Immer mehr junge Deutsche sagen "nein danke"zu Fleisch | EAT SMARTER
4
0
Drucken
0
Veggie-Blog
Immer mehr junge Deutsche sagen "nein danke" zu FleischDurchschnittliche Bewertung: 3.3154
02. Juli 2015

Neue Studie

Immer mehr junge Deutsche sagen "nein danke" zu Fleisch

Fast jeder fünfte junge Deutsche greift statt zu Salami und Co. zu pflanzlichen Fleisch-Alternativen – aus Gewissensgründen und um sich besser zu ernähren. Der Geschmack des pflanzlichen Fleisch-Ersatzes macht allerdings die wenigsten glücklich.

Zu einer richtigen Mahlzeit gehört Fleisch? Was bei unserer Elterngeneration noch selbstverständlich war, scheint sich gerade zu ändern, wenn man einer aktuellen Studie glaubt. Denn junge Deutsche zwischen 16 und 24 essen wesentlich weniger Fleisch als der Bundesdurchschnitt. Das hat eine aktuelle Studie des international tätigen Marktforschungsunternehmens Mintel ergeben. Der Studie zufolge greifen inzwischen fast 18 Prozent der Deutschen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren zu pflanzlichen Fleischalternativen. Über alle Altersklassen hinweg liegt der Anteil mit rund 11 Prozent deutlich niedriger. Rund jeder Vierte der jungen Altersklasse gibt an, mehrmals im Monat Fleischalternativen zu konsumieren, bei 12 Prozent ist das sogar mehrmals die Woche der Fall.

15 Prozent der 16- bis 24-Jährigen sind Vegetarier

Für die Mintel-Studie wurden 1.000 deutsche Verbraucher über 16 Jahre befragt. Unter den befragten 16- bis 24-Jährigen gaben 15 Prozent an, Vegetarier zu sein. Verglichen mit dem Bundesdurchschnitt leben in dieser Altersgruppe mehr als zweimal so viele Menschen vegetarisch! Bei den Befragten über 50-Jährigen bezeichnen sich lediglich 3 Prozent als Vegetarier. Auch Fleischalternativen sind in dieser Altersgruppe mit nur 5 Prozent kein Thema. 

Nein zu Fleisch ist ethisch, ökologisch und gesundheitlich bedingt

Hühner ohne Federn, Schweine mit abgebissenen Ringelschwänzen, zu reinen Brustfleisch-Maschinen gezüchtete Puten – die Bilder der oft qualvollen konventionellen Tierhaltung haben sich bei jungen Leuten anscheinend ins Gewissen gebrannt. Nach den Beweggründen für ihren Fleischverzicht gefragt, gaben knapp 40 Prozent der befragten 16- bis 24-Jährigen ethische Gründe an. Ein Drittel der Befragten greift aus ökologischen Gründen zu Fleischersatzprodukten. Bei älteren Menschen greifen eher gesundheitliche Beweggründe: Vier von zehn der befragten 45- bis 54-Jährigen gaben an, aus gesundheitlichen Gründen pflanzliche Alternativen zu bevorzugen.

Katja Witham, Senior Food and Drinks Analyst von Mintel, kommentiert die Studie: "Junge Deutsche [...] verzichten aller Wahrscheinlichkeit nach immer häufiger auf Fleisch und bleiben diesen Ernährungsgewohnheiten vermutlich auch in Zukunft treu.“ Der Trend spiegele den allgemeinen Wunsch nach besseren und ethischeren Lebensmitteln wider, so Witham weiter. 

So richtig schmecken will der Fleischersatz aber niemandem 

Überraschendes Ergebnis der Studie: In Sachen Textur und Geschmack können Fleischersatzprodukte aus Tempeh, Seitan und Tofu bei den Befragten nicht punkten. Nur 14 Prozent gaben an, deren Geschmack wirklich zu mögen. Dieses Ergebnis dürfte vor allem für die zahlreichen Wurstproduzenten interessant sein, die zurzeit mit pflanzlichem Aufschnitt auf den Markt drängen. Denn laut der Mintel-Studie ist die Diskrepanz in Geschmack und Textur zurzeit noch der größe Hinderungsgrund, um "Nein" zu Fleisch und "Ja" zu vegetarischen Fleischalternativen zu sagen.

Die komplette Studie können Sie hier nachlesen. 

Ähnliche Artikel
Bio-Studie
Immer mehr Menschen kaufen Bio-Lebensmittel – so das Ergebnis einer Bio-Studie. Doch es gibt auch ein Problem: Die meisten Produkte werden nicht von deutschen Bauern produziert, sondern aus dem Ausland importiert.
Sie surfen bei Facebook 300x225
Laut Studie sind viele deutsche Facebook-User weniger gebildet.
Morgenlicht macht schlank
Bewegung ist gut, um überflüssige Pfunde zu verlieren. Noch effektiver ist das Ganze allerdings, wenn man an der frischen Luft aktiv ist – und zwar morgens, spätestens aber vormittags – so lautet das Ergebnis einer Studie der Northwestern University im US-amerikanischen Evaston.
Schreiben Sie einen Kommentar