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Blähungen und Völlegefühl: Das hilft!Durchschnittliche Bewertung: 5152
22. Dezember 2015

Blähungen und Völlegefühl: Das hilft!

Ab und zu mal zu pupsen ist normal und völlig menschlich. Doch wenn der Darm einem so zu schaffen macht, dass man dauerhaft an Blähungen leidet, wird es unangenehm. Denn Geräusche und Gerüche werden womöglich auch von der Umwelt wahrgenommen. Wir verraten Ihnen daher wie Blähungen entstehen und was Sie dagegen tun können.

In der Regel pupst ein Mensch zwischen 10 und 18 Mal am Tag. Wenn man jedoch häufiger „Luft ablassen“ muss und ein aufgeblähter Bauch und Bauchschmerzen hinzukommen, dann handelt es sich um Blähungen, die mitunter sehr schmerzhaft sein können und die es zu vermeiden gilt. Häufig sind Gase Schuld, die im Magen-Darm-Trakt entstehen und sich dann ihren Weg nach draußen suchen. Diese entstehen, wenn Lebensmittel vom Magen und Dünndarm nicht richtig verdaut werden, gelangen dann in den Dickdarm, wo die darin lebenden Bakterien versuchen, die weitestgehend unverdauten Lebensmittel zu spalten bzw. zu gären. So entsteht ein Pups.

Die Ursachen von Blähungen

Blähungen können viele Ursachen haben, doch meist entstehen sie durch zu schnelles Essen unter Zeitdruck und im Stress. Wir vergessen dann die Nahrung vernünftig zu kauen und schlingen. Der Magen-Darm-Trakt hat dann anschließend bei der Verdauung große Probleme, die sich in Blähungen äußern. Auch zu große Mahlzeiten können ein Problem darstellen.

Das Sprichwort „Jedes Böhnchen ein Tönchen“ kennt jeder. Und tatsächlich können Kohl, Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Erbsen) und andere Gemüsesorten den Darm ganz schön belasten und zu Blähungen führen. Doch nicht jeder Mensch verträgt Hülsenfrüchte oder Kohl schlecht. Bei manchen kann auch frisches, warmes Brot oder Hefegebäck Blähungen auslösen. Generell sollte aber eine übermäßige Aufnahme von zuckerhaltigen Lebensmitteln, Süßigkeiten und Lebensmitteln mit Zuckeraustauschstoffen vermieden werden, denn diese werden zwar von den Darmbakterien zersetzt, aber es wird dabei mehr Darmgas produziert, als bei der Verstoffwechselung gesünderer Lebensmittel. Auch Unverträglichkeiten wie Gluten- oder Laktoseintoleranz können zu Blähungen führen. Viele Lebensmittel die sehr schwefelhaltig sind, wie z. B. Eier, Knoblauch, Zwiebeln, können ebenfalls einen negativen Effekt haben. Schlechte Angewohnheiten, wie Rauchen und das Trinken von zu viel Alkohol und Kaffee können den Bauch aufblähen.

Kaugummikauen geht mit dem Schlucken von viel Luft einher. Diese bleibt im Darm und kann dort durch eine vermehrte Gasansammlung für Blähungen sorgen. Ein ähnlicher Effekt ist bei kohlensäurehaltigen Getränken feststellbar. 

So beugen Sie Blähungen am besten vor

  • Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen und kauen Sie die Nahrung gründlich. Denn durch gründliches Kauen wird die Nahrung mit Speichel versetzt. Das erleichtert dem Magen die Arbeit. Außerdem gelangt so weniger Luft in den Magen-Darm-Trakt.
  • Frühstück, Mittag, Abendbrot sind zwar die klassischen Mahlzeiten, doch es müssen nicht immer riesige Portionen sein. Denn kleinere Portionen belasten den Magen weniger und können Blähungen vorbeugen. Essen Sie lieber zwischendurch noch einen Snack in Form von Obst, Gemüse oder Joghurt, wenn Sie Hunger bekommen.
  • Rohes Gemüse kann häufig auch zu Blähungen führen. Verzehren Sie es daher lieber gekocht oder gedünstet, so wird es leichter verdaulich.
  • Lebensmittel, die viel Zucker enthalten, sowie Alkohol und Nikotin sollten Sie streichen.
  • Verzichten Sie auf kohlensäurehaltige Getränke und Kaugummikauen.
  • Bewegung kann helfen Blähungen vorzubeugen oder diese wieder los zu werden. Es lohnt sich also nach dem Essen den sogenannten Verdauungsspaziergang zu machen.

Akute Blähungen – was tun?

  • Anis, Kümmel oder Fenchel können gegen Blähungen und auch Völlegefühl helfen. Nehmen Sie die Gewürze am besten in Form von Tee oder Tropfen zu sich. Auch Pfefferminze, Kamille und Ingwer können entkrampfend wirken.
  • Zu enge Kleidung kann Blähungen besonders unangenehm machen, denn so wird nicht nur der aufgedunsene Bauch sichtbar, der Darm hat auch weniger Platz sich zu bewegen. Öffnen Sie bei akuten Blähungen also unauffällig den Hosenknopf oder ziehen Sie sich – wenn möglich – gleich etwas Bequemeres an.
  • Wärme kann ebenfalls blähungsmindernd sein. Legen Sie daher eine Wärmflasche oder einen warmen Wickel auf den Bauch.

Blähungen verschwinden normalerweise nach kurzer Zeit wieder. Sollten diese jedoch anhalten und mit Verstopfungen einhergehen, sollten Sie besser einen Arzt aufsuchen.

Was bei Völlegefühl hilft, erfahren Sie hier

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