Eine wissenschaftliche Ernährungslehre – viele Lehren | EAT SMARTER
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Ernährungslehre

Eine wissenschaftliche Ernährungslehre – viele Lehren

Ernährungslehren Ernährungslehren

Der Begriff „Ernährungslehren“ umfasst im engeren Sinne die Ernährungswissenschaft, die sich fächerübergreifend zwischen Medizin und Biochemie mit allen Ernährungsfragen befasst. Im weiteren Sinne meint der Begriff aber auch Anweisungen für „richtige“ Ernährung im Einklang mit religiösen oder philosophischen Systemen.

Ernährung – wissenschaftlich gesehen

Der Begriff “Ernährungslehren” umfasst im engeren Sinne die Ernährungswissenschaft, die sich fächerübergreifend zwischen Medizin und Biochemie mit allen Ernährungsfragen befasst. Wesentliche Fragestellungen: Welche Nährstoffe benötigen wir in welchen Altersstufen und wieviel davon? Welche Ernährungsgewohnheiten sind der Gesundheit zuträglich und welche schaden uns? Im weiteren Sinne meint der Begriff “Ernährungslehren” Anweisungen für “richtige” Ernährung im Einklang mit bestimmten religiösen oder philosophischen Systemen. Die wohl bekanntesten Ernährungslehren sind die der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), des indischen Ayurveda sowie der anthroposophischen Lehre Rudolf Steiners.

Die Ernährungslehre der alten Chinesen

Die Ernährungslehre der TCM ist hierzulande bekannt unter dem Namen “Ernährung nach den 5 Elementen”. Die 5 Elemente sind Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Lebensmittel werden in der chinesischen Ernährungslehre zunächst eingeteilt als zum Yin oder zum Yang gehörig. In der Ernährungslehre steht Yin für Kälte, Yang für Hitze, wobei kalt und heiß hier nicht wörtlich sondern als Prinzip gemeint sind. Über diese beiden Eigenschaften hinaus werden die Lebensmittel den 5 Elementen zugeordnet. Nach chinesischer Lehre sind Mahlzeiten dann gesund, wenn sie eine ausgewogene Mischung der 5 Elemente enthalten und in Bezug auf Yin und Yang z.B. der Jahreszeit und dem Gesundheitszustand angemessen verzehrt werden.

Ayurveda: Heilkunde inklusive Ernährungslehre

Zur ayurvedischen Heilkunde gehört eine Ernährungslehre, die einige Grundsätze enthält, die ein westlicher Ernährungswissenschaftler gewiss unterschreiben würde: Nur bei Hunger essen. Nie im Stress essen. Wert auf frische Lebensmittel legen. Sich nicht satt essen.

Darüberhinaus aber unterscheidet die ayurvedische Ernährungslehre drei Menschen-Typen (Doshas): Vata, Pitta und Kapha, die jeweils mehr oder weniger der drei Lebenmittelklassen (Gunas) - Sattva, Rajo, Tamo - zu sich nehmen sollten.

Vegetarisch leben nach Rudolf Steiner

Die anthroposophische Ernährungslehre geht auf den österreichischen Pädagogen und Philosophen Rudolf Steiner (1861-1925) zurück. Seine Ernährungslehre entspricht weitgehend einem Vegetarismus, der den Verzehr von Eiern und Milchprodukten einschließt. Die Steinersche Ernährungslehre fordert keinen strikten Verzicht von Fleisch, empfiehlt ihn aber. Abgelehnt werden aber raffinierter Zucker, Kartoffeln, Paprika und Tomaten.

Nicht wissenschaftlich, dennoch nicht falsch

Auch wenn die Begründungen der Ernährungslehren der TCM, des Ayurveda sowie der Anthroposophie nicht auf heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, sind sie deshalb jedoch keinesfalls ungesund. Aus heutiger Sicht ernährungsphysiologisch nicht sinnvoll ist allerdings der Verzicht auf Kartoffeln, Paprika und Tomaten.

Neben der “offiziellen” Ernährungslehre - der westlichen Ernährungswissenschaft - existieren verschiedene Ernährungslehren, die religiösen oder philosophischen Systemen entstammen. Die bekanntesten dieser Ernährungslehren sind die chinesische 5-Elemente-Ernährung, die indische Ernährungslehre des Ayurveda sowie die anthroposophische von Rudolf Steiner.

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