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Live Smarter Blog der Techniker Krankenkasse
15. August 2017

Mittel gegen Läuse: So bekämpfen Sie die Plagegeister

Kaum eine Schule oder Kita bleibt vom “Läuse-Alarm” verschont. Kopfläuse können hartnäckig sein und müssen konsequent bekämpft werden. Dafür gibt es verschiedene Mittel, die wir Ihnen im Live Smarter-Blog vorstellen.

Mittel gegen Läuse

Wo Menschen die Köpfe eng zusammenstecken, sind Läuse oft nicht weit. Die zwei bis dreieinhalb Millimeter kleinen Insekten mit den sechs Beinen ernähren sich von menschlichem Blut, siedeln auf der Kopfhaut und legen dort auch ihre Eier. Ob fettiges oder frisch gewaschenes Haar, ist den Tieren gleichgültig – anders als häufig behauptet, sind Läuse kein Zeichen für mangelnde Hygiene.

Kopfläuse gehören in Deutschland zu den meldepflichtigen Infektionen. Das heißt, wenn in einer Schule oder Kita ein Kind Läuse hat, muss das zuständige Gesundheitsamt informiert werden.

Haben Läuse es sich erst einmal im Haar gemütlich gemacht, muss man sie mit aller Härte bekämpfen. Die gute Nachricht ist aber: Läuse können weder fliegen noch weit springen. Außerhalb der Kopfhaut, wenn ihnen das Lebenselixier Blut fehlt, sterben sie schnell. Mittel gegen Läuse konzentrieren sich also auf die menschliche Kopfhaut.

kopflaus_mikroskop.jpg

Mittel gegen Läuse: So finden Sie Läuse und Nissen

Sind in der Kita oder Schule Ihres Kindes Läuse festgestellt worden, gilt es herauszufinden, ob Ihr Kind bereits befallen ist. Nicht bei jedem Lausbefall juckt die Kopfhaut – das Jucken ist eine allergische Reaktion auf den Läusespeichel, und diese entwickelt sich nicht sofort.

Da Läuse sehr klein und mobil sind, gilt es, die Kopfhaut minuziös zu untersuchen. Dazu eignet sich am besten ein spezieller Läusekamm mit Metallzinke...   mit sehr feinen, engen Zinken.

Und so geht es:

  1. Haare mit normalem Shampoo waschen
  2. Großzügig eine Haarspülung/Conditioner auftragen
  3. Haar mit Kamm oder Bürste glattkämmen, bis der Lausekamm ohne Ziepen durchs Haar gehen kann
  4. Zähne des Läusekamms an der Haarbasis ansetzen – Zinken berühren die Kopfhaut – und Haarsträhnen bis zum Ende durchziehen
  5. Nach jedem Strich den Kamm auf einem Stück Küchenpapier o.Ä. abstreichen und nach Läusen suchen.

Diese Prozedur wird sektorenweise mit allen Haaren durchgeführt, danach der Conditioner wie gewohnt gründlich ausgespült. Die nassen Haare noch einmal systematisch mit dem Kamm durchkämmen, um eventuell verbliebene Läuse zu entfernen.

Mittel gegen Läuse: Vergiften, Ersticken, Auskämmen

Von allein verschwinden Läuse nicht, nur durch eine geeignete Behandlung. Dazu werden heutzutage meist chemische, mechanische und physikalische Wirkprinzipien kombiniert.

Häufig werden gleich nach der Feststellung des Läusebefalls läusetötende Mittel mit den Wirkstoffen Pyrethrum, Permethrin und Allethrin eingesetzt. Hierbei gilt es, peinlich genau den Anweisungen auf der Verpackungsbeilage zu folgen! Denn da diese Substanzen nicht alle Nissen vernichten, muss die Anwendung wiederholt werden – frühestens nach acht, am besten nach neun bis zehn Tagen.

Forscher beobachten jedoch eine zunehmende Resistenz gegen Permethrin und Co.: So sank die Wirksamkeit von Permethrin laut einer Studie aus Großbritannien von 97 Prozent in den 1990er Jahren auf 30 Prozent im Jahr 2010.

Daher kommen vermehrt silikonölhaltige Präparate zum Einsatz. Dieser Wirkstoff legt sich wie ein Film über die Atemorgane der Läuse, sodass sie ersticken. Fachleute empfehlen eine zweimalige Anwendung, zum ersten Mal am Tag der Diagnose und zum zweiten Mal nach acht Tagen. Auch hier gilt: Bitte genau den Anwendungshinweisen folgen!

Nach der Behandlung werden die Haare sorgfältig mit dem Läusekamm ausgekämmt.

Erst wenn ein Kind wieder komplett läusefrei ist – sich in den Haaren beim systematischen Durchkämmen also keine Läuse, Eier oder Nissen mehr finden – darf es wieder in die Schule oder Kita gehen.

Mittel gegen Läuse: Häufige Anwendungsfehler

Wird ein Mittel nicht korrekt angewendet, so können Läuse, Nissen und Eier überleben. Ersparen Sie sich und Ihrem Kind eine langwierige und nervige Behandlung, indem Sie diese häufigen Fehler nicht machen:

die notwendigen Einwirkzeiten des Mittels werden nicht eingehalten
Das Mittel wird zu sparsam angewendet
Das Mittel wird nicht gleichmäßig verteilt
Das Haar ist zu nass, dadurch wird das Mittel zu sehr verdünnt
Die Wiederholungsbehandlung wird nicht durchgeführt

Mittel gegen Läuse: Bitte kein Föhn und keine Sauna

Als “Hausmittel” gegen Läuse wird das Anpusten mit einem heißen Föhn verkauft. Bitte lassen Sie die Finger davon! Empfindliche Kinderkopfhaut verbrennt schnell, und effektiv ist das Föhnen auch nicht – ebenso wenig wie der Versuch, Läusen in der Sauna den Garaus zu machen.

Mittel gegen Läuse: So werden Kleidung, Kopfkissen und Teddy behandelt

Läuse brauchen menschliches Blut, um zu überleben, und werden nur durch direkten Haarkontakt übertragen. Entsprechend kurz ist ihre Lebensdauer auf Teppichböden, in Kleidungsstücken oder Bettwäsche.

Doch kann zusätzlich eine gründliche Reinigung von Kämmen und Bürsten sinnvoll sein – und sei es, um sich in den eigenen vier Wänden wohler zu fühlen. Ebenso sollten Kleidung, Handtücher und Bettwäsche gewechselt und bei 60 Grad Celsius gewaschen werden.

Wer bei Stofftieren sicher gehen möchte, kann diese einige Tage in die Tiefkühltruhe oder alternativ in einen luftdicht verschlossenen Sack stecken.

Video: Dr. Johannes gibt Tipps zur Behandlung von Kopfläusen 

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