Rauchen – das Gesundheitsrisiko Nummer 1 | EAT SMARTER
47
1
Drucken
1
Live Smarter Blog der Techniker Krankenkasse
Rauchen – das Gesundheitsrisiko Nummer 1Durchschnittliche Bewertung: 4.51547
21. April 2015

Rauchen – das Gesundheitsrisiko Nummer 1

Rauchen ist gefährlich für Körper und Geist. Rauchen ist gefährlich für Körper und Geist.

Dass Rauchen ungesund ist, weiß eigentlich jeder. Jährlich sterben in Deutschland etwa 110.000 Menschen an Krankheiten, die durch Tabakkonsum ausgelöst werden. Das sind etwa 300 Bundesbürger täglich. Aber was genau passiert mit dem Körper, wenn man regelmäßig an den gefährlichen Glimmstängeln zieht?

In Tabak steckt das Nervengift Nikotin. Damit schützt sich die Pflanze vor Insekten. Wenn Menschen Nikotin inhalieren, bleibt das ebenfalls nicht ohne Folgen: Ihre Stimmung bessert sich, das Hungergefühl wird unterdrückt und die Konzentrationsfähigkeit steigt kurzfristig an. Das sind auch die Gründe, warum manche Raucher nicht aufhören möchten. Laut einer britischen Langzeitstudie zieht der Tabakkonsum allerdings das Gehirn in Mitleidenschaft. Rauchenden Männer drohen demenzähnliche Symptome schon ab dem 45 Lebensjahr, berichten Forscher vom University College London. Und nicht nur das: Auch die körperlichen Konsequenzen sind gravierend.

Aber nicht nur Nikotin fügt dem Organismus große Schäden zu. Mehr als 4.800 verschiedene Schadstoffe sind im Zigarettenrauch enthalten. Mindestens 250 davon sind giftig oder krebserregend. Dazu gehören unter anderem Teer, Blausäure, Ammoniak, Kohlenmonoxid, Arsen, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, N-Nitrosamine und Formaldehyd.

Warum ist Rauchen so gefährlich?

Über die Lunge gelangt Nikotin ins Blut. Das hat massive Konsequenzen: Das Herz schlägt öfter, die Atmung wird schneller, der Blutdruck steigt, die Blutgefäße verengen sich und dadurch werden die Organe schlechter durchblutet. Schwindel, Übelkeit, Erbrechen oder Kopfschmerzen sind weitere mögliche Folgen. Langfristig kann es sogar zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs kommen. So ist zum Beispiel das Risiko für einen Herzinfarkt bei Rauchern etwa doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern, im Falle von Lungenkrebs ist das Risiko sogar 20- bis 30-mal höher!

Auch die Alterung wird beschleunigt: Durch die Belastung mit den Schadstoffen in der Zigarette wird das Immunsystem geschädigt und Wunden heilen langsamer. Außerdem verliert die Haut an Spannung, wird faltig und unelastisch. Hinzu kommen gelblich verfärbte Zähne und Fingerspitzen. Mit dem beschleunigten Alterungsprozess geht auch eine verkürzte Lebenserwartung einher: Starke Raucher (laut Weltgesundheitsorganisation mehr als 20 Zigaretten täglich) leben etwa zehn Jahre kürzer als der Durchschnitt.

Doch von allen Organen leidet die Lunge am stärksten unter dem Rauchen. Letzteres gilt als Hauptursache für die Entstehung von Lungenkrebs. Über 90 Prozent aller Menschen mit einem bösartigen Tumor in der Lunge sind Raucher. Und auch die sogenannte chronische obstruktive Bronchitis (COPD) ist eine häufige Folgeerkrankung des Nikotinkonsums. Die Schadstoffe aus dem Zigarettenrauch stören die Selbstreinigung der Bronchien. Die Folge: Es entwickeln sich schneller Entzündungen und die Atemwege verengen. Das schränkt vor allem die Ausatmung ein, sodass es zu einer Überblähung von Lungenbläschen kommen kann. Das führt zu einer zunehmenden Atemnot. Die nicht mehr richtig funktionierende Lunge verschlechtert die Sauerstoffversorgung des ganzen Körpers und kann außerdem zu einer Überlastung des Herzens führen.

Übersicht zu diesem Artikel
Ähnliche Artikel
Rauchen ist ungesund. Wir sagen Ihnen, ob Rauchen auch der DNA schaden kann.
Stresstest
Glücklicher im unperfekten Leben
Schreiben Sie einen Kommentar
 
Was nutzt all die Aufklärung wenn daraus keine finanziellen Konsequenzen entstehen. Jung waren wir alle mal und geraucht haben wir auch. Bis zum 18 Lebensjahr sollte dies ohne Folgen bleiben. Bis zum 25 Lebensjahr sollte man nochmals verstärkt auf die Folgen des Rauchens hinweisen und ab dem 25 Lebensjahr sollten die Raucher 50 Prozent mehr Krankenkassenbeitrag zahlen. Denn sie verursachen erhebliche Mehrkosten für Ihre Lebenserhaltungssystem als andere Mitmenschen