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Erkältung oder Grippe? Das ist der UnterschiedDurchschnittliche Bewertung: 41549
24. Februar 2015

Erkältung oder Grippe? Das ist der Unterschied

Erkältung oder Grippe

Die Nase läuft, im Hals kratzt es und dauernd muss man husten: Fast jeder von uns leidet pro Jahr an mindestens einer Erkältung. Das ist zwar nervig, aber nur selten gefährlich. Anders ist es bei einer Grippe.

Die Symptome sind ähnlich, doch bei einer Erkältung und einer Grippe handelt es sich um zwei unterschiedliche Krankheiten. Bei einer Erkältung oder einem grippalem Effekt verursachen Viren eine Infektion der oberen Atemwege (Nase und Rachen). Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, aber auch leichtes Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen sind die Folge. Der Verlauf der Erkrankung ist schleichend und meistens mild. Das ist bei einer Grippe, auch Influenza genannt, ganz anders: Sie beginnt plötzlich – mit starken Gliederschmerzen und hohem Fieber. Bei älteren und geschwächten Menschen kann eine Grippe sogar tödlich verlaufen. Daher sollte man bei Grippeverdacht unbedingt zum Arzt gehen.

Warum wird man krank?

Ob in der Schule, im Büro oder im Bus: An öffentlichen Orten haben Viren ein leichtes Spiel. Denn sie werden durch Tröpfchen in der Atemluft, etwa wenn Erkältete husten oder niesen, aber ebenso durch das Berühren gemeinsam genutzter Gegenstände wie Haltegriffe, Telefone oder Türklinken, übertragen. Dabei können sie mehrere Stunden auf Gegenständen und Händen überleben und gelangen dann über die Schleimhäute der Nase und des Rachens ins Körperinnere. Ist das Immunsystem nicht stark genug, die Viren abzuwehren, lösen diese einen Infekt aus.

Mehr als 200 verschiedene Virenarten können eine Erkältung auslösen, zum Beispiel Corona-, Adeno- oder Rhinoviren. Eine Grippe hingegen wird durch Influenza-Viren verursacht. Doch gegen diese Viren kann man sich impfen lassen. Der einzige Wermutstropfen: Die Impfung muss jährlich wiederholt werden.

Erkältung durch Frieren?

Warum werden die meisten Menschen immer im Winter krank? Eigentlich haben Erkältungen nichts mit Kälte zu tun, da die Krankheit durch Viren ausgelöst wird. Dennoch ist die Temperatur nicht ganz egal: Die Kälte schwächt den Organismus und macht ihn so anfälliger für Erreger. Kommt noch trockene Heizungsluft hinzu, beginnt ein Teufelskreis: Kalte Luft und Nässe stören die Durchblutung der Nasenschleimhäute, überhitzte Räume trocknen sie aus und verringern damit die Reinigungsfunktion der Flimmerhärchen. Die perfekte Angriffsfläche für Viren!

Was hilft gegen eine Erkältung

Von einer Erkältung heißt es: „Kommt drei Tage, bleibt drei Tage, geht drei Tage.“ Medikamente dagegen gibt es nicht. Man kann nur die Symptome therapieren. Wer dabei nicht auf Nasespray, Hustensaft & Co. setzen will, kann auch zu Hausmitteln greifen. Bei einer laufenden Nase hilft ein Kamillendampfbad. Dafür einfach 1–2 Handvoll Kamillenblüten mit heißem Wasser übergießen und etwa zehn Minuten lang den Dampf inhalieren. Gegen Halsschmerzen helfen Kartoffelwickel. Der Grund: Sie können Wärme sehr lange speichern und geben diese kontinuierlich ab. Das fördert die Durchblutung. Das funktioniert so: Etwa fünf Kartoffeln (mit Schale) kochen und anschließend in ein Geschirrtuch wickeln. Danach mit einem Nudelholz die Kartoffeln zerdrücken und das Päckchen um den Hals wickeln. Die Wickel bleiben bis zu zwei Stunden warm. Und auch gegen Fieber gibt es ein bewährtes Hausmittel: Wadenwickel. Dafür Handtücher in warmes Wasser legen, auswringen und um die Waden wickeln. Anschließend mit einem trockenen Tuch abdecken. Dank Verdunstungskälte – heißes Bein, lauwarmes Handtuch – gibt der Körper Wärme ab. Wichtig: Nach spätestens 15 Minuten sollten Sie die Wadenwickel wieder entfernen, da das Fieber, eine Abwehrreaktion des Organismus, nicht dauerhaft unterdrückt werden sollte.

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Aber es ist so Einfach! Mit viele Vitamine D3 kann man sich gegen Grippe vollständig schützen! Ildiko
 
Wer Viren und Bakterien nicht auseinander kennt, sollte keine Artikel darüber schreiben. Soviel ich weiß: Grippaler Effekt/Erkältung = Bakteriell Echte Grippe=Influenza= durch Influenza Viren verursacht. Kann man googeln ;-)
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Lieber Herr Saager, unkomplizierte Atemwegsinfekte wie Erkältungen und grippale Infekte werden – anders als von Ihnen vermutet – tatsächlich in der Regel durch Viren ausgelöst und nicht durch Bakterien. Diese können sich höchstens später, wenn der Betroffene sich nicht schont und der Infekt nicht vernünftig auskuriert wurde, sozusagen „aufpfropfen“ und müssen dann gegebenenfalls antibiotisch behandelt werden. Der Mediziner spricht in diesem Fall von einer sogenannten Sekundär- oder auch Superinfektion. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Information, die wir von Experten eingeholt haben, weiterhelfen konnten. Herzliche Grüße, Ihr EAT SMARTER-Team