Lammily, die neue Barbie | EAT SMARTER
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Der Schlankmacher Blog
Barbie hat jetzt KurvenDurchschnittliche Bewertung: 4.31512
17. März 2014

Barbie hat jetzt Kurven

© www.lammily.com © www.lammily.com

Die klassische Barbie ist superdünn und beeinflusst negativ die Körperwahrnehmung junger Mädchen, so Kritiker. Schluss damit, dachte sich der amerikanische Künstler Nickolay Lamm, und entwickelte kurzerhand „Lammily“ – eine Spielpuppe mit gesunden Proportionen. Es folgte ein Siegeszug par excellence.

Eigentlich geht es hier im Blog ja ums gesunde Abnehmen – aber diese Meldung möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, zumal es mich freut, wenn superdürren Schönheitsidealen der Kampf angesagt wird. Der amerikanische Künstler Nickolay Lamm erregt nämlich gerade großes Aufsehen, weil er eine Barbie mit echten, gesunden Proportionen erschaffen hat. Und die geht jetzt sogar in Produktion!

Die Geschichte: Lamm ärgerte sich, dass die Barbie, ein Spielzeugklassiker vor allem für junge Mädchen, absolut unrealistische Körpermaße hat. Dürre Beine, dünne Ärmchen, Wespentaille: Im echten Leben könnte Barbie nicht einmal stehen, ihr dünner und langer Hals den Kopf nicht tragen. Kritische Stimmen merken bereits seit Langem an, dass die Puppe das Körperbild junger Mädchen verzerrt, gar Essstörungen fördert. 

Also fragte Lamm sich: Wie würde eine Puppe aussehen, wenn sie menschliche Proportionen hätte? Anhand der Durchschnittsmaße 19jähriger Amerikanerinnen entwickelte er ein 3-D-Modell von Lammily – einer sportlich-fitten Anti-Barbie mit gesunden und vor allem realistischen Proportionen. Das Internet jubelte und teilte wie wild die Bilder der „neuen“ Barbie. 

Die etwas andere Barbie

(Bilder © www.lammily.com)

Natürlich gab es auch Kritiker, die die ganze Aktion völlig übertrieben finden. In einem Interview mit der Huffington Post sagt Lamm: "Mein Barbie-Projekt wurde vielfach kritisiert, weil Barbie nur ein Spielzeug ist. Wenn wir aber dünne Models kritisieren, sollten wir auch offen für die Möglichkeit sein, dass auch Barbie einen negativen Einfluss auf junge Mädchen hat." Und weiter: „Eine richtig proportionierte Barbie sieht übrigens ziemlich gut aus!“

Was als Kunstprojekt begann, geht jetzt sogar in Produktion: Der Zuspruch aus dem Internet war so groß, dass Lamm sich entschied, Lammily tatsächlich auf den Markt zu bringen. Am 4. März 2014 startete eine Crowdfunding-Kampagne, um das nötige Geld für die Lammily-Erstproduktion zu sammeln. Der Erfolg war überwältigend, bereits nach einem Tag kam das Geld zusammen. Hilfe bekommt der Lammily-Erfinder jetzt auch noch von ungewohnter Stelle: Robert Rambeau, ehemaliger Vize-Präsident des Spielzeuggiganten Mattel (genau, die stellen die echte Barbie her) hat sein Wissen und seine Hilfe bei der Suche nach Produzenten angeboten. 

Die Lammily-Puppe gibt es voraussichtlich ab November 2014. Vorbestellung und weitere Infos auch hier. Im Video erzählt Erfinder Lamm noch ein wenig mehr zum Projekt (englisch)

Nicole Benke

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