Ernährung bei Krebs | EAT SMARTER
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Ernährung bei Krebs – mit gesunder Kost zu mehr Lebensqualität Durchschnittliche Bewertung: 4.11517

Ernährung bei Krankheiten

Ernährung bei Krebs – mit gesunder Kost zu mehr Lebensqualität

Ernährung bei Krebs Ernährung bei Krebs

Längst nicht jede Krebserkrankung endet tödlich. Neben medizinischer Behandlung kann eine gesunde Ernährung bei Krebs dazu beitragen, der Krankheit vorzubeugen oder sie zu besiegen.

Kann gesunde Kost Krebs stoppen?

In Deutschland ist Krebs nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Aber längst nicht jeder Krankheitsverlauf endet tödlich. Neben medizinischer Behandlung kann eine gesunde Ernährung bei Krebs dazu beitragen, der Erkrankung vorzubeugen oder sie zu besiegen.

Apfel und Co. bremsen die Krankheit aus

Laut dem World Cancer Research Fund (WCRF) sollen Krebskranke sich ähnlich ernähren wie alle Menschen, die gesund leben möchten. Der Körper der Kranken aber benötigt besonders viel Energie, die er aus bestimmten Wirkstoffen zieht. Daher ist eine ausgewogene Nahrungsaufnahme besonders wichtig.

Keine einseitige Ernährung bei Krebs

Erhält der Erkrankte durch eine einseitige Ernährung bei Krebs zu wenige oder zu viele Wirkstoffe, kann das den Krankheitsverlauf beschleunigen. Silke Hölzer, Mitglied der Zentrale für Ernährungsberatung in Hamburg, empfiehlt daher fünf Portionen Gemüse oder Obst täglich. Gerade während der Chemotherapie seien Patienten auf Produkte mit hohem Nährstoffgehalt angewiesen. „Ich empfehle Nahrungsmittel aus hochwertigem Bio-Anbau“, erklärt Hölzer. „Die ganze Palette an Obst und Gemüse, vorzugsweise unverarbeitet, tut dem Körper gut.“

Enzyme der Kiwi und Ananas etwa beugten Entzündungen vor, heimische Obstsorten überzeugten durch ihre natürliche Reifung. Hölzer: „Im Herbst sollten Krebskranke zum Beispiel Äpfel und Birnen aus Deutschland essen.“

Wasser statt Sekt

Den Konsum von Alkohol allerdings sieht die Expertin kritisch. Manche Ärzte würden zwar ein Glas Wein am Tag erlauben. „Aber auch bei so geringen Mengen muss der Körper zunächst die Giftstoffe des Alkohols entsorgen, bevor er sich um den Abbau der Stoffe aus den Medikamenten kümmern kann“, erklärt Hölzer. Sie empfiehlt daher den kompletten Verzicht auf Alkoholika. Dafür spricht bei der Ernährung bei Krebs ihrer Ansicht nach nichts gegen einen guten Kaffee. Dabei sollten Betroffene beim Einkauf auf hundertprozentige Arrabica-Bohnen achten. „Dieser Hochland-Kaffee enthält weniger Säure und Bitterstoffe, dadurch belastet er den Magen nicht so sehr“, sagt Hölzer.

Wann verordnen Ärzte eine Diät?

Solche allgemein gültigen Ernährungsempfehlungen gelten allerdings nicht für alle Krebspatienten. Wenn zum Beispiel als Folge der Therapie ein Teil des Magens oder der Bauchspeicheldrüse entfernt wurde, müssen Betroffene sich oft an Diätpläne halten.

Fünf Mahlzeiten täglich helfen

Laut Silke Hölzer unterstützen verarbeitete Tomaten die Heilung bei Prostatakrebs. So genannte MCT-Fette beugen einer Überbelastung des Magens vor, sind beispielsweise in bestimmten Margarinen enthalten. Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs empfiehlt die Gesundheitsberaterin pürierte Kost, um das Schlucken zu erleichtern.

Silke Hölzer gibt Patienten mit Krebs im Verdauungstrakt außerdem den Tipp, fünf oder mehr kleine Mahlzeiten täglich einzunehmen. „So belastet der Betroffene seinen Magen nicht und verträgt das Essen besser.“

Ernährung bei Krebs – eine Chance für das Leben

Bisher gibt es laut der Deutschen Krebshilfe zwar keine Erkenntnisse darüber, dass eine bestimmte Ernährung bei Krebs die Krankheit angreift. Gezielte Nahrungstherapie und –beratung sind dennoch fester Bestandteil der medizinischen Behandlung. Der Deutschen Krebshilfe zufolge steht es außer Frage, dass gesunde Kost eine Therapie günstig beeinflussen kann. Auch Silke Hölzer ist von diesem Konzept überzeugt. „Die Ernährung bei Krebs ist dazu geeignet, die Lebensfreude der Patienten zu steigern“, erklärt die Diplom-Ökotrophologin. „Hauptsache, der Appetit, die Lust am Essen werden erhalten. Das macht viel aus.“

Ziele der Ernährungstherapie

Eine gesunde Ernährung bei Krebs setzt also an verschiedenen Punkten gleichzeitig an: Sie steigert das Wohlbefinden des Patienten und verbessert dadurch seine Lebensqualität. Betroffene beugen außerdem einer Mangelernährung vor und sichern die Zufuhr wichtiger Nährstoffe. Die Patienten halten dadurch die körpereigenen Abwehrkräfte aufrecht, vermeiden starke Gewichtsverluste und lindern oft die Nebenwirkungen ihrer Therapie.

Patienten kämpfen aktiv

Die Deutsche Krebshilfe rät Krebskranken grundsätzlich dazu, in Absprache mit ihren Ärzten Wert auf eine gesunde Ernährung bei Krebs zu legen. Sie nennt dafür neben rein physischen Aspekten einen weiteren guten Grund: Die Patienten seien in Ernährungsfragen nicht nur den Behandlungen durch Mediziner ausgeliefert. Sie könnten selber aktiv daran mitarbeiten, ihren Gesundheitszustand zu verbessern.

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hallo mein man hat Lungenkrebs und ich möchte Wie kann ich ihn mit Nahrung helfen. mfg Sabah
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Hallo muften, bei der Krebsgesellschaft finden Sie wertvolle Informationen zu Ernährung und Krebs. Hier der Link https://www.krebsgesellschaft.de/basis-informationen-krebs-bewusst-leben-ernaehrung.html Viele Grüße EAT SMARTER
 
zu Ernährung bei Krebs – eine Chance für das Leben es gibt inzwischen sehr gute Bücher die sich mit der Ernährung bi Krebs auseinandersetzen mit vielen Informationen zu Lebensmitteln die den Krebs nicht direkt angreifen, sondern dem Immunsystem helfen, den Krebs zu beeinflussen. Eines der für mich besten Bücher dazu ist : Krebszellen mögen keine Himbeeren von Prof.Dr.med.Richard Beliveau und Dr.med. Denis Gingras.
 
Soweit gefällt mir der Artikel. Habe mir auch ein Buch gekauft "Die neue Anti-Krebs Ernährung",da wird alles was eine Ernährung bei Krebs sehr gut beschrieben. Ich würde auch gern ein paar neue Rezepte,besonders auch vegetarische,kennenlernen. Da ich hier ja "neu"bin, vielleicht auch andere kennenlernen die sich so ernähren.