank dabei vielleicht in den Kopf kommt – der geeignete Ort für Plätzchen ist er nicht. Lagern Sie ihr Gebäck lieber im (trockenen) Keller oder im Schlafzimmer (aber nicht bei nächtlichem Heißhunger alles aufessen…!). Zu niedrige Temperatur schadet übrigens nicht nur den Keksen, sondern auch Schokoladenüberzug und Co – der wird dann nämlich gerne mal grau.
  5. Besonders gut haltbar sind die meisten Stollen, Früchtebrot und Lebkuchen. Je nachdem, welche Zutaten in ihnen stecken, müssen sie sogar erst ein, zwei Wochen durchziehen, bevor sie richtig gut schmecken. Wichtig: Wickeln Sie das Gebäck mehrfach in Alufolie ein und lagern es ebenfalls an einem kühlen, trockenen Ort. Je mehr Zucker(haltiges) und Fett wie Butter oder in Form von Nüssen im Stollen oder den Lebkuchen stecken, desto länger saftig sind sie. Quarkstollen etwa wird mit der Zeit trocken.
  6. Gebäck, das einmal etwas zu hart war, kann wieder weich werden, wenn Sie einen Apfelschnitz mit in die Dose legen. Aber Achtung: Schauen Sie immer mal wieder nach, damit der Apfel nicht anfängt, zu schimmeln. Lieber einmal mehr durch einen neuen Schnitz austauschen!

Viel Spaß bei der Weihnachtsbäckerei!

Kathrin Runge
www.backenmachtgluecklich.de

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