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Live Smarter Blog der Techniker Krankenkasse
21. März 2017

Essverhalten ändern: Welcher Esstyp sind Sie?

Oft essen wir unbewusst, um uns zu belohnen, zu motivieren oder zu trösten. Doch kleine Snacks zwischendurch können ein echter Figurkiller sein! Wie Sie „Ihre“ Ess-Fallen erkennen und Ihr Essverhalten ändern, erfahren Sie im Live Smarter-Blog.

Essverhalten ändern: Belohnen mit Pizza

Eigentlich wissen wir, welche Lebensmittel gut für uns sind. In der aktuellen TK-Ernährungsstudie gaben drei Viertel der Befragten an, ein gutes Wissen über gesunde Ernährung zu haben. Doch allzu häufig scheitert die Umsetzung dieses Wissens in der Praxis. 56 Prozent der Befragten gaben an, keine Zeit für gesundes Essen zu haben, knapp 50 Prozent gaben fehlendes Durchhaltevermögen an, knapp 30 Prozent war das gesunde Essen zu teuer, weitere 30 gaben an, dass es an ihren Kochkünsten hapern würde. Die Folge: Man isst Lebensmittel, von denen man weiß, dass sie zu viel Fett, Zucker und Aromastoffe enthalten – und ist frustriert, dass es nicht gelingt, die eigenen Vorsätze zu befolgen.

Dabei ist es gar nicht so schwer, sein Essverhalten zu ändern! Es gilt, einige Faktoren des persönlichen Verhaltens kritisch unter die Lupe zu nehmen. Dazu gehört das eigene Essverhalten. EAT SMARTER hat eine (nicht ganz ernst gemeinte) Typologie der fünf häufigsten Ess-Typen zusammengestellt. Erkennen Sie sich wieder?

1. Der Stress-Esser

Liebeskummer, Stress im Job oder ein Rüffel vom Chef? Viele Deutsche greifen in solchen Situationen zu Schokolade, Gummitieren und Co. Dieses Verhalten liegt teils in unseren Genen, teils in unserer Konditionierung begründet: Wenn der Pegel an Stresshormonen im Körper permanent erhöht ist, so wird ein erhöhter Energiebedarf signalisiert. Daher greifen wir bei Stress oft instinktiv zu Lebensmitteln mit hoher Energiedichte wie Schokolade, Chips oder Erdnüsse.

Auf der anderen Hand lernen viele Menschen von Kindesbeinen an: Essen ist Belohnung. Nur wer das Gemüse aufisst, bekommt das Dessert. Kein Wunder, dass dieser Mechanismus tief in vielen von uns angelegt ist!

2. Der Apostel

Clean Eating? Skinny Food? Raw Food? Egal, wie der neueste Ernährungstrend heißt – so lange er gesund klingt, ist der „Apostel“ genannte Ernährungstyp sofort Feuer und Flamme. Gesundes Essen ist ihm sehr wichtig und nimmt im Leben einen großen Stellenwert ein. Der Apostel hält sich sehr diszipliniert an die selbst auferlegten Kalorienbilanz und Nährstoffzufuhr. Dabei fühlt er sich großartig, denn anders als den meisten Menschen gelingt es ihm mühelos, diesen asketischen Lebensstil durchzuhalten.

Leider wird der Apostel auch nicht müde, seine Umgebung von den Vorteilen seiner jeweiligen Diät zu überzeugen, weshalb ihm zuweilen ein gewisser Fanatismus nachgesagt wird.

3. Der Bio-Fan

Eingekauft wird im Bioladen, auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Bauern – natürlich Bio, Fair Trade und nachhaltig. Der Bio-Fan kauft ökologische Produkte aus Überzeugung. Allerdings macht ihn das anscheinend nicht zum besseren Menschen: Forscher der Universität Toronto haben in einer psychologischen Testreihe herausgefunden, dass sich Bio-Käufer in bestimmten Ethik-Tests geiziger und egoistischer verhielten als die Vergleichsgruppe, die konventionell kaufte.

Dass „Bio“ auf das Körpergewicht bezogen nicht unbedingt gesünder ist, zeigte eine Studie der britischen Harvard and Duke Business School, die das Ernährungsverhalten bei Käufern von Bio-Produkten untersuchte. Das Ergebnis: Bio-Käufer belohnen ihre ethisch und ökologisch korrekte Lebensweise gerne mit Schokolade, Gummitieren, Chips & Co. Und die enthalten auch in Bio-Qualität leider dieselbe Menge an Zucker, Salz und Fett.

4. Der Schlinger

Wenn Sie in der Mittagspause ganz schnell den Appetit verlieren wollen, dann setzen Sie sich einfach einem Schlinger gegenüber. In Windeseile – und oft, ohne sein Messer zu benutzen – schaufelt er tief über den Teller gebeugt sein Essen in sich hinein. Wie das Essen schmeckt, ist Nebensache – Hauptsache, die Nahrungsaufnahme geht schnell.

Leider hat bei dem Schlinger das natürliche Sättigungsgefühl keine Chance – dafür isst er einfach zu schnell. Die Nahrung landet in relativ groben Stücken im Magen, sodass der Körper jede Menge mit Verdauungsarbeit zu tun hat und der Schlinger mit einem deftigen Nachmittagstief bestraft wird. Mit seiner Schaufelmethode nimmt er sich überdies die Chance, einmal durchzuatmen, zur Ruhe zu kommen und einen Moment zu genießen. Ganz abgesehen davon, dass mit dem Schlinger niemand gerne seine Mittagspause verbringt.

5. Der Genießer

Er ist der Gegenentwurf zum Schlinger: Genießer lieben es zu essen und zelebrieren die Nahrungsaufnahme. Das beginnt morgens mit dem Stylen der perfekten Smoothie Bowl, geht mittags mit dem liebevoll vorbereiteten Kichererbsensalat weiter und endet abends mit dem geselligen Dinner für die besten Freunde.

Mit dem Genießer zu essen macht Spaß – nur zu ungeduldig darf man nicht sein. Denn während andere Esstypen schon die Hälfte verputzt haben, schaut der Genießer sein Essen entweder noch freudig an oder kaut gemächlich Bissen für Bissen. Auch für schnelle Snacks unterwegs ist der Genießer nicht zu haben. Ein Brötchen auf die Hand? Niemals! Dadurch, dass er sich der „To-Go-Kultur“ verweigert, schafft der Genießer ein gutes Fundament für die Erhaltung seiner Gesundheit. Denn anders als der Schlinger hört der Genießer auf sein Sättigungsgefühl, genießt die kurze Auszeit und steht gestärkt vom tisch auf. Wer genau hinschaut, wird zudem feststellen: Dicke Genießer gibt es kaum.

Testen Sie sich: Wie ist es um Ihr Essverhalten bestellt?

 


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