Ernährung bei Bluthochdruck – eine Aufgabe der Patienten | EAT SMARTER
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Ernährung bei Krankheiten

Ernährung bei Bluthochdruck

Ernährung bei Bluthochdruck Ernährung bei Bluthochdruck

Bluthochdruck ist eine der gefährlichsten Wohlstandserkrankungen. Nur mit einer gesunden Ernährung bei Bluthochdruck können Betroffene dem Krankheitsbild begegnen.

Ernährung bei Bluthochdruck – eine Aufgabe der Patienten

Bluthochdruck gilt als einer der größten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Krankheit zeigt sich darin, dass der Druck des Blutes chronisch erhöht ist. Durch eine gesunde Ernährung bei Bluthochdruck können Betroffene selber dafür sorgen, ihre Beschwerden zu lindern.

Ernährungsumstellung verbessert Lebensqualität 

Eine dauerhafte Ernährungsumstellung kann die mit hohem Blutdruck verbundenen Risiken entscheidend senken. Positive Veränderungen stellen sich bald ein: Nicht nur der Blutdruck vermindert sich. Auch das Gewicht des Betroffenen sinkt, die Blutfette gehen zurück, ebenso die Blutzuckerwerte. Damit einher geht eine allgemeine Verbesserung des Wohlbefindens.

Welche Kost senkt den Blutdruck?

Experten empfehlen als Ernährung bei Bluthochdruck viel Obst, Gemüse und fettreduzierte Milchprodukte. Sie raten dagegen von Nahrungsmitteln mit einem hohen Anteil an gesättigten Fetten und Cholesterin ab, zum Beispiel Wurst, Käse, Backwaren und Milchprodukte. Auch Fleisch und Süßigkeiten sollten nur noch reduziert eingenommen werden. Stattdessen raten Ernährungswissenschaftler vermehrt zu Nahrungsmitteln, die viel Magnesium, Kalzium und Kalium enthalten.

Ernährung bei Bluthochdruck: Mediterrane Kochkunst überzeugt

Wer glaubt, eine auf Bluthochdruck abgestimmte Diät müsse ihm jeden Appetit rauben, der irrt. Eine gesunde und schmackhafte Ernährung bei Bluthochdruck bietet laut Nahrungsberaterin Silke Hölzer von der Zentrale für Ernährungsberatung in Hamburg die mediterrane Küche. Sie ist reich an Gemüse und Obst - und daher reichhaltig an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Selbst leckere Pastagerichte wie Spagetti mit frischen Tomaten, Mozzarella und Basilikum gelten in der Ernährung bei Bluthochdruck als förderliche Mahlzeit. Bei Pizza rät Expertin Hölzer allerdings zu Vorsicht: „Man sollte darauf achten, dass sie nicht mit salzigem Käse überbacken ist.“ Stattdessen kann Mozzarella verwandt werden und viel Gemüse als Belag.

Welche Lebensmittel müssen Betroffene meiden? 

Laut Medizinern hängt der Genuss von Kochsalz mit der Höhe des Blutdrucks zusammen. Deshalb sollten Erkrankte in der Ernährung bei Bluthochdruck in erster Linie an Kochsalz sparen. Der Tagesbedarf beträgt entgegen vielerorts verbreiteter Gewohnheiten nur zwei bis drei Gramm täglich. Heutzutage nehmen die meisten Menschen bis zu zwölf Gramm Kochsalz am Tag zu sich. Bluthochdruckpatienten sollten maximal sechs Gramm konsumieren. 

Weniger (Salz) ist mehr 

Möglichkeiten zur Reduktion von Kochsalz gibt es in der Ernährung bei Bluthochdruck viele: Anstelle von Salz können Kräuter den nötigen Pfiff ins Essen bringen. Gerichte sollten am Tisch nicht nachgesalzen werden. Statt Konserven raten Experten zum Konsum von frischen oder schockgefrorenen Nahrungsmitteln. Gepökelte, gesalzene und geräucherte Fleisch- und Fischwaren müssen vom Speiseplan verschwinden. Dazu zählen unter anderem Rauchfleisch, gekochter und roher Schinken oder Pökelhering. Auch Fertigprodukte wie Suppen und Saucen sowie Salzgebäck gilt es zu meiden.

Ernährung bei Bluthochdruck: Alkohol schadet 

Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht den Blutdruck. Schon nach zwei Flaschen Bier steigt er an. Daher gilt: Die Ernährung bei Bluthochdruck sollte ohne oder mit nur wenig Alkohol auskommen, erklärt Expertin Silke Hölzer. Übergewichtige sollten gänzlich auf den Genuss von Alkoholika verzichten, da diese sehr viele Kalorien enthalten.

Diäten speziell für Bluthochdruck

Die Ernährung bei Bluthochdruck richtet sich nach Grundsätzen, die eine gesunde Kost ausmachen. Je eine Portion Gemüse zum Mittag- und Abendessen ist sinnvoll. Auch eine Portion Obst zu den Mahlzeiten oder als Zwischenmahlzeit soll sich positiv auswirken. Butter, Margarine und Salatsaucen hingegen gilt es nur wenig zu konsumieren, fettreduzierte Saucen ersetzen Mayonnaise und Co. Ebenfalls fettreduziert sollten die Milchprodukte sein, die Betroffene zu sich nehmen. Dabei ist es wichtig, weniger Fleisch zu konsumieren, dafür aber mehr vegetarische Gerichte: Gemüse, Reis, Nudeln und Hülsenfrüchte. An Stelle von Chips rät Silke Hölzer außerdem zu Nüssen, Rosinen, ungesalzenem Popcorn und rohem Gemüse. „Statt Salzstangen können Betroffene zu Sesamgebäck greifen, statt gerösteten Erdnüssen selber welche knacken“, ist Hölzers Tipp.

Gesundheit und Wohlbefinden gehen Hand in Hand

Bluthochdruck ist eine der vielen Wohlstandserkrankungen, die durch Lebensgewohnheiten entstehen. Nur mit einer gesunden Ernährung bei Bluthochdruck können Betroffene dem Krankheitsbild begegnen. Ist diese Umstellung erst einmal in den Alltag integriert, steigt mit der körperlichen Gesundheit auch die Lebensfreude. 

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