Die besten Tipps für gesunde Augen | EAT SMARTER
14
0
Drucken
0
Live Smarter Blog der Techniker Krankenkasse
Die besten Tipps für gesunde AugenDurchschnittliche Bewertung: 3.91514
26. Mai 2015

Die besten Tipps für gesunde Augen

Die Ursachen von Sehstörungen können vielfältig sein. @ Serg Zastavkin Die Ursachen von Sehstörungen können vielfältig sein. @ Serg Zastavkin

Die Augen sind eines der wichtigsten Sinnesorgane. Mithilfe des Lichteinfalls sorgen sie dafür, dass wir Bilder wahrnehmen und Gegenstände erkennen können. Wie genau unsere Augen funktionieren, welche Erkrankungen entstehen können und wie Sie Ihren Sehnerv entlasten – hier erfahren Sie es.

Das Sehvermögen ist etwas Einzigartiges und basiert auf einem komplexen Vorgang. Um überhaupt etwas sehen zu können, benötigen wir eine Lichtquelle – die Sonne, eine Lampe, oder eine Kerze beispielsweise. Fällt das Licht in das Auge ein, durchdringt es zunächst die Hornhaut, dann die Augenkammer mit Kammerwasser, die Linse sowie den Glaskörper. Anschließend trifft es auf die Netzhaut. Die Hornhaut und die Linse brechen das Licht so, dass auf der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht.

Da die Linse gewölbt ist, bündeln sich die Lichtstrahlen hinter der Linse und laufen an einem Punkt auf der Netzhaut zusammen: Dort wird ein Gegenstand, den wir anvisieren, abgebildet. Das Bild eines Gegenstandes auf der Netzhaut ist kleiner als das Original und steht außerdem auf dem Kopf. Dass wir den Gegenstand dennoch scharf sehen, liegt daran, dass unser Gehirn Informationen schnell umrechnen und sie zu einem korrekten Bild zusammensetzen kann.

Kurzsichtigkeit

Doch nicht alle Menschen besitzen einwandfrei funktionierende Augen. Schätzungen zufolge haben rund 40 Millionen Menschen in Deutschland Probleme mit dem Sehvermögen und benötigen eine Sehhilfe – etwa in Form von Kontaktlinsen oder einer Brille. Als häufigster Grund gilt die Kurzsichtigkeit. Bei dieser Form der Fehlsichtigkeit sehen Betroffene Gegenstände in der Nähe scharf, in der Ferne verschwimmen die Bilder allerdings. Die Gründe dafür sind ein im Verhältnis zur Brechkraft der Linse zu langer Augapfel oder eine vergleichsweise zu hohe Brechkraft. Diese Fehlbildung führt dazu, dass die Linse weit entfernte Gegenstände nicht direkt auf der Netzhaut, sondern davor abbildet. Die Folge: Verschwommene Bilder treffen im Gehirn ein. Diese Form der Fehlsichtigkeit kann man glücklicherweise korrigieren, sodass Betroffene ebenfalls scharf sehen können.

Weitsichtigkeit

Bei der Weitsichtigkeit ist es anders herum: Der Augapfel ist zu kurz geraten, und die gebrochenen Strahlen treffen erst hinter der Netzhaut zusammen. Weitsichtige Menschen sehen deshalb Gegenstände in der Ferne scharf, in der Nähe hingegen unscharf. Auch hier hilft eine Brille. Ihr „Sammelglas“ sorgt dafür, dass sich die einfallenden Strahlen weiter vorne – genau auf der Netzhaut – zu einem Punkt bündeln.

Hornhautverkrümmung

Eine weitere Form der Fehlsichtigkeit resultiert aus der sogenannten Hornhautverkrümmung. Dabei verändert die verformte Hornhaut die Brechkraft der Linse so, dass einfallende Lichtstrahlen nicht in einem Punkt auf der Netzhaut gebündelt eintreffen. Die Strahlen streuen dann über die gesamte Netzhaut. Die Folge: Die Betroffene sehen unscharf. Auch hier kann eine Brille Abhilfe schaffen.  

Grüner Star

Eine häufige Augenkrankheit ist auch das sogenannte Glaukom, häufig auch als Grüner Star bezeichnet. Es gibt verschiedene Arten der Erkrankung, die häufigste ist das primäre Offenwinkelglaukom. Dabei wird das Gesichtsfeld – der Sehbereich, den man wahrnehmen kann, ohne die Augen zu bewegen – zunehmend eingeschränkt. Im schlimmsten Fall und bei Nichtbehandlung droht den Betroffenen die Erblindung. Mit dem Alter steigt das Glaukom-Risiko. So haben etwa 2 von 100 Menschen zwischen 40 und 54 Jahren ein Glaukom. Bei den 75- bis 89-Jährigen sind es etwa 40 von 100.

Grauer Star

Zu unterscheiden ist fernerhin der Graue Star. Bei dieser Erkrankung trübt die ursprünglich klare Linse ein, wodurch sich das Sehvermögen verschlechtert. Mediziner nennen den Grauen Star auch „Katarakt“. Im Alter zwischen 52 und 64 Jahren haben offenbar 50 Prozent der Bevölkerung einen Grauen Star, ohne Sehstörungen zu bemerken. Bei den 65- bis 75-Jährigen sollen weit über 90 Prozent betroffen sein. Ab dem 75. Lebensjahr nimmt die Hälfte von ihnen Beeinträchtigungen des Sehvermögens wahr. Auch hier kann die Nichtbehandlung zur Blindheit führen.

Wann ein Arztbesuch ratsam ist

Werden Augenerkrankungen rechtzeitig entdeckt, lassen sie sich in der Regel gut behandeln. Eine regelmäßige Vorsorge beim Augenarzt ist daher das „A und O“. Wichtig zu wissen: Bei augenärztlichen Früherkennungsuntersuchungen handelt es sich um sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen, kurz IGel. Der Patient muss die Leistungen selber finanzieren – außer, es existieren Anhaltspunkte für eine Erkrankung. Auf jeden Fall gilt: Sollten Sie Änderungen Ihres Sehvermögens wahrnehmen, müssen Sie dringend einen Augenarzt aufsuchen! Mitunter können schwere Erkrankungen hinter den Symptomen stecken, die unmittelbar behandelt werden müssen. Dies gilt nach Angaben des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands e. V. (BVA) insbesondere im Hinblick auf folgende Symptome:

  • plötzliche Sehverschlechterung, die nicht innerhalb von einer Stunde zurückgeht
  • plötzlicher Verlust des Sehvermögens
  • starke Augenschmerzen
  • Wahrnehmung von „Rußregen“: Schwarze Flocken rieseln von oben nach unten durch das Gesichtsfeld
  • Wahrnehmung von Lichtblitzen oder farbigen Ringen um Lichtquellen
  • Verätzungen und Verbrennungen im Auge
  • Verletzungen durch Schnitt, Stoß oder Schlag
  • plötzlich aufgetretenes Doppeltsehen
  • Fremdkörper im Auge.

Diese drei Tipps für gesunde Augen sollten Sie außerdem beherzigen.

Übersicht zu diesem Artikel
Ähnliche Artikel
Birkenpollen und Allergiekalender
Diese Tipps verschaffen Linderung
Frau hat Mundgeruch
Die besten Tipps.
Schreiben Sie einen Kommentar