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10. Februar 2015

Vorsicht! Zu häufiges Joggen erhöht das Sterblichkeitsrisiko

Zu langes und intensives Joggen verringert offenbar die Lebenswerwartung.  Zu langes und intensives Joggen verringert offenbar die Lebenswerwartung.

Mit hochrotem Kopf und völlig abgehetzt laufen manche Jogger um die Alster – und glauben, sich und ihrer Fitness etwas Gutes zu tun. Doch möglicherweise ist das Gegenteil der Fall. Dies zumindest legt eine Studie des Frederiksberg Hospitals in Kopenhagen nahe.

Demnach gibt es eine Obergrenze für den gesundheitlichen Nutzen des Joggens: Wer zu häufig und zu intensiv trainiert, besitzt offenbar das gleiche statistische Sterblichkeitsrisiko wie Sportmuffel, die am liebsten auf dem Sofa hocken.

Die Forscher werteten Daten von 3950 gesunden, keinen Sport treibenden Studienteilnehmern und 1098 Joggern aus. Die Probanden wurden über 12 Jahre begleitet. Die Auswertung, bei der auch Risikofaktoren wie das Rauchen oder das jeweilige Alter der Studienteilnehmer berücksichtigt wurden, ergab, dass all jene das geringste Sterberisiko besaßen, die bei langsamem bis mittelschnellem Lauftempo ein bis maximal 2,5 Stunden pro Woche Joggen waren und das Pensum auf insgesamt drei Einheiten verteilten. Das Sterblichkeitsrisiko stieg hingegen bei all jenen, die wesentlich intensiver und häufiger ihre Laufrunden drehten.

Über Jahrzehnte hinweg könne die intensive Beanspruchung offenbar insbesondere dem Herz-Kreislauf-System schaden, berichten die Wissenschaftler. Das Tempo des langsamen Laufens entspreche einer kräftigen körperlichen Betätigung. Das schnelle Joggen hingegen sei als sehr kräftige Anstrengung zu verstehen und verringere offenbar die Lebenserwartung.

Übertreiben Sie es also nicht mit dem sportlichen Ehrgeiz und lassen Sie es auf der Alsterrunde – oder wo immer Sie auch laufen – lieber ruhig angehen. Ein altes Sprüchlein besagt: In der Ruhe liegt die Kraft. Und dieser Hinweis lässt sich offenbar auf viele Lebenslagen übertragen – selbst auf den Sport.

Einen Auszug aus der Studie gibt es hier.

Janina Darm

Hier geht es zur Blog-Seite „Neues aus der Forschung“

 

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