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Neues aus der Forschung Blog
26. August 2014

5 Kilo mehr im Jahr durch Dauerstress?

Ein nerviger Job, ein anstrengender Partner, zahllose Termine und Verpflichtungen: Stressige Phasen kennt jeder von uns. Eine gesunde Ernährung und viel Bewegung blieben dabei häufig auf der Strecke. An Stelle eines vitaminreichen Gemüseauflaufs findet irgendein Fertiggericht Platz auf unserem Teller, und die Trainingseinheit im Fitnessstudio ersetzen wir lieber durch einen entspannten Fernsehabend, der uns wenigstens für ein paar Minuten zur Ruhe kommen lässt. Keine Frage, wer bei Stress auf Sport und gesunde Ernährung verzichtet, legt schnell mal ein paar Pfund zu. Schuld daran sind allerdings nicht nur die ungesunden Lebensmittel oder die mangelnde Aktivität. Eine Studie der Ohio State University zeigt: Vor allem ein veränderter Stoffwechsel führt dazu, dass wir weniger Kalorien verbrennen und das Gewicht infolge dessen häufig ansteigt.

Viele greifen zu Fast Food, wenn sie keine Zeit fürs Essen haben. © neirfy - Fotolia.com Viele greifen zu Fast Food, wenn sie keine Zeit fürs Essen haben. © neirfy - Fotolia.com

Für ihre Untersuchung befragten die US-Wissenschaftler zunächst 58 Frauen zu stressigen Ereignissen des vorangegangenen Tages, körperlichen Aktivitäten und ihrer mentalen Stimmung. Anschließend erhielten die Probandinnen eine standardisierte Speise, die aus Eiern, Truthahnwürstchen, Sauce und Brötchen bestand und mit rund 930 kcal einem doppelten Burger in einem Fast-Food-Restaurant entsprach. Jeweils vor und nach der Mahlzeit wurde mithilfe einer Atemanalyse die Stoffwechselrate der einzelnen Testpersonen gemessen, die Aufschluss darüber gibt, wie schnell der Körper Kalorien verbrennt. Darüber hinaus untersuchten die Forscher Blutzucker-, Blutfett-, Insulinwerte und den Cortisolspiegel, der den Stresslevel der Probandinnen widerspiegelte. Die Auswertung aller Daten machte deutlich: Die Teilnehmerinnen verbrannten weniger Kalorien, wenn sie am Vortag unter Stress standen. Im Beobachtungszeitraum von sieben Stunden waren es durchschnittlich ganze 104 kcal weniger. Darüber hinaus war der Insulinspiegel der gestressten Frauen erhöht. Dieser kontrolliert neben dem Zuckerhaushalt auch die Einlagerung von Fetten. Bei einem hohen Pegel wird mehr Fett gespeichert und weniger davon als Energiequelle genutzt.

Alles in allem macht die Untersuchung deutlich, dass Stress durchaus eine Gewichtszunahme begünstigen kann – selbst wenn man sich weitgehend „normal“ ernährt. Auf ein ganzes Jahr gerechnet könnte man aufgrund eines trägen Stoffwechsels rund fünf Kilogramm zulegen, schätzen die Wissenschaftler. Doch weil sich Stress nicht immer vermeiden lässt, raten die Forscher dazu, in aufwühlenden Phasen eine bewusste Nahrungsauswahl zu treffen und auf Fast Food am besten ganz zu verzichten. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass das Gewicht konstant bleibe, so die Wissenschaftler.

Ich für meinen Teil muss sagen, dass Stress bei mir eher dazu führt, dass ich deutlich weniger esse und kaum Appetit habe. Im Hinterkopf behalten werde ich den Stoffwechsel-Hinweis der US-Wissenschaftler trotzdem. Denn einen trägen Stoffwechsel gilt es – so oder so – auf jeden Fall zu vermeiden!

Einen Auszug aus der Studie gibt es hier.

Janina Darm

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