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Ernährung bei Colitis ulcerosa

Die Autoimmunerkrankung Colitis ulcerosa gehört hierzulande neben Morbus Crohn zu einer der häufigsten chronischen Darmerkrankungen. Der Großteil der Menschen macht einen großen Bogen um das Thema der eigenen Darmfunktion, doch für die Betroffenen gehört dies zum Alltag. Colitis ulcerosa kann den gesamten Tagesverlauf bestimmen, wenn ein Krankheitsschub vorhanden ist. Ernährung bei Colitis ulcerosa: Wie Sie sich in der akuten Phase, aber auch in der Ruhephase am Besten ernähren und somit die beschwerdefreie Zeit nach Möglichkeit sogar verlängern können, erklärt EAT SMARTER.

Ernährung bei Colitis ulcerosa

Zur Kurzfassung ►

Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die meist im Enddarm beginnt und sich von dort aus auf den Dickdarm ausbreitet. Bei der in Schüben auftretenden Krankheit kommt es zu einer Entzündung der Darmschleimhaut, was eitrige Geschwüre hervorrufen kann. Dies führt zu Durchfall und häufig auch zu Bauchschmerzen.

Am häufigsten tritt Colitis ulcerosa zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf, die Krankheit kann aber auch jüngere sowie ältere Menschen treffen. Die Ursachen sind bis heute nicht vollkommen geklärt. Es wird aber vermutet, dass unter anderem Umwelteinflüsse, die Vererbung zu einer Neigung zu Darmentzündungen, psychische Belastungen sowie eine gestörte Immunabwehr einen Einfluss auf die Entstehung sowie den Verlauf der Krankheit haben können.

Symptome von Colitis ulcerosa

Die Symptome der Krankheit sind vielfältig und Colitis ulcerosa kündigt sich meist schleichend an. Es kann zu häufigen Durchfällen kommen, die oftmals blutig und gegebenenfalls sogar mit Schleim versetzt sind. In extremen Fällen ist es möglich, dass die betroffene Person bis zu 40-mal am Tag die Toilette aufsuchen muss.

Ein Colitis-ulcerosa-Schub geht zudem oftmals mit Bauchschmerzen im linken Unterbauch, manchmal krampfartig, einher. Auch Fieber und ein körperliches Schwächegefühl sind möglich. Durch den ständigen Stuhlgang verliert der Körper neben Wasser und Blut auch wichtige Mineralstoffe und Vitamine, was zu einem Mangel an Nährstoffen und dies wiederum zu weiteren Symptomen, welche den Nährstoffmangel betreffen, führen kann.

Möglich sind hierbei bspw. eine Anfälligkeit für Infekte oder auch Gewichtsabnahme. Wer über Jahre von Colitis ulcerosa betroffen ist, hat zudem ein erhöhtes Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken.

MERKE!

Colitis ulcerosa, eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, verläuft in Schüben. Ist gerade ein Schub vorhanden, leidet die betroffene Person unter häufigen, oftmals blutig-schleimigen Durchfällen, häufig auch unter krampfartigen Bauchschmerzen, Schwächegefühl und ggf. auch Fieber. Durch den vermehrten Stuhlgang kann es neben dem Wasser- und Blutverlust auch zu einem Nährstoffmangel kommen.

Diagnose von Colitis ulcerosa

Um festzustellen, ob der Betroffene unter Colitis ulcerosa leidet, wird zunächst ein Blutbild erstellt. Hierbei können sich ein erhöhter CRP-Wert (C-reaktives Protein) und auch eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit bereits als Anzeichen für eine Entzündung äußern. Ebenso können ein Nährstoffmangel sowie eine eventuelle Blutarmut Aufschlüsse darüber geben, ob eine Erkrankung an Colitis ulcerosa vorliegt.

Weiterhin wird eine Stuhlprobe genommen und auf einen ggf. vorhandenen bakteriellen Infekt hin untersucht. Eine Darmspiegelung ist zudem unerlässlich, da sich durch diese Untersuchung eitrige Beläge oder Geschwüre an der Darmschleimhaut erkennen lassen. Auch wird hierbei eine Gewebeprobe entnommen, um die Krankheit besser zu diagnostizieren und ggf. Morbus Crohn, eine ebenfalls chronisch-entzündliche Darmerkrankung, auszuschließen.

MERKE!

Um Colitis ulcerosa zu diagnostizieren, sind die Untersuchungen des Blutbildes, einer Stuhlprobe und des Darms mithilfe einer Darmspiegelung nötig.

Behandlung von Colitis ulcerosa

Häufig wird bei Colitis ulcerosa etwa Kortison, das die Entzündungen hemmt, oder auch Mesalazin, welches das Risiko an Darmkrebs zu erkranken senkt, verabreicht. Diese Medikamente können aber vor allem bei Einnahme über einen längeren Zeitraum abhängig machen und zu Nebenwirkungen führen.

In der alternativen Medizin, der Naturheilkunde, werden oftmals Bittermittel und Gerbstoffe, wie sie bspw. in Kamille oder Myrrhe vorkommen, gegen eine Entzündung des Darms angewandt. Colitis ulcerosa ist zudem auch durch Ernährung beeinflussbar. Hierbei wird versucht, die Zeit, in der keine Beschwerden vorliegen, so lange wie möglich auszudehnen und die Zusammensetzung der Speisen wird je nach Phase (Akut- oder Ruhephase) angepasst.

Bei Colitis ulcerosa muss allerdings auch immer bedacht werden, dass Körper und Seele laufend zusammenspielen. Das bedeutet, auch wenn der Körper auf dem Wege der Besserung sein mag, solange die Seele etwas belastet, kann immer wieder Schub ausgelöst bzw. sogar durch ein seelisches Ungleichgewicht begünstigt werden.

Damit die Ernährung bei von Colitis ulcerosa Betroffenen richtig wirken kann, darf der seelische Stress also nicht überwiegen, da psychischer Stress negativ auf den Verlauf der Krankheit wirkt.

MERKE!

Die von Ärzten oftmals verabreichten Medikamente wie Kortison oder Mesalazin können auf lange Sicht zu Nebenwirkungen und Abhängigkeit führen. Die Naturheilkunde verwendet gegen Colitis ulcerosa mit einigem Erfolg Medikamente mit Bittermitteln oder Gerbstoffen. Die Krankheit kann aber auch durch die Ernährung beeinflusst werden, wobei die Speisen je nach Phase angepasst werden. Wichtig ist zudem, dass kein psychischer Stress vorhanden ist, da dieser zu Rückschlägen führen kann.

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Die richtige Ernährung bei Colitis ulcerosa

Befindet sich der Darm in der Ruhephase, wird empfohlen, auf eine leichte Vollkost zu setzen. Hierbei gilt es darauf zu achten, dass ausreichend Kalorien, Vitamine und Ballaststoffe (sehr ballaststoffreich sind bspw. Flohsamenschalen) zu sich zu nehmen. Hierzu zählen u.a. Vollkornprodukte, mildes Obst, viel Gemüse oder Nüsse.

Auch sollten Betroffene vermehrt entzündungshemmende Lebensmittel zu sich nehmen, die bspw. einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren (z.B. Leinöl) oder Antioxidantien (bspw. Blaubeeren) aufweisen. Kaffeeliebhaber müssen zudem nicht auf ihr geliebtes Heißgetränk verzichten – bis zu drei Tassen frischer Kaffee können ebenso entzündungshemmend wirken.

Auch probiotische Milchsäurebakterien sind dabei behilflich, die beschwerdefreie Zeit zu verlängern. Zudem ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unerlässlich.

Liegt eine Entzündung des Darms vor, verträgt der Körper oft nur wenige und sehr milde Nahrungsmittel. Auch wenn man ggf. gehemmt ist und Angst vor erneutem Stuhlgang hat, sollte darauf geachtet werden, abwechslungsreich zu essen, um den Körper weiterhin mit allen benötigten Nährstoffen zu versorgen und den entzündeten Dickdarm zu entlasten.

In einer Akutphase sollten deshalb wenig Ballaststoffe und leicht verdauliche Kohlenhydrate (bspw. Weißbrot) gegessen werden. Auch pürierte Suppen entlasten den Darm und liefern wichtige Nährstoffe. Der Verzehr von bspw. gekochten Eiern oder im Ofen gegartem Fisch versorgt den Körper mit ausreichend Proteinen.

Um einen Flüssigkeitsverlust zu verhindern wird empfohlen, mindestens 2-3 Liter über den Tag verteilt zu trinken. Geeignet sind hier insbesondere milde Tees ohne Zucker (bspw. Kamille oder Fenchel, grüner Tee) oder Wasser ohne Kohlensäure. Aufgrund der entzündungshemmenden Stoffe kann auch Heidelbeersaft hilfreich sein.

Um zudem einen Elektrolyt-Verlust zu vermeiden, können Traubenzucker oder Kochsalz ins Getränk gegeben werden. Um einem Nährstoffmangel, u.a. von Vitamin D und B 12, Eisen oder Kalzium, entgegenzuwirken, können nach Rücksprache mit dem Arzt Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Generell sollte, unabhängig davon, ob gerade ein Schub der Krankheit vorhanden ist oder die betroffene Person sich in der Ruhephase befindet, auf frittierte, fette oder zu stark gewürzte Speisen sowie geräuchertes oder paniert gebratenes Essen, aber auch zu heiße oder kalte Gerichte verzichtet werden.

MERKE!

Je nach Krankheitsverlauf wird eine andere Ernährung empfohlen. Während der Ruhephase sollten vor allem viele Kalorien, Vitamine und Ballaststoffe, entzündungshemmende und antioxidationsreiche Lebensmittel sowie ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen werden.

Während der Akutphase der Colitis ulcerosa sollten Nahrungsmittel konsumiert werden, welche den Darm entlasten, bspw. schnell verdauliche Kohlenhydrate oder pürierte Speisen, aber auch entzündungshemmende Stoffe. Auch ist das Trinken hier äußert wichtig – hier wird vor allem auf milde Tees und stilles Wasser gesetzt, ggf. mit Kochsalz oder auch Traubenzucker versehen.

Ebenso kann eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nach ärztlicher Rücksprache sinnvoll sein.

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