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Ernährungslehre

Gesund mit Vegetarismus: Zu viel Fleisch macht krank

Vegetarismus ist eine Ernährung ohne Fleisch und Fisch. Entweder Vegetarier mögen diese Lebensmittel einfach nicht, oder sie verzichten aus moralischen Gründen auf sie.

Vegetarismus Vegetarismus

Vegetarismus – was ist das?

Vegetarismus ist die Bezeichnung für eine Ernährung ohne Fleisch und Fisch. Entweder Vegetarier mögen diese Lebensmittel einfach nicht, oder sie verzichten aus moralischen Gründen auf sie. In der westlichen Welt leben laut Wikipedia gut neun Prozent der Bewohner fleischlos, in Indien sind es bis zu 40 Prozent. 

Ohne Fleisch, Ei und Milch

Innerhalb des Vegetarismus gibt es verschiedene Strömungen. Am meisten verbreitet sind Ovo-Lakto-Vegetarier, etwa 90 Prozent aller Betroffenen. Sie essen neben pflanzlicher Kost nur Produkte, die von lebendigen Tieren stammen. Dazu zählen zum Beispiel Milch, Eier und Honig. Seltener sind Ovo-Vegetarier, die zwar Eier essen, aber keine Milch trinken. Auch das Gegenteil gibt es: Lakto-Vegetarier, die Milch trinken, aber keine Eier zu sich nehmen.

Haben Tiere ein Recht auf Leben?

Fast 63 Prozent der Vegetarier geben Tierschutz als Hauptgrund für ihre spezielle Ernährung an, wie die Universität Jena in einer Studie belegt hat. Sie fordern für Tiere das gleiche Recht auf Leben wie für Menschen. Auch Massentierhaltung spielt eine große Rolle bei der Entscheidung dafür, den Genuss von Bratwurst und Co. abzulehnen. Hier sind Schweine, Hühner oder Rinder auf engstem Raum untergebracht und leben nach Ansicht von Tierschützern nicht artgerecht.

Umweltschutz durch Fleischverzicht

Bei der Entscheidung für eine rein vegetarische Ernährung spielen oft viele Faktoren eine Rolle: Neben Tierliebe begründen manche Vegetarier ihre Entscheidung mit Umweltschutz. Denn die Herden von Kühen und anderen „Fleischlieferanten“ auf der Erde sind durch das Methan, das die Tiere ausstoßen, für fast ein Fünftel der Treibhausgase weltweit verantwortlich. Außerdem roden Menschen riesige Waldflächen, um Anbaugebiete für Futtermittel und Weideland zu erschließen. 

Gesund mit Vegetarismus: Zu viel Fleisch macht krank

In vielen Ländern gilt der Verzehr von Fleisch als Wohlstandszeichen oder gehört grundsätzlich zu jeder ordentlichen Mahlzeit dazu. Darum essen die Menschen viel zu viel Steak, Braten oder Frikadellen: Die Deutsche Gesellschaft Ernährung empfiehlt, maximal 30 bis 40 Kilo Fleisch pro Person und Jahr zu verzehren. Fast das Doppelte essen die Menschen tatsächlich. Nicht ohne negative Folgen: Das Risiko für Diabetes, Krebs und Kreislauferkrankungen erhöht sich. Vegetarier allerdings nehmen weniger gesättigte Fettsäuren und Cholesterin zu sich, dafür mehr Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Insbesondere Ovo-Lacto-Vegetarier ernähren sich deshalb in der Regel gesünder als „Fleischfresser“.

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