Warum jeder Schritt zählt | EAT SMARTER
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Prof. Dr. Froböse der Fitness-Doktor
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13. Februar 2015

Warum jeder Schritt zählt

Jeder Schritt zählt. © smuki - Fotolia.com Jeder Schritt zählt. © smuki - Fotolia.com

Lebenslang fit und aktiv zu sein, ist entscheidend, wenn man gesund bleiben möchte. Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln verrät Ihnen, warum jeder Schritt zählt und wie viele Schritte Sie pro Tag mindestens laufen sollten.

Zu einem Leben in Bewegung, wozu ich Ihnen unbedingt rate, gehören nicht nur feste sportliche Trainingseinheiten, sondern auch die regelmäßige Bewegung im Alltag, liebe EAT SMARTER-Leser. Sie fragen sich jetzt sicherlich: Wie viel Bewegung ist denn nötig? Meine Antwort: Das Minimum beträgt, wie es unter anderem das American College of Sports Medicine empfiehlt, an wenigstens fünf Tagen pro Woche 30 Minuten. Erfüllen Sie die Sehnsucht Ihres Körpers nach Bewegung und überlegen Sie sich Strategien, die Ihnen dabei helfen, diese Pensum zu erfüllen.

Gehen Sie zu Fuß zur Arbeit, wenn dies machbar ist, oder steigen Sie eine Haltestelle später ein und laufen Sie ein längeres Stück. Alternativ können Sie sich natürlich auch aufs Rad schwingen. Glauben Sie mir: Eine kleine Tour am Morgen sorgt dafür, dass Sie wesentlich frischer in den Arbeitstag starten, denn gerade dem Gehirn sagt der Sauerstoff-Kick besonders zu.

Sofern Sie dieses Prinzip verinnerlicht haben, sollten Sie überlegen, ob und wie Sie Ihr Pensum vielleicht noch steigern können. Das klappt natürlich auch auf dem Heimweg, der Ihnen einen etwas größeren zeitlichen Spielraum lässt. Tatsache ist: Jeder Schritt zählt. Und deshalb ist es auch direkt am Arbeitsplatz angebracht, Dinge mit Kollegen persönlich zu besprechen und aufs Telefonieren und E-Mail-Schreiben zu verzichten. Ein weiterer Tipp: Machen Sie das Treppenhaus zur Trainingsstätte und lassen Sie den Lift links liegen. Kleine Wegstrecken, die Sie zurücklegen, summieren sich. Und Ihr Rücken und Ihre Gelenke werden es Ihnen danken.

Auch in der Mittagspause heißt es: Drehen Sie eine Runde zu Fuß! Laufen Sie zügig durch die Straßen. Und nehmen Sie für alle Aktivitäten einen Schrittzähler zur Hand. Dieses Gerät, das es mittlerweile in verschiedensten Ausführungen von unterschiedlichen Herstellern gibt, wird Sie zusätzlich motivieren und hilft Ihnen dabei, Ihr Laufpensum zu kontrollieren.

Wichtig zu wissen: Wer weniger als 5000 Schritte pro Tag schafft, darf sich „Dauersitzer“ nennen. Bei 5000 bis 7500 Schritten ist man noch immer ein Faulenzer. Ab 7500 bis 9999 Schritte laufen Sie wenigstens schon einmal auf Sparflamme. 10.000 bis 12.500 Schritte bedeuten: Sie sind bereits ein Gesundheitssportler. Und alle, die über 12.500 Schritte erzielen, dürfen sich als echte Sportskanonen bezeichnen.

Bewegung hilft dabei, den Stoffwechsel zu aktivieren und unterstützt die zahlreichen, lebensnotwendigen Prozesse im Organismus. Wer gesund und vital bleiben will, sollte sich also unbedingt ein Herz fassen und den Bewegungsradius so groß wie möglich stecken. 1000 Schritte entsprechen ungefähr einem Fußmarsch von 10 Minuten. Also ran ans Werk. Und dabei wünsche ich Ihnen nun viel Erfolg!

Ihr Ingo Froböse

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Ich bin 75 zig und gehe 3-5 mal pro Woche laufen ! ca. 6 -7000 Tausend Schritte ist das zu wenig ? Habe beide Knie operiert also Total Prothesen ! Gruss a.Schuler
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Hallo Frau Schuler, Da Sie mehrmals die Woche Laufen gehen ist die Anzahl der Schritte sicherlich nicht zu wenig! Machen Sie weiter so! Herzliche Grüße von EAT SMARTER
 
Super Artikel, motivierend, verständlich und praktisch nachvollziehbar...Danke für die Unterstützung mehr Gesundheitsbewusstsein anschaulich zu vermitteln und was einfach in den Alltag integriert werden kann....