EAT SMARTER IN DER PRESSE
14. Januar 2010
medienhandbuch.de
Wir haben keine Eile und keinen Businessplan
Nach Meedia.de hat Online-Verleger Dirk Manthey jetzt sein zweites Pferd ins Rennen geschickt: EatSmarter.de, ein Kochportal. medienhandbuch.de sprach mit Manthey über EatSmarter.de, Paid Content und das Zeitungssterben in den USA:
Herr Manthey, können Sie kochen?
Es gibt viele Sachen, die ich nicht kann. Kochen gehört dazu...
Trotzdem starten Sie nach Meedia.de jetzt mit EatSmarter.de ein Koch- bzw. Ernährungsportal...
Wir haben früher in der Milchstraße immer gesagt, wir machen Objekte für uns selbst. Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich mit EatSmarter unbedingt kochen lernen will, aber der Gesundheitsaspekt beim Essen interessiert mich sehr. Ernährung ist ein interessantes Feld, auf dem wir alle viel lernen können.
Der Ernährungsbereich ist nun wirklich kein unbesetztes, neues Online-Feld. Selbst große Verlage haben hier schon Lehrgeld bezahlt. Was gibt Ihnen den Mut, dass das bei EatSmarter anders wird?
Lehrgeld werden wir mit Sicherheit auch bezahlen. Ich hoffe aber, dass sich die Formel und Machart von EatSmarter von anderen Foodportalen unterscheidet. Wir konzentrieren uns ja ausschließlich auf gesunde Ernährung. Das ist bestimmt nicht jedermanns Richtung, aber wir haben damit im Foodmarkt eine klare Positionierung. Und befinden uns in einem Wachstumsmarkt.
Zeit.de hat geschrieben, dass Sie bisher bereits drei bis vier Millionen Euro in EatSmarter.de investiert hätten. Stimmt das?
In etwa, wobei man natürlich nie weiß, was man am Ende wirklich investieren muss.
Wann und durch was soll diese Summe amortisiert werden?
Wir haben da keine Eile. Und auch keinen Businessplan. Das ist das Schöne, wenn man privat investiert. Man ist keinem Rechenschaft schuldig. Natürlich ist das viel Geld, aber unser primäres Ziel ist nicht der deutsche Markt. Wir wollen mit EatSmarter ins Ausland. Und da weht ein rauher Wind, da braucht man ein verdammt starkes Angebot. Deswegen haben wir so massiv in Content investiert. Und werden das weiter tun.
Im Handelsblatt konnte man lesen, jetzt käme es zu einer Neuauflage vom Kampf mit Burda und G+J?
Glauben Sie mir, EatSmarter richtet sich nicht gegen G+J oder Burda. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass wir mit dem einen oder anderen deutschen Großverlag kooperieren, z.B. in der Vermarktung. Oder vielleicht hat ein deutscher Großverlag Interesse, mit EatSmarter im Ausland an den Start zu gehen. Oder aus EatSmarter ein Printprojekt in Deutschland zu machen. Da kann man über alles reden. Mich interessiert vor allem, EatSmarter um die Welt zu bringen. Das ist mein privater Ehrgeiz. Ich hab mich früher immer geärgert, dass wir es nicht geschafft haben, Milchstraßen-Objekte wie FIT FOR FUN oder TV SPIELFILM ins Ausland zu bringen. Ich denke, die Objekte wären stark genug gewesen, aber unsere Gesellschafterstruktur hat das nicht hergegeben...
12. Januar 2010
Spaghetti online - gesunde Rezepte aus dem Internet
Nach "Meedia" hat Ex-Verleger Dirk Manthey mit "Eat Smarter" sein zweites Portal ins Netz gestellt.
Als Dirk Manthey noch Verleger war, brachte er nur Zeitschriften heraus, die ihn selbst interessierten. Von Marktforschung hielt er eher wenig. So entstanden Blätter wie "Max", "TV Spielfilm" oder "Fit for Fun".
Seine Verlagsgruppe Milchstraße hat er längst an den Burda Verlag verkauft. Doch auch als Internetunternehmer hält Manthey an dem Prinzip von damals fest. Sein neues Online-Portal "Eat Smarter" propagiert gesundheitsbewusstes Essen, ein Thema, das ihn schon lange bewegt: Als er sein Zeitschriftenhaus verkaufte, behielt er nur die Lizenzen für die Lebensmittel, die - vom Vollkornbrot bis zur Bionudel - unter dem Label des Magazins "Fit for Fun" vermarktet werden. Geschäftsführerin seiner Fit for Fun Lizenz GmbH ist Frauke Eckert, eine Mitstreiterin aus alten Verlagszeiten, die nun konsequenterweise auch "Eat Smarter" verantwortet.Für die Vorbereitung des Koch-Portals nahm sich Manthey mehr als zwei Jahre Zeit. Ähnlich lang dauerte es, bis vor anderthalb Jahren sein erstes Portal, der Online-Mediendienst "Meedia", ins Netz ging. Die Zeit nutzte Manthey damals wie heute, um Inhalte in opulenter Fülle zusammenzutragen: Während "Meedia" schon am ersten Tag 1000 Videos im Angebot hatte, geht "Eat Smarter" mit 1000 Rezepten an den Start. Gleich zwölf Ernährungswissenschaftler gehören zum Expertenteam des Kochportals. Zudem ist die Hamburger Sterneköchin Cornelia Poletto mit an Bord. Und einmal im Monat gibt es ein 100 Seiten starkes "Web-Book" mit Ernährungstipps zum Herunterladen. Eine App für das iPhone hat Manthey nicht vergessen.Das komplette Angebot ist kostenlos. "Ich glaube nicht an Paid Content, also Bezahlinhalte im Internet", sagt der Unternehmer. "Wenn man Premium Content anbietet, dann hat man auch die Chance, dass die werbungtreibende Industrie das honoriert." Er habe schon große Marken der Lebensmittelbranche als Werbekunden gewonnen, obwohl auf dem Portal erst ab April geworben werden kann - nach einer dreimonatigen Testphase. Aber lässt sich ein so kostspieliges Projekt, das auch noch ins Ausland exportiert werden soll, allein durch Werbung finanzieren? Im Gegensatz zu Manthey glauben immer mehr Verlage, dass es im Internet Qualität nicht ohne bezahlte Inhalte geben kann.
Manthey wird das nicht beirren. Bei "Eat Smarter" wird neben Tofu-Rezepten in einem länglichen Artikel ja auch die Currywurst als "Seelenfutter" und "Fastfood mit Kultstatus" besungen, obwohl sie ganz gewiss nicht den Ruf genießt, sonderlich gesundheitsfördernd zu sein. So bleibt Manthey sich eben selbst treu: Als er noch bei der Verlagsgruppe Milchstraße das Sagen hatte, gab es bei deren Festivitäten immer auch einen Currywurst-Stand.
12. Januar 2010
Dirk Manthey startet Ernährungsportal
Hamburg (dpa) - Einst mischte er mit seinem Milchstraßenverlag die deutsche Zeitschriftenlandschaft auf, doch mittlerweile ist Print für ihn Vergangenheit: Dirk Manthey (55) setzt voll auf das World Wide Web und startet an diesem nach dem Mediendienst Meedia (im Sommer 2008) sein zweites Internetangebot.
EatSmarter (www.eatsmarter.de) heißt das neue Projekt, bei dem sich alles ums Essen und Kochen dreht. Also noch eine Koch-Website - gibt es nicht schon genügend? Von solchen Zweifeln will Manthey nichts wissen. «EatSmarter ist nicht nur eine Internet-Site, EatSmarter ist vor allem ein von Experten entwickeltes Ernährungskonzept. 70 Prozent aller Krankheiten, wissen Ärzte heute, wären vermeidbar, wenn wir uns alle etwas gesünder ernähren würden.
»Außerdem sei das Portal keine klassische Rezeptesammlung. «Wir bieten ausschließlich leichte und gesunde Gerichte an, die wir in einer Art darstellen, wie man sie aus dem Internet bisher nicht kennen dürfte. Mit leicht nachkochbaren Schritt-für-Schritt-Fotos und kurzen Videotipps von bekannten Köchen.» Dafür stand die Hamburger Starköchin Cornelia Poletto vor der Foto- und Videokamera, sie zeigt etwa wie man Couscous zubereitet oder gebackene Auberginen aushöhlt. Wissenschaftler geben Videotipps zu Gesundheitsfragen, Ratgebertexte erklären den «Heißhunger» oder die «schlimmsten Ernährungsfehler».
Einmal im Monat gibt es ein «Web-Book» zur Ernährung, 100 Seiten zum Herunterladen oder online lesen - alles «total kostenlos», sagt Manthey. «Ich glaube nicht an Paid Content, also Bezahlmodelle im Internet. Wenn man Premium Content anbietet, dann hat man auch die Chance, dass die werbungstreibende Wirtschaft das honoriert.» Bisher habe er etliche große Marken aus dem Lebensmittelsegment als Werbepartner gewinnen können, Anzeigenstart ist im April.
Die Web-Bücher werden auch nicht gedruckt erscheinen. «Die Kochbücher der Zukunft finden online statt», zeigt sich Manthey überzeugt. Mit einer Anwendung (App) für das iPhone von oder auch einem anderen internetfähigen Handy habe man jederzeit und überall unzählige Rezepte quasi in der Hosentasche. «Das ist so einfach, das kann auch meine Mutter benutzen. Aber man kann sich die Rezepte auch ausdrucken und dann zum Nachkochen neben den Herd legen.»
«Ich glaube einfach an das Internet», sagt ausgerechnet der Mann, der mit Zeitschriften wie «Cinema», «Max», «TV Spielfilm» oder «Fit for Fun» in den 80er und 90er Jahren Furore machte. Doch als zu Beginn des neuen Jahrtausends die New-Economy-Blase platzte und eine Werbeflaute die Branche beutelte, traf es auch Mantheys Verlag. Burda stieg ein, Manthey zog sich zurück. Mittlerweile gibt es einige Milchstraßen-Printtitel wie «Max» und «Amica» nicht mehr, «TV Spielfilm» leidet - wie viele Programmzeitschriften - unter Auflagenschwund.
Wichtig ist Manthey, der weiterhin im kalifornischen Malibu und an der Hamburger Alster Anwesen hat, diesmal besonders der Blick ins Ausland. «Neben Werbeerlösen setzen wir auf einen Lizenzverkauf fürs das Ausland, nur so kann sich ein solches ehrgeiziges Projekt refinanzieren.» Immerhin habe er bislang schon drei bis vier Millionen Euro reingesteckt, allein die optisch anspruchsvollen Rezeptfotos haben viel Zeit und Geld gekostet. «Wir haben uns alle wichtigen internationalen Domains wie eatsmarter.com oder eatsmarter.co.uk gesichert. Darin liegt der besondere Reiz für uns, ein Medienprodukt zu machen, dass von Deutschland um die Welt geht.
»Allerdings werde er die internationale Ausweitung des Angebots nicht allein durchziehen, sondern suche internationale Partner. «Ich hatte mal einen großen Verlag mit 500 Angestellten, das ist anstrengend, zu anstrengend. Das Internet bietet vor allem für kleine Einheiten gute Chancen. Der Web-Markt ist sehr dynamisch, da können kleine Companies schneller reagieren.» So arbeiteten zum Start von EatSmarter sieben Leute fest im Team, Meedia habe auch nur eine Handvoll Mitarbeiter.
Mehr ist wohl auch kaum drin, denn mit werbefinanzierten Inhalten im Internet Geld zu verdienen ist schwierig. Obwohl Meedia mittlerweile Marktführer bei den Internet-Mediendiensten ist und mit rund einer Millionen Besuchen (Visits) pro Monat eine ordentliche Reichweite hat, schreibt das Projekt keine schwarzen Zahlen. «Aber wir sind nicht mehr weit davon entfernt», sagt Manthey.
11. Januar 2010
Schräge Bananen
20.000 Fotos, 1000 Rezepte und Cornelia Poletto als Kochlehrerin. Heute startet "EatSmarter", ein Portal für gesunde Ernährung. Mit großem Aufwand will der Verleger Dirk Manthey daraus einen Weberfolg machen.
Cornelia Poletto schneidet Bananen. Aber nicht irgendwie, sondern schräg. Denn, so verrät die Hamburger Sterneköchin, "wie man Bananen ganz dekorativ schneidet, ist ein Geheimtipp". Ach so. Der Videokochkurs mit Poletto ist das Aushängeschild des neuen Ernährungsportals Eat Smarter. Nach der Medienseite Meedia ist es das zweite große Netzprojekt des Milchstraßen-Gründers Dirk Manthey.
Wenn man es allein auf den Promi-Videokochkurs und eine seltsame Rubrik über Stars und ihr Gewicht reduziert, würde man dem Portal allerdings nicht gerecht werden. Eat Smarter ist eine Mischung aus Kochportal und Ernährungsratgeber, die es in dieser Form auf dem deutschen Markt tatsächlich noch nicht gibt. Es existieren zwar unzählige Kochseiten im Netz (die erfolgreichste davon ist chefkoch.de mit rund 4,7 Millionen Unique User pro Monat) oder Gesundheits- und Abnehmseiten wie netdoctor.de (1,2 Millionen Unique User) oder fettverbrennen.net (rund 1 Millionen Unique User). Eine Kombination aus allen drei Bereichen, wie es Eat Smarter versucht, ist jedoch neu.
Eine Redaktion aus sechs bis sieben Mitarbeitern hat zwei Jahre lang an dem Projekt gearbeitet. Zudem geben 20 Experten, darunter Ernährungswissenschaftler, Endokrinologen und Ärzte von Universitätskliniken in Videoclips häppchengerechte Informationen zu Gesundheits- und Ernährungsfragen. Etwa: Was ist von Nahrungsergänzungsmitteln zu halten? Oder auf welche Ernährung sollte man beim Kinderwunsch achten?
EAT SMARTER überzeugt vor allem, wenn man in die Details geht. Das Portal hält 1000 Rezepte bereit. Alle wurden mithilfe von Ernährungsexperten erstellt. Neben der detaillierten Zubereitung des Gerichts listet die Site in Extratabellen den genauen Fett-, Eiweiß- und Zuckergehalt eines Gerichts auf. Im Mittelpunkt steht außerdem die Praktikabilität für den User: Er kann sich sowohl Rezept als auch Einkaufsliste aufs Handy schicken lassen. Natürlich gibt es auch schon das passende App fürs iPhone.
Manthey will seine Inhalte kostenlos anbieten. Das verwundert. Vergleichbare Ernährungsseiten im Netz mit dem Schwerpunkt aufs Abnehmen wie etwa healthyliving.de, nutropoly.de oder der Brigitte-Diätcoach verlangen einen happigen Mitgliedsbeitrag. "Wir wollen kein Abnehmportal sein", sagt Manthey. Der Fokus liege auf gesunder Ernährung.
Ob gerade Deutschland der beste Ort ist, um diesen Trend zu testen, ist fraglich. Ernährung ist für Deutsche zwar ein wichtiges Thema. Bei einer Statista-Umfrage gaben 25 Prozent der befragten Internetnutzer an, sich im Netz vor allem für Gesundheit zu interessieren, im Bereich Essen und Trinken waren es 27 Prozent. Fragte man jedoch spezifischer nach, etwa nach dem Interesse an speziellen Informationen über gesunde Ernährung, gaben sich nur noch acht Prozent sehr interessiert, 29 Prozent waren es gar nicht mehr. Informationen über Schlankheitskost wollen sogar nur zwei Prozent der Befragten erhalten, 66 Prozent war es, gelinde gesagt, schnurz.
"Nur für dem deutschen Markt würde sich ein solch aufwändiges Konzept nicht rechnen", sagt Manthey. Er möchte Eat Smarter an Verlage und Webunternehmen in den USA, Großbritannien, Frankreich und Spanien lizenzieren. "Die Partner dort bekommen nicht nur Zugriff auf 20.000 Food-Fotos und Hunderte von How-to-Videos, sie erhalten ein ganzes Paket – vom weltweit geschützten Namen Eat Smarter übers Web-Design bis zur Technik. Und profitieren hoffentlich von einem Network." Für die Nutzung der Inhalte müssen die Abnehmer an den Lizenzgeber einen Teil der Werbeeinnahmen abführen.Ob solche Lizenzmodelle, die man bisher nur von Print-Produkten kennt, auch auf den Online-Markt übertragbar sind, wird davon abhängen, ob die Medienpartner bereit sind, Geld für Content zu bezahlen, der im Netz frei verfügbar ist.
Manthey sieht diese Gefahr nicht. Zukünftige Partner erhielten für wenig Geld eine aufwendige Site, die in der Herstellung einige Millionen Euro kosten würde. Die Datenbanken und die Technik müssten sie schließlich nicht bezahlen. Dass sich Partner für das Projekt finden, bezweifelt der Verleger nicht: "Das Thema gesunde Ernährung ist weltweit ein großer Trend."
10. Januar 2010
Verleger Dirk Manthey startet Ernährungs-Portal
Keine herkömmliche Koch-Seite, sondern ein Portal für gesunde Ernährung. Eatsmarter wurde vom früheren Zeitschriftenverlegers Dirk Manthey entwickelt. Mehr als Tausend Gerichte und eine Video-Kochschule sollen die Verbraucher überzeugen. Manthey hofft auch auf Erfolg im Ausland. Miesmuscheln in Backpapier mit Kokos, Ingwer und Zitronenmelisse häufiger zu essen ist keineswegs nur etwas für Feinschmecker. Muscheln sind ein kalorienarmer Genuss. Die Meerestiere liefern zudem reichlich Vitamin D und B12, Eisen und reichlich Jod. Der frühere Zeitschriftenverleger Dirk Manthey kennt die Vorteile des gesunden Essens. „Mein Body-Maß-Index ist in Ordnung“, sagt der Medienunternehmer, der sich vor allem von den Früchten des Meeres und Gemüse ernährt, durchaus stolz. Nun macht Manthey seinen Lebensstil zum Geschäft.In den vergangenen zwei Jahren werkelte der umtriebige Selfmademan an seinem Geheimprojekt, ein Internetportal für gesunde Ernährung. Über tausend Gerichte ließ der 55-Jährige von der Hamburger Fotoagentur Westermann fotografieren. Still und leise kaufte er ein achtköpfiges Team für Redaktion und Werbeeinkauf ein. In einem Hinterhof im angesagten Hamburger Schanzenviertel hat er Büroräume angemietet. Für die Videos hat Manthey die Hamburger Starköchin Cornelia Poletto verpflichtet.
Heute ist es so weit: Die Seite www.eatsmarter.de geht an den Start. „Eatsmarter ist ein Portal für gesunde Ernährung und keine herkömmliche Koch-Internetseite“, versichert Manthey und fügt an: „Wir greifen deshalb auch keinen anderen Verlag an.“
Das Geschäft rund ums Essen ist ein Wachstumsmarkt, den die Großverlage wie Gruner + Jahr („Essen + Trinken“) und Burda („Meine Familie & Ich“) längst beackern. Gruner erwarb beispielsweise das Internetportal Chefkoch.de. Burda bündelte im Sommer seine Koch-Marken aus den Bereichen Print („Lust auf Genuss“), Internet (Kochrezept.de) und Fernsehen („TV Gusto“) unter dem Dach der Burda Food.net.
Die in sattes Grün getauchte Onlineseite von Manthey quillt vor Information über: eine Koch-Videoschule zeigt neue Kniffe am Herd, Mediziner geben Expertentipps, welche Lebensmittel satt und nicht dick machen. Drei bis vier Millionen Euro hat Manthey nach eigenen Angaben in seine neue Firma investiert. Deutschland ist nur der Anfang. So früh wie möglich will er seine Seite als Lizenz auch ins Ausland verkaufen. Um zunächst hierzulande bekannt zu werden, will er jetzt auf Google die Werbetrommel rühren. Es ist nicht sein erstes Internetunternehmen. Im Juni 2008 startete er bereits Meedia.de, einen Branchendienst für die Medienindustrie.
Der sportliche Unternehmer, der zwischen Hamburg und dem kalifornischen Malibu pendelt, strotzt vor Selbstbewusstsein. „Wir wollen die Gewinnzone relativ schnell erreichen“, sagt er. Noch in diesem Jahr soll die Internetfirma schwarze Zahlen schreiben.
Bei Eat Smarter gibt es keine Abo-Gebühr, selbst das App für das iPhone ist gratis. Das Internetportal muss sich vor allem über Werbung finanzieren. „An Paid Content im Internet glaube ich nur in Ausnahmefällen“, sagt der einstige Verleger von Zeitschriften wie „Fit for Fun“ in Anspielung auf Mathias Döpfner. Der Chef von Axel Springer hatte kurz vor Weihnachten, die Apps von „Bild“ und „Welt“ kostenpflichtig gemacht.
In den vergangenen Monaten sind Manthey und seine Crew auf Tour bei den Agenturen gewesen. „Die Reaktion der Werbekunden liegt über unseren Erwartungen“, berichtet er. Noch hat er Zeit: Reklame läuft erst ab April. Für Manthey ist sein neues Portal der Versuch eines Comebacks. Nur auf der faulen Haut zu liegen ist für ihn keine Lebensaufgabe. Vor seiner weißen Villa mit einem traumhaften Blick auf die Hamburger Außenalster liegt ein Mann auf einer Bank - eine Skulptur. Sein Gesicht bedeckt ein Zeitung. Manthey, der viel Gedrucktes verkauft hat, ist heute froh, dass er sich von seiner Verlagsgruppe Milchstraße („TV Spielfilm“, „Max“) getrennt hat. Heute gehören Burda die Reste der Milchstraße. Nun begegnen sich die alten Rivalen im Internet.
10. Januar 2010
Selbst ist der Koch: Dirk Manthey startet neue Webseite
Wer unter postweihnachtlichen Gewichtsproblemen leidet, kann seine Hüften jetzt mit professioneller Unterstützung von Gans und Ente befreien: Am morgigen Montag startet Dirk Manthey ("meedia.de") mit "eatsmarter.de" seine zweite Internetseite, an der er mit einem Team zwei Jahre lang gearbeitet hat. Das Ernährungsportal (mehr als 1000 Rezepte) hat die Schwerpunkte "Gesünder essen" und "Klüger abnehmen". Küchenlaien lernen anhand von Tausenden Foto- und Videoanleitungen Schritt für Schritt, dass gutes Essen aus eigenen Töpfen kommen kann.
"Eatsmarter.de ist ein Ernährungskonzept, nicht nur eine Rezeptsammlung", sagt Manthey, der die Verlagsgruppe Milchstraße ("TV Spielfilm", "Fit for Fun") gründete, die nun Burda gehört. Ziel sei es, Lizenzen von Eatsmarter.de international zu vertreiben. "Ich habe mich immer für gesundes Essen interessiert. Vor allem aber erschreckt es mich, dass die Menschen hier in den USA, aber auch in Deutschland, immer dicker werden", sagt der 55-Jährige, der zwei Drittel des Jahres in Malibu und ansonsten in Hamburg lebt. tak
10. Januar 2010
Manthey und die Herdprämie
Rezepte, Promitratsch und gepimpte Einkaufszettel: Medienunternehmer Manthey startet eine Koch-Website für gesundheitsbewusste Deutsche. Aber können die kochen?In Kalifornien, wo Dirk Manthey lebt, gibt es zwei Sorten Mensch, sagt er. Die eine Sorte werde immer "wie heißt es auf Deutsch... adipöser". Die andere lebe gesundheitsbewusst. Für die zweite Sorte, zu der er sich selbst zählt, hat Manthey, 55, ein Internetportal entwickelt, das an diesem Montag in Deutschland erscheinen soll. Es ist nach dem Medienbranchendienst Meedia die zweite Website des früheren Verlegers (TV Spielfilm, Fit For Fun). Wenn Manthey davon spricht, klingt das ... nein, nicht adipös. Aber sehr groß.Es geht um gesundes Essen. "Eat Smarter" heißt die Website, mit der Mantheys sechsköpfige Hamburger Redaktion zwei Online-Märkte zusammenführen soll: den der Kochportale und den der Gesundheitsseiten. In der Testversion brutzelt dem Leser erstmal ein italienisches Jägerschnitzel mit Pilzen entgegen. Klickt man das schicke Foto an, öffnet sich die Rezeptseite, die unter anderem erklärt, "warum dieses Gericht gesund ist" (Vitamin D in den Pilzen).
Auf der Website ist von 1000 Rezepten die Rede. Manthey sagt, es seien schon doppelt so viele fotografiert, die allmählich online gestellt würden. Neben Kochanleitungen gibt es Schulvideos, Expertentipps, Promitratsch und eine Anwendung für Smartphones, die offenbar als eine Art gepimpter Einkaufszettel funktionieren soll.
Zwei Jahre lang habe er an der Seite gearbeitet, sagt Manthey. Und dabei drei bis vier Millionen Euro ausgegeben, vor allem für "Food-Fotos". Viel Geld für ein Medium, in dem Wenige Geld verdienen. Sein Geschäftsmodell? Werbung und internationaler Lizenzverkauf, sagt Manthey. Verhandelt werden müsse unter anderem der Prozentsatz an Werbeeinnahmen, die der jeweilige Partner an ihn abgebe. Im April sollen erste Anzeigen auf der Seite stehen.Der Gründer ist guter Dinge: "Werbekunden wollen sich neben Premium-Content präsentieren, den bieten wir." Damit die Reichweite hoch ausfalle, sei das Portal kostenlos. Manthey sagt, er hoffe mittelfristig auf ein paar Millionen Seitenaufrufe im Monat. Andernfalls wäre er "sehr enttäuscht". Die Frage ist, wie viele gesundheitsbewusste Deutsche kochen können. Und wie viele zu der anderen Sorte Mensch zählen.
9. Januar 2010
Verleger Manthey startet Rezept-Portal im Internet
Medienunternehmer Dirk Manthey, 55, reich geworden durch Zeitschriftenideen wie "Cinema", "Fit for Fun" und "Max", versucht sich an einem Internetportal für gesundes Essen. Die Seite EatSmarter.de startet am heutigen Montag und hat ihn nach eigenen Angaben bisher drei bis vier Millionen Euro gekostet. Anders als bei den üblichen Brutzelangeboten im Netz soll es auf der Seite jedoch keine Rezepte von Amateuren geben. Auf diese Weise hofft er, mehr Werbung anzuziehen als Mitmachportale wie Chefkoch.de. "Der Werbeindustrie sind Profi-Inhalte lieber", meint der Verleger. Im Sommer 2008 hatte Manthey das Medienportal Meedia.de gestartet. Dort habe er "wenigstens nicht so viel Geld verloren, dass ich nichts Neues mehr riskieren könnte". Die Seite stehe "kurz vor der schwarzen Null".








