Warum Ballaststoffe den Appetit hemmen | EAT SMARTER
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05. Mai 2014

Warum Ballaststoffe den Appetit hemmen

Eine ballaststoffreiche Kost ist sehr gesund. © Zerbor - Fotolia.com Eine ballaststoffreiche Kost ist sehr gesund. © Zerbor - Fotolia.com

Sie stecken in Obst und Gemüse, aber auch in vielen Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten: Ballaststoffe bringen die Verdauung auf Trab und hemmen den Appetit. Das ist eigentlich nichts Neues, liebe Blog-Leser. Worauf dieser Effekt basiert und was die schwer verdaulichen Kohlenhydrat-Fasern so wertvoll macht, galt bislang allerdings als großes Rätsel. Ein internationales Forscherteam bringt jetzt Licht ins Dunkel: Acetat, ein im Darm aus den Pflanzenfasern ausgeschiedenes Abbauprodukt, scheint als Appetitzügler zu wirken.

Die Wissenschaftler stellten die chemische Verbindung in den Focus eines Mäuseexperiments. Sie injizierten den Tieren eine Acetat-Lösung in den Darm oder aber in den Blutkreislauf und beobachteten, wie sich dies auf die Nahrungsaufnahme der Mäuse auswirkte. Das Ergebnis: Bei jenen Tiere, die eine Acetat-Injektion erhalten hatten, war der Appetit über mehrere Stunden lang gedämpft. Ihr sonstiges Verhalten unterschied sich nicht ansatzweise von dem der Tiere in einer Vergleichsgruppe.

Untersuchungen des Hirnstoffwechsels machten zudem deutlich, dass die kurzkettigen Fettsäure-Acetate offenbar über das Blut bis ins Gehirn der Tiere wanderten und dort ebenfalls Einfluss auf das Hungergefühl nahmen. „Die Daten demonstrieren, dass es einen zuvor unbekannten Mechanismus gibt, durch den die Fermentation von Ballaststoffen das Körpergewicht beeinflusst“, analysierte Gary Frost vom Imperial College London, einer der an der Untersuchung beteiligten Wissenschaftler, die Resultate der Forschungsarbeit.

Ob die Acetate auch im menschlichen Körper appetitzügelnd wirken, soll nun überprüft werden. Bestätigt sich die Annahme, könnte die gezielte Verabreichung der Ballaststoff-Abbauprodukte dazu beitragen, dass Patienten mit Gewichtsproblemen vom Heißhunger befreit werden und eine ballaststoffarme Ernährung künftig kompensiert werden kann. Fakt ist nämlich: Viele Menschen – auch normalgewichtige – nehmen zu wenig Ballaststoffe zu sich. Gerade einmal 17 bis 21 Gramm isst der Durchschnittsbürger am Tag – zu wenig, wenn man die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) berücksichtigt: So rät die DGE Erwachsenen, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe über die Nahrung aufzunehmen.

Grund genug also, die ballaststoffreiche Kost ganz gezielt auf den Speiseplan zu setzen. Zur Erinnerung: Lösliche Ballaststoffe stecken vor allem in Getreide und Hülsenfrüchten, unlösliche Ballaststoffe sind besonders in Obst und Gemüse enthalten (dazu zählen zum Beispiel das Pektin in Äpfeln oder das Inulin aus bestimmten Gemüsen). Beide Varianten halten uns fit und dämpfen den Appetit! Und nicht zuletzt deshalb werde ich mir jetzt mal einen Apfel holen – schaden kann das ganz sicher nicht!

Einen Auszug der Studie gibt es hier.

Janina Darm

Und hier finden Sie jede Menge ballaststoffreiche Rezepte.

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Aus jahrzehntelanger Erfahrung kann ich diesem Artikel nur zustimmen. Wenn ich mein Gewicht reduzieren möchte, esse ich zusätzlich verstärkt Ballaststoffe, insbesondere Weizenkleie. aber auch Haferkleie statt Frühstücksflocken im Joghurt ist nicht verkehrt. In den Siebzigern des letzten Jahhunderts war in der Regenbogenpresse von den Untersuchungen eines Dr.Reuben in den USA die Rede, der damals schon den Ballaststoffmangel in den Industrienationen anprangerte. Er gab sogar Kochrezepte heraus, wie man Weizenkleie auch in bestimmte Gerichte, relativ unbemerkt, einbauen kann. Von da an machte ich keine Sauce Bolognese oder andere Hackgerichte mehr ohne Weizenkleie. Auch in Eierpfannkuchen, auf Obstkuchen, in Eintöpfen und selbstverständlich im Müsli durften sie nicht fehlen. Die Kinder merkten es nur, wenn ich vergaß, das Kleiepäckchen vor dem sie mittags in diie Küche türmten, verschwinden zu lasen. Übrigens Kleie eignet sich auch, statt Weckmehl für Panaden.