Wie eine vegane Käsekruste gelingt | EAT SMARTER
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Veggie-Blog
Wie eine vegane Käsekruste gelingtDurchschnittliche Bewertung: 4155
21. Mai 2015

Wie eine vegane Käsekruste gelingt

Das Beste an Auflauf, Gratin und Pizza ist und bleibt der geschmolzene Käse. Doch auch wer sich vegan ernährt, muss auf eine knusprige Kruste nicht verzichten. Ich habe mich nach veganen Käse-Alternativen umgesehen.

Meine Freundin Ria war schon immer eine sehr gute Köchin. Doch seit sie vor vier Jahren sämtliche tierischen Produkte aus ihrer Ernährung verbannt hat, übertrifft sie sich regelmäßig selbst: Ihre Kreationen - mal süß, mal herzhaft - überzeugen auch hartgesottene Fleischesser. Und da Ria gerne experimentiert, sitzen an ihrem Küchentisch regelmäßig dankbare Esser wie ich.

Am vergangenen Sonntag aber radelte ich mit etwas gemischten Gefühlen zu Rias Wohnung, denn es sollte Pizza geben. Ich liebe Pizza! Am besten mit ganz viel Käse, der schöne Fäden zieht, wenn man hineinbeißt. Der Gedanke an vegane Pizza rief vor meinem inneren Auge eher Bilder von trockenen Vollkorn-Fladen hervor... bis ich in Rias Küche mein erstes Stück vegane Pizza probierte. Und schnell noch eins. Nach einem dritten Nachschlag zu fragen, war mir dann doch zu peinlich.

Die Pizza war einfach perfekt: dünner, knuspriger Teig, mit Gemüse "al dente" belegt, das ganze gekrönt von einer schmelzenden, Mozzarella-ähnlichen ... Kruste. Gut - sie war nicht ganz zu vergleichen mit normalem Käse. Aber sie kam dem Ganzen schon ziemlich nah. Ich war beeindruckt.

"Um Käse und seine Schmelz-Eigenschaften zu ersetzen, musste ich am Anfang ganz schön experimentieren", sagt Ria. Mittlerweile kauft sie ihren "Käse" in veganen Kaufhäusern oder Online-Shops. Rias Favorit ist ein Produkt namens Jeezo Santi, das unter anderem Sheabutter, Kokosfett und Kartoffelstärke enthält. Dieser Käse eignet sich prima für Pizza, da er vergleichsweise gute Schmelz-Eigenschaften hat.

Da veganer Käse, wie alle verarbeiteten Produkte, nicht wenige Zusatzstoffe erhält, macht meine Freundin ihr veganes Topping für Pizza und Aufläufe gerne auch selbst, nach einem Rezept der Bloggerin Sarah Kaufmann. Dieser "Hefeschmelz" eignet sich ebenfalls gut zum Überbacken von Aufläufen und Pizza und ist im Nu hergestellt:

Hefeschmelz à la Sarah Kaufmann

4 EL Margarine
6 TL Mehl
250 ml Wasser
8 EL Hefeflocken
1 EL Senf
Salz
Pfeffer

Die Margarine in einem Topf schmelzen. Mehl dazugeben und gut verrühren. Wasser und Hefeflocken dazugeben und nochmals gut durchrühren. Zum Schluss den Senf dazu, salzen und pfeffern. Noch einmal kurz alles zusammen erhitzen – fertig. (Quelle: veganguerilla.de)

Wer die benötigten Zutaten nicht im Haus hat, kann auch diese Impro-Variante probieren: 2 Esslöffel Öl oder Margarine mit 1 Packung Sojasahne in einen heißen Topf geben und so lange ohne Kochen rühren, bis das Ganze zu einer zähen Masse geworden ist. Nach Wunsch würzen und über Pizza oder Auflauf geben.

Haben Sie, liebe Leser, noch weitere gute Tipps zum Überbacken von Pizza, Gratins und Aufläufen? Dann freue ich mich über Ihre Kommentare!

 

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Streichzart, vegan & köstlich!
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