Alkohol – Genuss oder Sucht? | EAT SMARTER
6
0
Drucken
0
Live Smarter Blog der Techniker Krankenkasse
Alkohol – wenn aus Genuss eine Sucht wirdDurchschnittliche Bewertung: 4.5156
15. September 2015

Alkohol – wenn aus Genuss eine Sucht wird

Alkoholiker, das sind doch immer die anderen. Die, die ab nachmittags in der Eckkneipe sitzen und ihre Bierchen zischen – oder? Weit gefehlt. Bei kaum einer Sucht ist die Dunkelziffer so hoch wie beim Alkoholismus, und der Übergang vom Genusstrinken zur Abhängigkeit verläuft oft fließend.

Tk-Alkoholsucht

Ob bei der Geburtstagsfeier, dem Treffen mit Freundinnen, auf dem Betriebsfest oder der Grillparty – Alkohol ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Es findet sich immer ein Grund, eine Erklärung oder gar eine Entschuldigung für den Konsum von prozenthaltigen Getränken. Die wenigsten Menschen sagen bei so einer Gelegenheit „nein“ und greifen zu Wasser und Softdrinks. Denn Alkohol macht locker, hebt die Stimmung und senkt die Hemmungen. Sofern es bei diesem gemäßigten Konsum bleibt, ist alles prima. Doch bei etwa 1,7 Millionen Menschen in Deutschland hat der Alkohol die Kontrolle über das Leben übernommen (Quelle: http://www.dhs.de/datenfakten/alkohol.html): Sie sind Alkoholiker. In Deutschland gelten rund drei Prozent der Erwachsenen als alkoholabhängig. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es sogar etwa sechs Prozent.

Wie erkennt man Alkoholsucht?

Kurz gesagt: Wer Alkohol braucht, um sein tägliches Leben zu meistern, ist süchtig. Medizinisch spricht man von einer Alkoholanhängigkeit, wenn eines Jahres drei oder mehr der folgenden Kriterien gleichzeitig vorhanden sind:

  • Der Betroffene verspürt ein starkes Verlangen oder eine Art Zwang, Alkohol zu trinken.
  • Die Kontrolle über Beginn, Ende und Menge des Alkoholkonsums geht verloren.
  • Der Betroffene leidet unter körperlichen Entzugserscheinungen, wenn er einen oder weniger Alkohol trinkt: zum Beispiel Schwitzen und Zittern.

Es entwickelt sich eine Toleranz, das heißt, es muss immer mehr Alkohol getrunken werden, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Der Betroffene vernachlässigt Arbeit, Hobby und Freunde, um Alkohol zu konsumieren. Immer mehr Zeit wird darauf verwendet, Alkohol zu konsumieren, zu trinken und sich von den Folgen zu erholen. Der Betroffene trinkt immer weiter, obwohl im körperlichen, geistig-psychischen oder sozialen Bereich bereits Schäden entstanden sind.

Übersicht zu diesem Artikel
Ähnliche Artikel
Alkohol 300x225
Diese Tipps erleichtern Ihnen den richtigen Umgang mit Alkohol.
Männliche Füße in Flip Flops am Rand eines schönen Pools
Mit Hygienetricks und schneller Behandlung bleiben Ihre Füße gesund
Sportsucht
Wir erklären, was sich dahinter verbirgt.
Schreiben Sie einen Kommentar