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Das isst die deutsche ElfDurchschnittliche Bewertung: 3.61511
11. Juni 2014

Das isst die deutsche Elf

Morgen startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Seit ein paar Tagen ist auch die deutsche Nationalmannschaft in ihrem WM-Quartier und bereitet sich vor. Doch nicht nur tägliches Training, auch die richtige Ernährung gehört dazu. Was essen Schweinsteiger, Özil und Co. eigentlich? Zeit, einmal einen Blick auf den Speiseplan der Nationalelf zu werfen.

Das richtige Essen ist entscheidend für die körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit. „Nur mit einer ausgewogenen, abwechslungsreichen und qualitativ hochwertigen Ernährung geben wir unserem Körper den vielseitigen Mix an Vitalstoffen, den er braucht, um all seine komplexen Funktionen erfüllen zu können.“ So Holger Stromberg, der seit 2007 Koch der deutschen Nationalmannschaft ist und für das leibliche Wohl der Spieler sorgt. Damals kamen zum Beispiel nur 5 Prozent Kohlenhydrate auf den Tisch. Heute sind es fast 90 Prozent und die Spieler fragen, ob es keine Vollkornpasta gibt, wenn doch mal helle Spaghetti serviert werden, schreibt Stromberg in seinem Buch „Das Kochbuch der Nationalmannschaft“.

Die heimlichen Vorlieben der Spieler

In diesem finden sich viele wertvolle Tipps zur richtigen Ernährung für Sportler und natürlich tolle Rezepte, zu denen ich später noch kommen möchte. Doch erst einmal will ich natürlich wissen, welcher Spieler besonders diszipliniert in puncto Ernährung ist, wer auch mal sündigt und was die Leibspeisen der Profis sind. Gut, dass Holger Stromberg ein bisschen „aus dem Nähkästchen plaudert“. Kapitän Philipp Lahm gehört z. B. zu den Diszipliniertesten, wenn es um die Ernährung geht. André Schürrle trinkt gern Smoothies zum Frühstück. Zur WM 2010 kreierte Stromberg die Tomatensuppe „Spezial“. Wer diese besonders gern mag? Abwehrspieler Per Mertesacker.
Zum Rezept „Gefüllte Tomaten“ steht geschrieben „Gefüllte Tomaten mag jeder. Nur Lahm hätte lieber Paprika. In der Küche ist aber nun mal Stromberg  der Kapitän.“ Ist Philipp Lahm etwa mäkelig oder ist er einfach kein Tomaten-Fan? Lukas Podolski mag offensichtlich die polnische Küche am liebsten. Er liebt das Gericht „Blumenkohl polnisch“ und nimmt es damit sehr genau, denn nur Holger Stromberg darf es ihm servieren. Özils Lieblingsessen ist hingegen Chopped Salad. Da fällt der Berg auf dem Teller schon mal etwas größer aus. Nationaltorhüter Manuel Neuer mag es ausgefallen und lässt sich besonders gern den Oktopussalat schmecken.  Der Lieblingssnack der Nationalmannschaft? Bruschetta. 100 Stück müssen es für ein Büffet auf jeden Fall sein. Noch mehr Leibspeisen und die zugehörigen Rezepte findet Ihr natürlich im Kochbuch der Nationalmannschaft.

Zwei Rezepte darf ich Euch jedoch an dieser Stelle vorstellen. Los geht’s mit einem Smoothie, der so ganz nach André Schürrles Geschmack sein dürfte.

Bananen-Haferflocken-Shake „Leichte Beute“

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 2 Bananen
  • ½ Ananas
  • ¼ Vanilleschote, ausgekratztes Mark
  • 130 g Haferflocken
  • 200 g Eiswürfel
  • 200 ml kaltes Wasser
  • 1 EL Leinöl
     

Zubereitung:

  1. Bananen und Ananas schälen. Ananas vierteln und den Strunk entfernen.
  2. Die Früchte nun mit dem ausgekratztem Vanillemark, Haferflocken, der Hälfte der Eiswürfel und dem kaltem Wasser in einen Mixer geben. Auf starker Stufe kurz durchmixen, dann nach und nach den Rest der Eiswürfel zugeben. Zum Schluss das Leinöl zugeben, ein letztes Mal kurz aufmixen und sofort servieren.
     

1 Portion: 223 kcal, EW 5 g, F 5 g, KH 10 g

Bananen sind der perfekte Sportlersnack. Klar, dass sie auch bei den deutschen Spielern beliebt sind. Koch Holger Stromberg serviert das gelbe Obst herzhaft mit Pasta und Speck. Er findet den Kontrast einfach genial und empfiehlt, seine Zweifel ganz schnell zu überwinden.

Pasta mit Banane und Speck

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 500 g Pasta
  • 1 Banane
  • 80 ml kräftiges Olivenöl
  • 30 g Parmesan, frisch gerieben, und etwas zum Bestreuen
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und in sehr kleine Würfel gehackt
  • 30 g Pinienkerne, geröstet
  • 1 Rosmarinzweig, frisch gehackt
  • 80 g luftgetrockneter Speck, in Streifen geschnitten
  • 2 Schalotten, geschält und fein geschnitten
  • 60 g Kräuterseitlinge oder Champignons
  • ½ Peperoni, rot, entkernt und fein geschnitten
  • Meersalz
  • Pfeffer, schwarz, frisch gemahlen
  • 20 g Salbei, frisch und fein gehackt
     

Zubereitung:

  1. Pasta nach Packungsanweisung in gesalzenem Wasser „al dente“ kochen.
  2. Inzwischen die Banane schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Bananenwürfel mit der Hälfte des Olivenöls, Parmesan, Knoblauchwürfelchen, gerösteten Pinienkerne und Rosmarin vorsichtig vermengen.
  3. Speckstreifen, Schalotten, Pilze mit dem restlichen Olivenöl in einer beschichteten Pfanne hellbraun anschwitzen, Peperoni hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Die fertig gekochte Pasta nun in die Pfanne geben, alles kurz durchschwenken. Im Anschluss das Bananenragout hinzugeben.
  5. Pasta mit frischem Salbei und geriebenem Parmesan servieren.

    1 Portion: 857 kcal, EW 27 g, F 35 g, KH 105 g

Das Kochbuch der Nationalmannschaft von Holger Stromberg ist bei Edel Books erschienen und kostet 17, 95 Euro.

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