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Live Smarter Blog der Techniker Krankenkasse
25. Oktober 2016

Warum Stress oft hausgemacht ist

Sechs von zehn Erwachsenen geben an, gestresst zu sein, so das Ergebnis einer neuen Studie der Techniker. Doch häufig setzen uns nicht die Arbeit oder die Familie unter Strom – wir selbst sind es.

Stresstest

Always on“ – so lässt sich einer der größten Stressfaktoren unserer Zeit zusammenfassen. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Stressstudie, welche die Techniker Krankenkasse Anfang Oktober in Berlin vorgestellt hat. Demnach geben drei von zehn Beschäftigten an, ihr Job erfordere, auch nach Feierabend oder im Urlaub erreichbar zu sein.

Dr. Jens Baas, Vorstandvorsitzender der TK, sagt: "Die Digitalisierung, die Globalisierung der Märkte und der Anspruch der Kunden, rund um die Uhr alles erledigen zu können, haben unsere Arbeitswelt in den letzten Jahren deutlich verändert. Den Beschäftigten wird deutlich mehr Flexibilität abverlangt. Wenn aber fast 30 Prozent der Erwerbstätigen sagen, dass sie auch nach Feierabend und im Urlaub erreichbar sein müssen, dann läuft in der Betriebsorganisation etwas falsch. Das spricht nicht für eine gesunde Unternehmenskultur."

49 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, durch die Arbeit zeitweilig gestresst zu sein. Insgesamt macht sich fast ein Fünftel der Berufstätigen Sorgen, das Arbeitstempo nicht mehr mithalten zu können. Doch gleich danach folgt ein Stressfaktor, der von innen kommt: die eigenen Ansprüche. 43 Prozent der Studienteilnehmer führten an, dass ihre eigene hohe Messlatte an privaten und beruflichen Erfolg sie unter Druck setzte. Vor allem Frauen stehen anscheinend unter großem Druck, das eigene Leben perfekt zu bewältigen.

Unvollkommenheit muss gelernt werden

Im Job 100 Prozent geben, perfekt für das Kind sorgen, immer ausgewogenes Bio-Essen auf den Tisch bringen, Körper und Geist in Form halten – diesem Perfektionsdruck hält auf Dauer wohl nur ein Duracell-Häschen stand. Für einen Menschen aus Fleisch und Blut ist er hingegen kaum zu bewältigen und sorgt für unnötigen Stress.

Der Schritt hin zu mehr Gelassenheit ist nicht immer einfach, denn die eigenen hohen Ansprüche tragen wir oft bereits seit der Kindheit mit uns herum. Doch Sie können es zumindest probieren und hinterfragen, ob wirklich immer alles perfekt sein muss: Muss jede Schultüte selbst gebastelt sein? Tut es an manchen Abenden auch der Pizzabote? Können Sie sich auch in einer unaufgeräumten Wohnung wohlfühlen? Lösungsansatz wäre an dieser Stelle also nicht nur ein anderes Stressmanagement, sondern auch eine gelassenere Haltung.

Zeitmanagement gegen Stress

Viele Menschen verzetteln sich im (Arbeits)alltag, weil sie zu viel auf einmal erledigen wollen. Doch eine übervolle To-Do-Liste, auf der am Ende des Tages nur wenige Punkte abgehakt sind, frustriert und schafft Stress. Wer am Ende des Tages zufrieden nach Hause gehen möchte, muss priorisieren – und auch in der Lage sein, Aufgaben zu delegieren. „Nur wer loslässt, hat beide Hände frei“, besagt ein Spruch aus dem Volksmund, der sich perfekt auf das eigene Zeitmanagement anwenden lässt – übrigens nicht nur am Arbeitsplatz! Denn auch eine enge Taktung in der Freizeit wird von den Befragten der Stressstudie als belastend wahrgenommen.

Testen Sie sich: Wie gut ist Ihr Zeitmanagement?

Zum Stress-Test

Aktiver Ausgleich oder nonstop online?

Stress - Comic von Doug Savage Comic aus dem Buch

Wer gestresst ist, benötigt einen Ausgleich oder ein Ventil. Laut der Stressstudie stehen das Hobby, Faulenzen, sich mit Freunden und Familie treffen bei der Mehrzahl der Befragten oben auf der Liste der liebsten Entspannungsstrategien. Sport treibt zum Ausgleich nur jeder Zweite. Und nur 13 Prozent, Frauen deutlich häufiger als Männer, nutzen tatsächlich Entspannungsmethoden wie Yoga oder Autogenes Training.

In der Altersgruppe der 18- bis 39-Jährigen sucht jeder Zweite Entspannung in den Sozialen Netzwerken oder bei Computerspielen. Das ist nicht nur für die körperliche Regeneration, sondern auch für die seelische Gesundheit bedenklich, denn wenn man seinen Feierabend in der gleichen passiven Haltung vor dem flimmernden Bildschirm verbringt wie zuvor den Arbeitstag, ist das natürlich kein Ausgleich. Wer auch im Feierabend nicht zur Ruhe kommt, leidet schnell unter Schlafstörungen. Experten vermuten, dass die „Always On“-Haltung auch die Gedächtnisleistung negativ beeinflusst.

Wie „Digital Detox“ gelingen kann und Sie sich abends und tagsüber Ruheinseln schaffen können, lesen Sie hier.

Über die Stressstudie

Für die TK-Stressstudie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Juni und Juli 2016 im Auftrag der TK zum dritten Mal einen bevölkerungsrepräsentativen Querschnitt der Erwachsenen in Deutschland zu seinem Stresslevel und dem Umgang mit Stress. Die Studie steht unter www.tk.de zum kostenlosen Download bereit (Webcode 916646).


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