Ist Bio-Pflanzenbau immer ganz natürlich? | EAT SMARTER
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Ist der Anbau von Bio-Pflanzen immer ganz natürlich?

Bio-Pflanzen - alles ganz natürlich? Bio-Pflanzen - alles ganz natürlich?

Für viele steht Bio für Natürlichkeit, doch jeder Mensch hat ein anderes Verständnis davon, was Natürlichkeit bedeutet. EAT SMARTER zeigt Ihnen, wie natürlich Bio-Pflanzen angebaut werden.

Biolandbau setzt auf Vorbeugung

Auf Bio-Äckern hat die Giftspritze nichts verloren, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sind nicht erlaubt. Hartnäckige Schädlinge dürfen aber laut EG-Öko-Verordnung mit Naturstoffen wie Neem oder Pyrethrum aus der Chrysantheme vertrieben werden. Der Biobauer setzt in erster Linie auf das Prinzip der Vorbeugung, um seine Bio-Pflanzen vor Läusen, Schnecken oder Pilzbefall zu schützen: Er baut Sorten an, die gegenüber Krankheiten und Schädlingen widerstandsfähig sind. Er plant Fruchtfolgen, also den Anbau von Getreide im Wechsel mit Kartoffeln oder Klee, die die Fruchtbarkeit des Bodens stärken. Er schafft Lebensräume für Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen, die Schädlinge vernichten. Unkräuter werden mechanisch, also durch Hacken und Striegeln, ausgerissen. Mineralische Stickstoffdünger sind im Biolandbau tabu, gedüngt wird hauptsächlich mit Ökodung.

Auf den Dünger kommt es an

Allerdings erlaubt die EG-Öko-Verordnung den Zukauf von Gülle, Jauche und Geflügelmist aus konventionellen Betrieben und den Einsatz von Blut- und Knochenmehlen, ebenso von Guano-Dünger. Die Anbauverbände sind strenger und verbieten diesen Zukauf. Außerdem dürfen Verbandsbauern nur geringere Mengen Dünger pro Fläche ausbringen. Damit auf natürliche Weise genügend Stickstoff für das Pflanzenwachstum in den Boden gelangt, baut der Ökolandwirt regelmäßig Klee oder Lupinen als sogenannte Gründüngung an. Dabei produzieren Knöllchenbakterien in den Wurzeln der Pflanzen den benötigten Stickstoff und geben ihn an den Boden ab. Demeter-Bauern verwenden außerdem homöopathische Präparate wie Hornkiesel oder Hornmist, um die Pflanzenqualität und das Bodenleben zu verbessern.

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