Ist Importware aus dem Ausland wirklich Bio?

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Ist Importware auch wirklich Bio?
Ist Importware auch wirklich Bio?

Kann man sich darauf verlassen, dass Importware aus dem Ausland auch wirklich Bio ist? EAT SMARTER stellt Ihnen die Fakten zu Bio aus dem Ausland vor und erklärt, worauf Sie achten sollten.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Das EU-Ausland muss sich an die EU-Richtlinien halten

Trägt die Importware von weither das Bio-Siegel und den Kontrollstellen-Code, kann man sich drauf verlassen, dass die Lebensmittel im Erzeugerland nach den EU-Richtlinien produziert wurden. Die Importeure müssen mit einem Zertifikat oder einem Kontrollbericht beweisen, dass es sich um echte Bioware handelt. Mehrere Kontrollstellen prüfen das nach. Bei Verstößen oder Betrugsversuchen darf der Importeur die Lebensmittel nicht verkaufen und kann wegen Betruges belangt werden.

Wie klimafreundlich ist Bio-Ware aus dem Ausland?

Dennoch gibt es Kritik. Bio-Äpfel aus Neuseeland, die im Winter um die halbe Welt geflogen werden, schaden dem Klima. Bei Bioware aus dem europäischen Ausland ist der Nutzen angesichts der langen Transportwege in vielen Fällen ebenso fraglich. Aber es gibt Ausnahmen. Studien, die sich allerdings auf konventionelle Lebensmittel beziehen, besagen, dass in manchen Fällen ein längerer Transport klimafreundlicher ist als die Erzeugung außerhalb der Saison. So schadet der hohe Energieverbrauch, der nötig ist, im Winter Salat im deutschen Gewächshaus zu ziehen, dem Klima mehr als der Import aus Spanien. Ob es jedoch sinnvoll ist, Obst und Gemüse, das in der Saison auch bei uns wächst, über lange Strecken zu transportieren, ist zweifelhaft und widerspricht der Bio-Philosophie. Wer die Umwelt schonen will, kauft besser regional und saisonal ein. (Angela Murr)

Schreiben Sie einen Kommentar