Die besten Tipps für ein gesundes Frühstück | EAT SMARTER
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Prof. Dr. Froböse der Fitness-Doktor
Die besten Tipps für ein gesundes FrühstückDurchschnittliche Bewertung: 4.51560
06. Februar 2015

Die besten Tipps für ein gesundes Frühstück

So lecker kann Gesundes sein. So lecker kann Gesundes sein.

Muss man eigentlich frühstücken oder kann man sich den morgendlichen Snack auch sparen? Und was genau sollte man eigentlich frühstücken, wenn man fit und vital in den Tag starten möchte? Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln verrät seine besten Tipps und Tricks und erklärt, warum ein Frühstück absolute Pflicht ist.

Sie möchten abnehmen, liebe Leser? Und deshalb verzichten Sie gleich am Morgen auf Ihr Frühstück, um ein paar Kalorien einzusparen? Keine gute Idee! Denn auf diese Weise kommt Ihr Stoffwechsel nicht in den Schwung. Es ist nämlich so: Fast 50 Prozent der Grundumsatzkalorien verbraucht Ihr Körper in der Nacht. Wenn Sie morgens aufwachen, benötigt er aus diesem Grund schnell Energie in Form von Kohlenhydraten.

Ein weggelassenes oder falsch zusammengestelltes Frühstück führt dazu, dass der Stoffwechsel den Grundumsatz absenkt. Er hat im Grunde gar keine andere Wahl. Genau dann, wenn er das Essen am nötigsten braucht, verweigern Sie es ihm. Das geht natürlich nicht. Frühstücken Sie daher auf jeden Fall jeden Morgen, denn Ihr Gehirn, Ihre Muskulatur und Ihre Organe brauchen Energie, um richtig funktionieren zu können. Wenn Sie wie viele Menschen morgens keinen Appetit haben, sollten Sie spätestens zwei bis drei Stunden nach dem Aufstehen etwas essen. Vielleicht können Sie mit der Zeit versuchen, Ihr Frühstück stets etwas früher einzunehmen und auf diese Weise lernen, zu frühstücken.

Kohlenhydrate sind dejenigen Nährstoffe, die Ihr Körper am Morgen vorwiegend benötigt, denn sie sind der wichtigste Brennstoff für die Muskeln – und ganz besonders für das Gehirn. Ohne Kohlenhydrate kommt Letzteres gar nicht in Schwung... Allein das Gehirn benötigt pro Tag etwa 120 Gramm Glucose, und diese sollte man ihm im Idealfall zum Großteil gleich morgens zuführen. Meine Empfehlung lautet deshalb: Nehmen Sie 50 bis 60 Prozent der täglichen Kohlenhydratration bereits beim Frühstück zu sich. Hervorragende Lieferanten sind Brot (am besten aus Vollkorn), Marmelade, Honig sowie Müsli und frisches Obst.

Auch auf Fett sollten Sie morgens keinesfalls verzichten. Sie können es sogar mit gutem Wissen genießen. Das Butterbrot oder das Müsli mit Vollmilchjoghurt und Nüssen kurbelt am Morgen die Fettverbrennung an, wie eine Studie der University of Alabama nahelegt: Demnach werden die beiden wichtigsten Stoffwechselaktivitäten – der Kohlenhydrat- und der Fettstoffwechsel – durch Fett am Morgen angetrieben. Der Effekt an sich hält den ganzen Tag über an. Darüber hinaus ist der Körper auf diese Weise besser in der Lage, vom Fettstoffwechsel auf den Kohlenhydratstoffwechsel umzuschalten. Der Morgen ist also der falsche Zeitpunkt, um Fett zu sparen! Die Fettmenge des Frühstücks sollte bereits rund 30 Prozent Ihres täglichen Gesamtbedarfs ausmachen. Insgesamt 60 bis 80 Gramm Fett pro Tag reichen aus.

Kommen wir zum Eiweiß. Dieses ist nicht nur am Abend Trumpf – es sollte auch in Ihrem Frühstücksprogramm nicht fehlen. Denn es ist ein sehr wichtiger Baustoff für das Gehirn und die Muskeln. Nur mit seiner Hilfe bleiben diese Strukturen leistungsfähig, und kleinere Defekte können nur mithilfe von Eiweiß direkt repariert werden. Eier, Frischkäse, Milch, Quark und Joghurt ergänzen also Ihre Morgenmahlzeit um wichtige Nährstoffe für die Verdauung, Entgiftung und die Zellreparatur, und sie sollten deshalb nicht fehlen.

Ich hoffe, Sie werden das Frühstück also in Zukunft mit anderen Augen sehen: als eine Mahlzeit, die unglaublich wertvoll ist und für die man sich Zeit nehmen sollte.

Alls Gute, Ihr Ingo Froböse

 

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Ein helfender Artikel, für das eigene Verhalten und damit auch für die Gesundheit. Habe bisher schon morgens ein Müsli mit Magerjoghurt, Äpfeln, Haferschrot und Kürbiskernen (Mann) gegessen. Mit etwas schlechterem Gewissen ab und zu Mischbrot und Marmelade.Werde jetzt aber auf Grund der Ratschläge das Frühstück etwas im Sinne des Artikels ausweiten und versuchen abends den Kohlenhydrathanteil abzubauen, welchen ich für mein Übergewicht und mein etwas undiszipliniertes Essverhalten verantwortlich mache.Danke
 
Es ist schon interessant, wie sehr sich die Experteninformationen voneinander unterscheiden. Da kann es sich wohl nicht mehr um absolute Fakten handeln, sondern um ausschließlich perspektivische Sichtweisen. Somit in Ergänzung zu diesem Artikel R.Dahle - vegane Ernährung ==> Buch "peace food" D.Perlmutter - fettreiche und kohlenhydratarme+glutenfreie Ernährung ==> Buch "Dumm wie Brot" Dort wird jeweils auf viele Statistiken verwiesen
 
Was unser Professor Doktor in seinem tollen Artikel rauslässt entspricht weder dem aktuellen Stand der Forschung noch dem gesunden Menschenverstand sondern sind eben nichts anderes als alten und längst überholten Dogmen. Als würde sich unser Stoffwechsel runterfahren wenn wir morgens nicht frühstücken weil unser Körper nicht genügend Nährstoffe bekommt. Im schlimmsten Fall sind wir ohne Fütterung, da wir angeblich keine Energie für irgendwas haben, gar nicht mehr Fähig aus dem Bett zu kommen? Unser Körper ist kein zerbrechliches Ding wie hier gerne dargestellt wird. Unser Körper funktioniert im Großen und Ganzen noch sehr ähnlich dem unserer Vorfahren. Er kann durchaus 12 oder länger ohne negative Beeinträchtigungen auskommen, da er eben Energiereserven besitzt und diese durch Körperinterne Prozesse auch verwerten kann. Oder haben damals die Urmenschen auf der Mammutjagd nach Zeit X einmal laut „PAUSE!“ gerufen und ihr Lager vor Angst vor einem runtergefahrenen Stoffwechsel aufgeschlagen? Natürlich nicht. Da gab es Nahrung wenn das Mammut tot war – und das hat eben so lange gedauert wie es gedauert hat.
 
Gute Ernährungs Tipps
 
Mich würde interessieren, ob man tatsächlich gegen das persönliche Sättigungsgefühl am Morgen etwas essen sollte? Es geht nicht um Appetit. Ich persönlich möchte lernen, nur dann zu essen wenn ich eben Hunger habe und aufzuhören, wenn ich satt bin. Denn genau das nicht einzuhalten, ist ja oft das Problem von Übergewichtigen. Ich esse immer erst um 11:30/12 Uhr, aber nicht, weil ich es mir verbiete, sondern eben, weil ich keinen Hunger habe.

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