Umweltgifte – eine unterschätzte Gefahr | EAT SMARTER
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Prof. Dr. Froböse der Fitness-Doktor
Umweltgifte – eine unterschätzte GefahrDurchschnittliche Bewertung: 3.91520
10. Juli 2015

Umweltgifte – eine unterschätzte Gefahr

Sie sind unsichtbar, geruch- und geschmacklos, aber immer um uns: Umweltgifte. Fitness-Doktor Ingo Froböse erklärt, warum die Selbstreinigung unseres Körpers irgendwann überfordert ist und wie wir eine Belastung durch Umweltgifte erkennen.

Unser Körper ist mit einem Entgiftungssystem ausgestattet, das seinesgleichen sucht. Ohne unser Zutun und meist ohne dass wir es bemerken schafft es unser Organismus, schädliche Substanzen unschädlich zu machen. 
Dennoch kann es passieren, dass sich in unserem Körper Gifte ablagern, schlicht indem wir sie einatmen, Dinge berühren, Nahrung und Flüssigkeit zu uns nehmen. Die moderne Wissenschaft spricht in diesem Zusammenhang von Xenobiotika, also von Stoffen, die dem Leben fremd sind und in einem lebenden Organismus nichts zu suchen haben. Und da sind in erster Linie Umweltgifte zu nennen.

Der Preis des Wohlstands

Tatsächlich sind Umweltgifte der Preis, den wir für den Überfluss, die Bequemlichkeiten und die vielen attraktiven, interessanten und neuen Dinge des Lebens bezahlen: Unsere Atemluft ist durch Rußpartikel, Feinstaub, Stickoxide und viele andere Stoffe aus Verkehr und Industrie verschmutzt. Zu Hause und am Arbeitsplatz ist unser Körper teilweise Schadstoffen aus Wandfarben, Holzschutzmitteln, Bodenbelägen, giftigen Isoliermaterialien, aus Spielzeug und bunten Textilien ausgesetzt. 
Die Farben unserer Kleidung erfreuen zwar das Auge, die chemischen Behandlungsmittel machen sie haltbar, weich und geschmeidig... Die Mittel können aber auch krank machen. Ganz zu schweigen von durch Pestizide, Dünger und zahlreiche Zusatzstoffe verunreinigten Lebensmittel und durch Schwermetall belastetem Trinkwasser. 
Man kann daher mit gutem Grund behaupten, dass wir alle mehr oder weniger große „Vergiftungsprobleme“ haben – wir wissen es nur in den meisten Fällen nicht. 

Gifte mit Ausdauer

Die meisten Gifte des Alltags sind geschmack-, farb- und geruchlos. Deshalb bemerken wir sie in normaler Menge und Konzentration gar nicht. Und genau das ist das Gefährliche, denn aus kleinen Portionen können im Körper langfristig echte „Zeitbomben“ entstehen. Viele Gifte sind sogenannte Speichergifte. Sie machen ihrem Namen alle Ehre, denn sie sammeln sich nach und nach im Körper an, vor allem in verschiedenen Organen, und bleiben dort sehr lange. Besonders gefährlich sind die fettlöslichen Gifte, denn sie können recht einfach und schnell in Galle und Leber gelangen und sogar ein Leben lang im Fett gespeichert werden. Das Pflanzengift E605, ältere Holzschutzmittel mit PCP (Pentachlorphenol), Asbest und Insektizide sind besonders bedrohlich. Unbemerkt können sie sich in den Organismus schleichen und wichtige Entgiftungssysteme blockieren. 

Unser täglich Gift gib uns heute

Leider gibt es heute kaum noch ein Lebensmittel, das nicht in irgendeiner Weise belastet ist. Obst und Gemüse wird mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln gespritzt. Das Trinkwasser wird zwar gefiltert, aber viele Stoffe wie Pestizide bleiben darin enthalten, Rinder, Schweine und Geflügel werden mit Hormonen und Antibiotika behandelt, Zuchtfisch ebenfalls, während die übrigen Meerestiere unter der schlechten Wasserqualität der Meere leiden. Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe fallen schon gar nicht mehr auf, weil sie auf beinahe jeder Produktverpackung ausgewiesen sind. Alle zusammen bilden eine tickende Zeitbombe, denn das Gift kann sich in unserem Körper anlagern. 

Natürlich und doch hochgiftig: Schwermetalle

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Ungewöhnlich, dass sich ein so dicker Fehler hier eingeschlichen hat. Aber Aluminium ist nun mal ein typisches Leichtmetall und kein Schwermetall. Dass es dadurch nicht automatisch harmlos ist, ist richtig. Alu ist übrigens auch in den meisten Deos zu finden.
 
Der Artikel ist informativ und sicher für einige, denen diese Dinge noch nicht bekannt genug sind, aufschlussreich! Ich selbst habe jahrzehntelange 'Erfahrungen' damit, bin belastet mit Umweltgiften und auch Chemikalien (durch den ehemaligen Arbeitsplatz, mittlerweile frühpensioniert). Zu erwähnen wäre also nicht nur CFS (das chronische Erschöpfungssyndrom), sondern ausserdem die Krankheit MCS, die gesteigerte Form einer chronischen Vergiftung: die multiple Chemikalien-Unverträglichkeit - multiple chemical sensivity, welche mit vielen starken Unverträglichkeiten auf Chemikalien (Zigarettenrauch, Parfum, Duftstoffe, Reinigungsmittel etc.) und meist auch mit Lebensmittel-Allergien einhergeht und mangelhafter Enzym- und Entgiftungsfähigkeit des Körpers. Hab ich selbst - und weiss, was das bedeutet. Umweltgifte - sollte keiner mehr unterschätzen heutzutage! (Auch Ärzte nicht! Die wissen noch viel zuwenig drüber...)
 
Wie werde ich diese Gifte wieder los?....
 
Es ist so wichtig für uns alle zu erfahren, warum und womit wir unseren Körper so belasten, wie wir es tun. Meist ja, ohne es zu ahnen! Wir sind ja entweder zu bequem oder zu gutgläubig, um genauer hin zu sehen und zu hören. Schön wäre es auch Auswege aus der Situation aufzuzeigen. Oder die Symptome und deren mögliche Ursachen zu nennen. Freue mich daher schon auf euren Test in der nächsten Ausgabe :-)