Ernährung bei Herzerkrankungen | EAT SMARTER
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Ernährung bei Herzerkrankungen entspricht der Mittelmeer-DiätDurchschnittliche Bewertung: 3.81514

Ernährung bei Krankheiten

Ernährung bei Herzerkrankungen entspricht der Mittelmeer-Diät

Ernährung bei Herzerkrankungen Ernährung bei Herzerkrankungen

Herzerkrankungen entwickeln sich schleichend aufgrund verschiedener Risikofaktoren. Die Ernährung bei Herzkrankheiten und viel Bewegung senken das Risiko.

Herzerkrankungen immer noch Todesursache Nummer eins

Gut 40 Prozent aller Todesfälle - jährlich etwa 350.000 in Deutschland - gehen auf das Konto von Herz-Kreislauferkrankungen. Krebs steht mit 220.000 Todesfällen jährlich weit abgeschlagen auf Platz 2 der Todesursachenstatistik. Herz-Kreislauferkrankungen kommen fast nie aus heiterem Himmel, sondern entwickeln sich unbemerkt langsam über viele Jahre. Bei der Vorstufe zum Herzinfarkt, der  sogenannten Koronaren Herzkrankheit (KHK), sind die Herzkranzgefäße bereits soweit von Ablagerungen verschlossen, dass der Herzmuskel bei Belastung nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Folge sind Schmerzen in der Brust, die Angina pectoris (Herzenge). Sowohl bei der Behandlung der KHK als auch zur Prophylaxe spielt die Ernährung bei Herzkrankheiten eine wesentliche Rolle.

Wichtigste Strategie: Risikofaktoren reduzieren

Neben Rauchen und Bewegungsmangel zählt falsche Ernährung zu den wichtigsten Risikofaktoren. Auch Stress, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes (Zuckerkrankheit) und ein erhöhter Cholesterinspiegel erhöhen das Risiko für KHK und Herzinfarkt. Mit der Ernährung gegen Herzerkrankungen und ausreichender körperlicher Betätigung (3 bis 5 mal Sport für je 30 Minuten Sport) lassen sich gleich mehrere Risikofaktoren reduzieren oder ausschalten: Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und ein erhöhter Cholesterinspiegel. 

Hauptfaktor der Ernährung bei Herzerkrankungen: Mehrfach ungesättigte Fette

Internationale Studien haben ergeben, dass die Anwohner des Mittelmeers nur selten an Herzerkrankungen sterben. Verantwortlich dafür ist vor allem die Ernährung, die viel Obst und Gemüse, Fisch und Pflanzenöl enthält (Mittelmeer-Diät). Eine wesentliche Rolle spielen dabei nach Meinung vieler Wissenschaftler antioxidative Substanzen in Obst und Gemüse, die unter anderem dafür sorgen, dass sich das im Blut enthaltene Cholesterin nicht an den Aderwändern ablagert. Mindestens ebenso wichtig aber sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, vor allem Omega-3-Fettsäuren, die in fetten Seefischen (besonders Makrele, Lachs und Hering) sowie hochwertigen Pflanzenölen (besonders Leinöl, Walnussöl, Rapsöl) vorkommen. 

Gegen Entzündungen und Verengungen

Ein wesentlicher Mechanismus bei der Entstehung von Ablagerungen in den Blutgefäßen sind entzündliche Prozesse. Genau dagegen wirken die Omega-3-Fettsäuren, weshalb sie einen so besonderen Stellenwert in der Ernährung bei Herzkrankheiten einnehmen. Hinzu kommt, dass Omega-3-Fettsäuren das Verklumpen des Blutes verhindern und so die Gefahr reduzieren, dass eventuell verengte Herzkranzgefäße von einem Blutpfropf verschlossen werden. Und noch eine herzschützende Eigenschaft ist typisch für Omega-3-Fettsäuren: Sie erweitern die Blutgefäße und wirken auch durch diese Eigenschaft Herzinfarkt & Co. entgegen.

Zur Vorbeugung ebenso wie zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen ist eine Doppelstrategie ideal, die aus viel Bewegung und einer gezielten Ernährung gegen Herzkrankheiten besteht. Letztere entspricht der sogenannten Mittelmeer-Diät mit viel Fisch, Obst und Gemüse sowie Pflanzenölen. 

 

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