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13. Mai 2014

Wer abnehmen will, sollte Hip-Hop hören

Ob diese Dame Hip-Hop auf den Ohren hat? © AntonioDiaz - Fotolia.com Ob diese Dame Hip-Hop auf den Ohren hat? © AntonioDiaz - Fotolia.com

Hören Sie gerne Musik beim Essen? Dann sollten Sie jetzt gut aufpassen. Denn der Song – oder sagen wir besser: die Musikrichtung – hat entscheidenden Einfluss darauf, wie viel tatsächlich gegessen wird. Das zumindest behaupten Wissenschaftler der Universität Arkansas in den USA.

Die Forschergruppe um den Ernährungswissenschaftler Han-Seok Seo bat 99 Probanden, Paprika bzw. Schokolade zu essen und anschließend Auskunft darüber zu geben, wie ihnen die Snacks gemundet haben und wie intensiv sie den Geschmack empfanden. Während der Tests lief im Hintergrund fortwährend Musik. Genau genommen verschiedene musikalische Arrangements eines Stücks von Johann Sebastian Bach – mal klassisch, mal rockig, mal jazzig oder aber im Hip-Hop-Style.

Und es zeigte sich: Den Studienteilnehmern schmeckten die Snacks vor allem dann besonders gut, wenn im Hintergrund Jazz lief. Dröhnten hingegen Hip-Hop-Klänge durch den Versuchsraum, empfanden die Probanden das Essen als wenig reizvoll. Im Hinblick auf die Schokolade war der zu beobachtende Effekt sogar noch stärker ausgeprägt als bei der Paprika.

Dies bestätigt die Annahme, dass unser Appetit wächst, sobald wir uns wohlfühlen. Letzteres, betonen die Wissenschaftler, hänge in Anbetracht der Untersuchung natürlich vor allem vom individuellen Musikgeschmack ab, was ich persönlich sehr gut nachvollziehen kann. Würde man mich beim Candle-Light-Dinner mit Techno oder Heavy Metal malträtieren, bekäme ich ganz sicher keinen Bissen herunter und würde – wie wohl die meisten Menschen – sofort das Weite suchen.

Klassikliebhaber und auch Rockfans dürfen übrigens aufatmen: Beide Musikstile scheinen keinen besonderen Einfluss auf die Verzehrmenge zu haben. Die Forscher aus Arkansas vermuten, dass klassische oder rockige Musik durch Werbung, Filme und Restaurants zu geläufig sei, um den Appetit zu fördern oder gar zu hemmen – anders als die Hip-Hop-Sounds, die auf viele Menschen noch immer sehr befremdlich wirken.

Für die US-Wissenschaftler Grund genug, aus diesen Beobachtungen ganz eigene Schlüsse zu ziehen und vor allem Abnehmwilligen einen Tipp mit auf den Weg zu geben: Hören Sie doch öfter Hip-Hop während des Essens oder einen Song, den Sie absolut schrecklich finden. Dadurch werden Sie sicherlich weniger essen und auch an Gewicht verlieren – so oder so ähnlich dürfte das Credo lauten.

Fragt sich allerdings, ob durch den musikalischen Stress beim Essen nicht automatisch der Blutdruck steigt und man bald darauf mit ganz anderen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat als „nur“ mit dem Gewicht...

Janina Darm

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