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Dr. Ingo Froböse
03. Mai 2014

Raus in die Natur – das steigert Ihre Fitness!

Prof. Froböse rät: raus in die Natur! © paul prescott - Fotolia.com Prof. Froböse rät: raus in die Natur! © paul prescott - Fotolia.com

Sport an der frischen Luft ist etwas Herrliches, findet Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Was die Bewegung im Freien so attraktiv macht, und warum sie besser ist als jede Einheit im Fitnessstudio – in seinem neuen Blog-Beitrag erfahren Sie es.

Die Zeit der Ausreden ist vorbei, liebe EAT SMARTER-Leser! Die Tage werden länger und länger, die Temperaturen steigen – höchste Zeit, sich sein Trainingsoutfit zu schnappen und draußen an der frischen Luft aktiv zu werden. Ich persönlich liebe es, draußen unterwegs zu sein und mich auszupowern – egal ob beim Laufen, Rennradfahren, Mountainbiken oder Wandern. Fünfmal die Woche zieht es mich in die Natur. Denn es gibt nichts Schöneres als mit jedem Atemzug frischen Sauerstoff in seine Lungen zu transportieren und ganz nebenbei Wiesen, Wald und Flur zu erkunden.

Im Freien ist der Sauerstoffgehalt höher als im Fitnessstudio

Sagen Sie dem Fitnessstudio also „Lebewohl“ und wagen Sie sich trotz des manchmal noch ungemütlichen Wetters nach draußen. Ihr Körper wird es Ihnen danken – schon aus dem simplen Grund, dass der Sauerstoffgehalt im Freien für gewöhnlich wesentlich höher ist als in den geschlossenen Übungsräumen riesiger Trainingscenter. Die erhöhte Sauerstoffzufuhr in der Natur ermöglicht es uns, mehr Energie aufzubringen und dadurch noch leistungsfähiger zu werden. Darüber hinaus regt die kühle Luft die Schleimbildung an und verhindert so, dass Erkältungsviren und andere Erreger beim Einatmen hängen bleiben. Im Fitnessstudio ist der Organismus hingegen deutlich anfälliger für Infekte, da die aus den Belüftungsanlagen herausströmende Luft die Nasenschleimhäute austrocknet. Ein Grund mehr also, den Schritt ins Freie zu wagen und den Körper zu fordern.

Üben Sie sich in Geduld

Doch Vorsicht: Sollten Sie es mit dem Training in den letzten Wochen nicht so genau genommen haben, brauchen Sie Geduld. Bänder und Knochen benötigen Zeit, bis sie sich wieder an den Sport gewöhnt haben. Während das Herz-Kreislauf-System oft schon nach vier bis sechs Wochen in der ursprünglichen Stärke pumpt, kann es bis zu acht Wochen dauen, bis die Bänder ihren alten Leistungsstand erreicht haben. Bei den Knochen können sogar bis zu vier Monate erforderlich sein. Allen, die dies ignorieren, drohen Gelenkschäden, manchmal sogar chronische Probleme. Übertreiben Sie es also nicht mit dem Sport, falls Sie erst wieder anfangen zu trainieren. Geben Sie Muskeln und Knorpeln Zeit zu regenerieren, und planen Sie anfangs ein bis zwei Ruhetage zwischen den Einheiten ein. Sinnvoll ist es, Kraft- und Ausdauersport abzuwechseln. Und: Wer nicht jedes Frühjahr wieder von vorne mit dem Training beginnen möchte, sollte im nächsten Winter vorsorgen und aktiv bleiben!

Protokoll: Janina Darm

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